Wenn der Hund wildern geht

Früher sicherte das selbstständige Jagen dem Hund das Überleben, heute ist es beim Familienhund ein unerwünschtes Verhalten. Ein großes Problem für Hund und Halter.

Wenn der Hund wildert - 6 Tipps, die helfen
Sie müssen das Jagdfieber Ihres Hundes kontrollieren.© shutterstock.com / Sue McDonald

Ist das Jagdverhalten beim Hund so ausgeprägt, dass er sich losreißt und auf eigene Faust jagen geht, stellt dies den Halter vor große Herausforderungen. Lesen Sie hier, welche Hunde besonders gerne jagen und wie Sie das unerwünschte Verhalten in den Griff kriegen. 

Diese Hunde jagen besonders gerne

Wenn Sie in einer wildreichen Gegend wohnen, sollten Sie das auch bei der Wahl des Hundes berücksichtigen. Sie werden viel Zeit, Nerven und Energie sparen, wenn Sie sich gleich für eine Rasse entscheiden, die keinen oder nur einen geringen Jagdbegeisterung zeigt. Denn aus einem Jagdhund werden Sie nie einen reinen Hofhund machen, die entsprechenden Versuche werden Sie und Ihr Tier gleichermaßen unglücklich machen.

Bei Mischlingen ist die Sache nicht ganz so einfach, weil man selten weiß, was in dem Überraschungspäckchen so alles steckt. Aber wie erklärt man dem Vierbeiner, warum er seinen "Job" nicht erledigen darf? Eine Patentlösung gibt es leider nicht, Sie müssen sich durch die Masse der Tipps durcharbeiten und herausfinden, welche bei Ihrem Hund die besten Erfolge erzielen.

Das könnte Sie auch interessieren
Tipps gegen Ziehen an Leine
Hund zieht an der Leine: 7 Tipps gegen das Ziehen
Zieht der Hund andauernd an der Leine, ist das nicht nur lästig, sondern kann auch gefährlich werden. Lesen Sie hier, wie Sie Ihrem Hund beibringen, nicht mehr an der Leine zu ziehen.

6 Tipps: Jagdfieber in den Griff bekommen

  1. Der Grundgehorsam muss sitzen. Ihr Hund muss in jeder Situation abrufbar sein.
  2. Umlenken: Beschäftigen Sie Ihren Hund beim Spaziergang, lassen Sie ihn Bälle statt Hasen jagen, folgen Sie gemeinsam den Mäusewegen auf dem Feld, suchen Sie Spielzeug. Wenn er etwas findet und auf Sie wartet, wird er belohnt. Aber achten Sie unbedingt darauf, dass er nicht zum Ball-Junkie wird. Sie bestimmen, wann das Spiel beginnt und vor allem, wann es wieder aufhört.
  3. Grenzen setzen: lassen Sie Ihren Hund nicht frei entscheiden, wohin er wann laufen darf. Gewöhnen Sie ihn (z.B. mit Hilfe der langen Leine) daran, dass er in Sichtweite bleiben soll und nicht ins Gebüsch laufen darf.
  4. Die Aufmerksamkeit des Hundes soll bei Ihnen sein. Wenn er sich beim Spazierengehen kaum für Sie interessiert, dann verstecken Sie sich doch mal. Oder füttern Sie ihn nicht mehr zu Hause, sondern lassen Sie ihn sich sein Futter beim Gassi-Gehen "verdienen."
  5. Jagdverhalten kontrollieren: Bringen Sie Ihrem Hund z.B. mit einer Reizangel bei, dass er dem beweglichen Objekt erst hinterherlaufen darf, wenn Sie es erlauben. So steigern Sie die Chance, dass er auf "Warte" auch beim Anblick eines Rehes reagiert.
  6. Seien Sie aufmerksam: Sie müssen einen Hundehalter-Blick entwickeln und die mögliche Beute und Gefahr noch vor Ihrem Hund sehen.

 

40 Jahre "Ein Herz für Tiere" – Die Jubiläums-Ausgabe jetzt am Kiosk
Aktuelle Meldungen aus der Tierwelt
Großer Haustierratgeber
Mensch & Tier
Wildes Tierleben
Spannende Unterhaltung
EHfT03_001.jpg