Bei diesen Krankheiten können Katzen uns helfen

Das Schnurren von Katzen hat eine heilende Wirkung. Nicht nur bei der Katze selbst heilen dadurch manche Krankheiten schneller, sondern sogar beim Mensch! Welche Krankheiten Katzen vorbeugen oder heilen können, lesen Sie hier. 

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Katzen machen gesund! Diese Krankheiten können Katzen heilen.© Вероника Преображенс-stock.adobe.com

Katzen schnurren nicht nur, wenn sie zufrieden sind, sondern auch wenn sie gestresst oder krank sind. Denn das Schnurren dient den Katzen zum Gesundheitsmanagement: Sie versuchen, sich damit selbst zu beruhigen. Außerdem hat das Katzenschnurren eine heilende Wirkung und kann dazu beitragen, dass bestimmte Krankheiten bei Katzen und auch bei Menschen schneller heilen.

1. Durch Schnurren heilen Knochenbrüche schneller

Wenn eine Katze schnurrt, kommt es zu Vibrationen im ganzen Körper. So wird die Muskulatur der Katze stimuliert. Dadurch wiederum wird das Knochenwachstum angeregt. Bei einer Schnurr-Frequenz von 25-44 Hz nimmt Studien zufolge die Knochendichte zu und die Knochenheilung wird beschleunigt – auch beim Menschen, auf dem die schnurrende Katze liegt. So konnte z.B. schon Osteoporose-Patienten geholfen werden, indem durch vibrierende Polster, die das Katzenschnurren imitieren, ihre Knochendichte erhöht und der Knochenaufbau gefördert wurde.

Mehrere Grazer Ärzte testeten die Wirkung des Katzenschnurrens und entwickelten über mehrere Jahre eine Art vibrierendes „Katzenschnurr-Kissen“, das das Schnurren von Katzen imitiert. Sie legten das Kissen auf die Körperstellen ihrer Patienten, die schmerzten – und erzielten damit Erfolge! Das Kissen brachte sogar Schwellungen zum Abheilen und linderte die Schmerzen.

2. Schnurren gegen Muskel- und Gelenkbeschwerden

Das Katzenschnurren wirkt sich nicht nur auf die Knochen positiv aus. Die Vibrationen helfen genauso bei Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie bei Arthrose. Das gilt für Gelenke aller Art: Vom Handgelenk bis zum Sprunggelenk. Auch bei Problemen der Wirbelsäule und den Bandscheiben kann das Katzenschnurren die Heilung unterstützen. Das fanden Forscher heraus, indem sie die Schnurrfrequenz von Katzen nachahmten.

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Das Schnurren von Katzen wirkt sich positiv auf Knochen und Gelenke aus.© ulianna19970-stock.adobe.com

3. Schnurren hilft bei Lungen- und Atemwegserkrankungen

Der Grazer Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie Günter Stefan testete den Einsatz von Katzenschnurr-Kissen auch bei Menschen mit der Lungenerkrankung COPD oder Asthma. Innerhalb von zwei Wochen legte er zwölf Patienten täglich für 20 Minuten ein Polster auf den linken und rechten Lungenflügel, das das Katzenschnurren nachahmte. Ansonsten wurden in dieser Zeit keine anderen Therapiemethoden eingesetzt. Nach den zwei Wochen hatten alle Patienten bessere Werte als zuvor. 

4. Katzen können Allergien vorbeugen

Die Haltung von Katzen hat insbesondere für Kinder einen positiven Effekt: Bei Kindern, die schon ab ihrem ersten Lebensjahr mit einer Katze im Haushalt zusammenleben, sinkt das Allergierisiko für ihr späteres Leben (wenn keine familiäre Vorbelastung besteht). Denn das Immunsystem kann durch den Kontakt zu den Tieren Antikörper bilden.  

Auch die Toleranz gegenüber anderen Allergien wächst durch das Zusammenleben mit Hund oder Katze ab dem ersten Lebensjahr. Das fand ein schwedisches Forscherteam der Universität Göteborg heraus. Die Forscher stellten fest, dass Säuglinge, die mit einem Hund oder einer Katze zusammenlebten, später als Kinder weniger Allergien entwickeln als Kinder, die ohne Haustier aufwuchsen. Lebte der Säugling mit mehreren Haustieren zusammen, waren die Effekte noch stärker. 

5. Katzen streicheln bei Bluthochdruck 

Auch bei Bluthochdruck sollen Katzen helfen können: Schon acht Minuten lang ein Tier zu streicheln soll Stress reduzieren und den Blutdruck senken. Und das wirkt sich auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus: Einer Studie der Universität von Minnesota zufolge haben Katzenhalter ein geringeres Herzinfarkt-Risiko sowie ein geringeres Risiko für andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Katzen zu streicheln reduziert Stress und senkt den Blutdruck.© Andriy Blokhin-stock.adobe.com

6. Katzen helfen bei Lebenskrisen und Depressionen

Jeder, der eine Katze hat, weiß, dass die bloße Anwesenheit der Tiere ein gutes Gefühl gibt und glücklich macht. Das Streicheln von Katzen löst beim Menschen Glückshormone aus. Katzen können sogar in schweren Situationen helfen und Trost spenden, einfach weil sie da sind. 

In einer Studie des Professors Dr. Reinhold Bergler der Universität Bonn wurden 150 Personen in akuten Krisensituationen begleitet, z.B. bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Trennung. Die eine Hälfte der Testpersonen hatte eine Katze, die andere Hälfte hatte kein Haustier. Im Verlauf der Studie nahmen fast zwei Drittel der Menschen ohne Katze die Hilfe eines Psychotherapeuten in Anspruch, von den Katzenhaltern niemand. Außerdem brauchten die Katzenhalter deutlich weniger Beruhigungsmittel als die Menschen ohne Haustier. 

Der Professor erklärte dieses Ergebnis damit, dass Katzen Lebensfreude und Trost spenden und außerdem als „Katalysator“ bei der Auseinandersetzung mit Problemen wirken.

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