Chow Chow

Der Chow-Chow zählt zu den urtümlichsten Hunderassen der Welt und wurde bereits in Chroniken aus dem elften Jahrhundert beschrieben. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Chow-Chow.

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Der Chow Chow im Rasseporträt.© stock.adobe.com/otsphoto

Chow-Chows zählen zu den etwas ausgefalleneren Rassehunden. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um Chow-Chows.

Typische Merkmale

Größe: Rüde: 48-56 cm; Hündin: 46-51 cm
Gewicht: 20-32 Kilo
Felllänge: lang, selten kurz
Fellfarben: Schwarz, Rot/Hellbraun, Blau/Grau, Creme, Weiß, Rehbraun 
Ursprungsland: China
Klassifikation: FCI Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen

Eigenschaften

Familientauglichkeit
Aktivitätslevel
Erziehbarkeit
Pflegeaufwand
Arbeitsbedürfnis
Menschenbezogenheit

Aussehen des Chow-Chow

Der Chow-Chow ist ein mittelgroßer Hund von löwenhafter Erscheinung, der seine Rute stolz über dem Rücken trägt und gerne eine geradezu würdevolle Haltung einnimmt. Den Chow-Chow gibt es mit langen und selten auch mit kurzem Fell. Die Farbpalette beinhaltet die Farben:

  • Schwarz
  • Rot
  • Blau
  • Cremefarben
  • Weiß

Die roten Hunde sind am häufigsten zu sehen. Charakteristisch für den Chow-Chow ist neben dem bauschigen Fell auch die blaue Zunge der Tiere.

Es gibt außerdem noch den "Smooth Chow": eine kurzhaarige und wenig verbreitete Varietät des Chow-Chow.

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Rote Chow Chows sind besonders häufig, aber auch andere Farben sind zugelassen. © Stock.adobe.com/dogs

Verhalten und Charakter des Chow-Chow

Der Chow-Chow hat in seinem Verhalten weniger mit einem Hund und mehr mit einer Katze gemeinsam. Er ist ruhig, anhänglich – und sehr stur. Er ist erziehbar, aber er lässt sich nicht unterwerfen; wer ihn hält, besitzt ihn noch lange nicht. Hundebesitzer, die Wert auf totalen Gehorsam legen, sollten die Finger von dieser Rasse lassen.

Einen Chow-Chow muss man überzeugen und erobern; wer das schafft, darf sich darauf etwas einbilden. Der Chow-Chow ist ein Ein-Mann-Hund, für das Leben in einer großen Familie eignet er sich nicht so sehr. Auch gibt er keinen Vertrauensvorschuss: Fremde wird er niemals begeistert empfangen.

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Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Wie alle Vierbeiner geht der Chow-Chow gerne spazieren, doch ausgiebiges Rumschnüffeln ist ihm wichtiger als wildes Toben. Dennoch eignet sich der Chow-Chow durchaus für Hundesport – falls man es schafft, seine Begeisterung dafür zu wecken und dauerhaft zu erhalten.

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Aus seriöser Zucht kostet ein Chow Chow ca. 1000 - 1500 Euro. © Stock.adobe.com/Ivan

Erziehung des Chow-Chow

Das Wesen des Chows ist anspruchsvoll; er lässt sich zwar nicht unterordnen, aber durchaus erziehen. Allerdings trainiert er nur, wenn er Lust hat, und lässt sich zu nichts zwingen. Dieser Hund muss davon überzeugt werden, dass Lernen Sinn und Training Spaß macht. Ein weiteres Problem bei der Erziehung ist der starke Jagdtrieb dieses Hundes.

Pflege des Chow-Chow

Das Fell des Chow-Chow benötigt relativ viel Pflege. Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche, besser noch täglich, sollte es gebürstet werden. Besonders hinter den Ohren und an der Halskrause kann es bei mangelnder Pflege leicht zu Verfilzungen kommen.

Baden sollte man diesen Hund nur, wenn es nicht anders geht, z.B. wenn er sich "parfümiert" hat. Ansonsten ist diese Form der Reinigung zu vermeiden.

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Die blaue Zunge ist beim Chow Chow normal. © Stock.adobe.com/Farmer

Häufige Krankheiten beim Chow-Chow

Der Chow-Chow ist hitzeempfindlich. Im Sommer sollte man immer darauf achten, dass ihm ein schattiges und kühles Plätzchen zur Verfügung steht und längere Spaziergänge unbedingt in die kühleren Morgen- oder Abendstunden legen. Außerdem neigt der Chow-Chow zu Augenentzündungen. Auch Hüftdysplasie (HD) und Allergien kommen vor. Gehäuft tritt die Schilddrüsenunterfunktion auf.

Geschichte des Chow-Chow

Der Chow-Chow zählt zu den urtümlichsten Hunderassen der Welt und wurde bereits in Chroniken aus dem elften Jahrhundert beschrieben. Soweit man seine Geschichte zurückverfolgen kann, stammt der Hund aus China und wurde von den Engländern nach Europa gebracht. In China wurde er unter anderem als Schlittenhund und Jagdhund verwendet. 1880 kam er nach Europa, 1887 begann man in England mit der Zucht der Rasse. 1894 wurde der Chow-Chow vom englischen Kennel Club als eigenständige Rasse anerkannt.

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