Behandlung mit Antibiotika bei Katzen

Bei bakterienbedingten Erkrankungen verschreibt der Tierarzt häufig Antibiotika. Lesen Sie hier alles, was Sie zur Gabe von Antibiotika bei Katzen wissen müssen. 

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Das müssen Sie über Antibiotikagabe bei Katzen wissen. © Stock.adobe.com/tashka2000

Beinahe jede Hauskatze muss im Krankheitsfall einmal Antibiotika nehmen. In vielen Fällen rettet dieses sogar das Katzenleben. Informieren Sie sich hier zur Antibiotikagabe bei Katzen:

  • Wann brauchen Katzen Antibiotika?
  • Wie gibt man der Katze Antibiotika?
  • Wie lange dauert es, bis Antibiotika bei Katzen wirken?
  • Welche Nebenwirkungen haben Antibiotika bei Katzen?
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Nur ein Tierarzt darf der Katze Antibiotika verschreiben.© Stock.adobe.com/phoenix021

Wann brauchen Katzen Antibiotika?

Antibiotika kommen zum Einsatz, wenn es darum geht, krank machende Bakterien zu bekämpfen. Krankheitserregende Bakterien vermehren sich sonst im Katzenkörper, lösen Entzündungen aus und können Organe schädigen. Je nach Typ des Antibiotikums hemmt es die Vermehrung der Bakterien, sodass der Körper die Infektion selbst bekämpfen kann, oder es töten die Bakterien ganz ab.

Symptome für bakterielle Erkrankungen können sein: 

Außerdem wird Antibiotikum Katzen nach Operationen und Verletzungen gegeben. Die häufigsten bakterielle Erkrankungen bei Katzen, die eine Gabe von Antibiotikum nötig machen, sind Hautentzündungen oder Abszesse nach Biss- und Kratzverletzungen.

Antibiotika bei Viruserkrankungen?

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Eine Ausnahme bildet Katzenschnupfen. Die Grunderkrankung ist hier zwar virusbedingt, jedoch sind auch oft Bakterien am Krankheitsgeschehen beteiligt. Zur Unterstützung der Heilung kann bei Katzenschnupfen auch eine Antibiotikatherapie erfolgen. 

Bei reinen Virus-Erkrankungen helfen Antibiotika jedoch nichts, wie etwa bei Infektionen durch Parasiten, FIV oder Harnblasenentzündungen durch Blasengries.

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Abgeschlagenheit kann auf eine bakterielle Erkrankung hinweisen.© Stock.adobe.com/tanacha

Wie gibt man der Katze Antibiotika?

Antibiotika für Haustiere werden extra hergestellt und zugelassen. Die Gabe erfolgt nur nach tierärztlicher Verschreibung und Anweisung. Wichtig ist es, sich bei der Antibiotikabehandlung immer genau an die vom Tierarzt vorgegebene Dosierung und Behandlungsdauer zu halten; auch, wenn die Symptome schon vorher abklingen. 

Die Dosierung und Dauer der Behandlung wird vom Tierarzt bestimmt. Sie hängt von der Erkrankung, dem Präparat, Gewicht und Alter der Katze ab. 

Wenn Ihre Katze Antibiotika einnehmen muss, sollte Ihr Tierarzt folgende Fragen beantworten:

  • Wie soll das Antibiotikum gegeben werden?
  • Wie lange und wie oft am Tag muss es eingegeben werden?
  • Darf es mit Futter gegeben werden?
  • Nimmt das Antibiotikum Einfluss auf andere Medikamente, die das Tier bekommt?

Tipp: Der Katze Antibiotika eingeben

Viele Katzen weigern sich hartnäckig, Tabletten einzunehmen. Lassen Sie sich vom Tierarzt zeigen, wie Sie die Katze am besten halten, das Maul öffnen und die Tablette möglichst weit hinten in den Rachenraum eingeben. 

Wenn dies nicht funktioniert, können Sie nach Rücksprache mit dem Tierarzt, das Antibiotikum pulverisieren. Das Pulver geben Sie auf etwas Hackfleisch und formen dieses zu kleinen Kügelchen. 

Wenn alle Versuche scheitern, dürfen Sie die Behandlung nicht einfach abbrechen. Im schlimmsten Fall, muss die Katze jeden Tag zum Tierarzt gebracht werden, um ihr Medikament zu erhalten. 

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Zur Medikamenteneinnahme muss man Katzen manchmal überlisten. © Stock.adobe.com/Ekaterina Kolomeets

Wie lange dauert es, bis Antibiotika bei Katzen wirken?

Eine Antibiotikatherapie schlägt bei Katzen in der Regel sehr schnell an. Die krankheitserregenden Bakterien werden abgetötet und die Katze macht bald wieder einen gesünderen Eindruck. 

Wichtig ist, dass Sie dennoch die vom Tierarzt vorgeschriebene Dauer der Behandlung einhalten. Wird das Antibiotikum zu früh abgesetzt oder zu niedrig dosiert, werden immer mehr Krankheitserreger unempfindlich gegen das Antibiotikum – sie entwickeln eine Resistenz. Die Folge: Das Antibiotikum wirkt bei künftigen Erkrankungen nicht mehr.

Bei einer zu niedrigen Dosierung oder einem frühzeitigen Abbruch der Therapie erhöht sich das Risiko einer Antibiotika-Resistenz und die Medikamente verlieren an Wirkung. 
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Ein Probiotikum kann nach einer Antibiotikatherapie unterstützen. © Stock.adobe.com/New Africa

Welche Nebenwirkungen haben Antibiotika bei Katzen?

Als selten Nebenwirkungen bei einer Antibiotikatherapie von Katzen können auftreten:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • allergische Reaktion wie Juckreiz

Wenn Sie eine Nebenwirkung bei Ihrer Katze beobachten, halten Sie Rücksprache mit dem Tierarzt, aber setzen Sie das Antibiotikum nicht einfach ab. 

Darmsanierung nach Antibiotika

Antibiotika bekämpfen alle Bakterien im Körper. Auch nützliche Darmbakterien werden bei einer Antibiotikagabe mit abgetötet. Gegebenenfalls kann – gerade nach einer längeren Antibiotikatherapie – eine Darmsanierung mit einem Probiotikum für Katzen erfolgen. Probiotika unterstützen die guten Darmbakterien. Ihr Tierarzt wird Sie dazu gerne beraten. 

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