Hund drängt nach Aufmerksamkeit: Ursachen und Lösungen

Jeder Hund braucht die Aufmerksamkeit seines Besitzers und hat selbstverständlich auch das Recht darauf. Will der Hund jedoch unaufhörlich durch sein Verhalten seinen Besitzer auf sich aufmerksam machen, stimmt etwas nicht.

Hund Aufmerksamkeit
Ihr Hund braucht Ihre Aufmerksamkeit. © stock.adobe.com/Tetiana

Bellt der Hund unaufhörlich, springt an Menschen hoch oder will durch ein anderes Verhalten unbedingt auf sich aufmerksam machen, kann das für den Hundehalter überfordernd sein. Weshalb Ihr Hund so dringend nach Aufmerksamkeit drängt und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Ursachen für Aufmerksamkeitsdrang

Versucht der Hund ständig Ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, kann es daran liegen, dass er Ihnen etwas Wichtiges mitteilen will. Das könnte zum Beispiel sein:

  • Ihrem Hund ist langweilig.
  • Ihr Hund ist zu wenig geistig und/oder körperlich ausgelastet.
  • Ihr Hund leidet unter Trennungsangst.
  • Ihr Hund hat Schmerzen.
Zunächst sollten Sie sichergehen, dass Sie Ihrem Hund auch wirklich die Aufmerksamkeit schenken, die er braucht. Körperliche Beschwerden können vom Tierarzt ausgeschlossen werden. Außerdem sollten Sie überlegen, ob Sie Ihrem Hund ausreichend Bewegung und geistige Auslastung bieten. Bei einer Trennungsangst kann eine professionelle Verhaltenstherapie weiterhelfen.

Erlerntes Fehlverhalten des Hundes

Möglich ist auch, dass Ihr Hund durch unerwünschtes Verhalten Ihre Aufmerksamkeit einfordert, weil er es gelernt hat. Widmen Sie sich Ihrem Hund vor allem dann, wenn er viel bellt, reagieren Sie auf ihn, wenn er an Ihnen hochspringt und schieben Sie ihm Essen zu, wenn er bettelt, lernt Ihr Hund: Mit diesem Verhalten bekomme ich Aufmerksamkeit.

Für jeden Hund ist es wichtig, dass sein Mensch sich ihm voll und ganz widmet. Achten Sie also darauf, dass Sie Ihrem Hund auch wirklich die Aufmerksamkeit schenken, die er braucht. So fällt es ihm leichter zu lernen, dass Sie in manchen Situationen, wie bei einem Telefonat, kurzzeitig nicht vollständig bei ihm sind.

Dem Hund unbedingt Alternativen bieten

Lenken Sie das Verhalten Ihres Hundes in die richtige Richtung. Das gelingt Ihnen durch Alternativen viel besser als durch Verbote. Kaut der Hund beispielsweise auf einem Schuh herum, bieten Sie ihm stattdessen einen Kauknochen an.

Hunde müssen artgerecht beschäftigt werden, sodass sie sich nicht langweilen. Nur Hunde, die ausreichend herumtoben, schnüffeln und ihr Köpfchen anstrengen dürfen, können gesund und zufrieden sein. Andernfalls sind sie unterfordert, was häufig der Grund dafür ist, dass Sie übermäßig Aufmerksamkeit von Ihrem Besitzer einfordern.

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