CBD-Öl für Katzen: Wirkung, Dosierung, Studien

Cannabinoide und insbesondere CBD-Öl werden als unterstützendes Heilmittel bei Schmerzen und Stress empfohlen. Lesen Sie hier, welche Wirkung das Cannabinoid auf Katzen hat und von welchen Produkten man unbedingt die Finger lassen sollte.  

 

Katze frisst Cannabis
CBD ist auch für Katzen als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. © Stock.adobe.com/Aleksandr

Hanf wurde bereits im Altertum als Heilpflanze geschätzt. Man nutzte Zubereitungen der Hanfpflanzen äußerlich zur Behandlung von Hautkrankheiten und innerlich gegen Übelkeit, Magenschmerzen, zur Lösung von Krämpfen und zu vielem mehr. Auch  Tierfuttermittelhersteller werben verstärkt mit der positiven Wirkung von Cannabidiol (CBD) im Katzenfutter.

Die häufigsten Fragen und Antworten rund um CBD-Öle bei Katzen finden Sie hier:

Ja, Sie dürfen Ihrer Katze CBD-Öl und andere CBD-Produkte geben, insofern deutlich gekennzeichnet ist, dass diese für Katzen zulässig sind. Die Einnahme von CBD bei Katzen müssen Sie immer zuvor mit dem Tierarzt besprechen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Produkte hochwertig sind

CBD hat keine berauschende Wirkung wie THC. CBD soll entkrampfend und angstlösend wirken. Ihre Katze wird von CBD-Öl oder anderen CBD-Produkten niemals „high“.

CBD ist nicht schädlich für Katzen, aber die in herkömmlichen CBD-Ölen enthaltenen Terpene und ätherischen Öle können für Katzen gefährlich werden. Katzen sind nicht in der Lage, diese zu verstoffwechseln: Eine Vergiftung oder Leberversagen ist möglich, was für die Katze tödlich enden kann.

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Was ist CBD?

Cannabinoide sind Substanzen, die natürlicherweise im echten Hanf vorkommen. Im Labor kann man bis zu 113 verschiedene Cannabinoide aus einer Hanfpflanze isolieren. Die Gesamtheit der Cannabinoide wird als Cannabis bezeichnet. Cannabinoide haben unterschiedliche Wirkungen auf den Organismus. Am meisten weiß man heute über Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD).

  • THC besitzt eine berauschende Wirkung
  • CBD besitzt entkrampfende, angstlösende Wirkung

Hanfpräparate ohne das berauschende THC, wie beispielsweise reine CBD-Produkte, gelten nicht als Betäubungsmittel und dürfen deshalb als Nahrungsergänzungsmittel oder als Zusatz in Lebensmitteln vermarktet werden.

CBD Öl Futter
CBD-Öl kann tropfenweise über das Katzenfutter gegeben werden. © Stock.adobe.com/rcfotostock

Was bewirkt CBD-Öl bei Katzen?

Zahlreiche Tierärzte und Tierbesitzer haben bereits positive Erfahrungen mit CBD bei Katzen gemacht. Die Wirkungen von CBD-Präparaten sollen bei der Katze ähnlich wie beim Menschen sein: Die Katzen scheinen sich wohler zu fühlen und strahlen mehr Gelassenheit aus. Ältere Katzen wirken vitaler.

CBD soll unter anderem diese Effekte im Körper der Katze bewirken: 

Deswegen wird einer Katze häufig CBD-Öl gegeben, wenn sie an Arthritis leidet. Das CBD soll die damit verbundenen Entzündungen hemmen. Studien, die das beweisen können, fehlen allerdings bislang.

Allgemein soll CBD bei Schmerzen helfen können. Gerade chronische Schmerzen machen Katzen zu schaffen und setzen sie unter starken Stress. CBD-Öle sollen die Katze entspannen und so das Leid lindern. Allerdings konnte auch das noch nicht wissenschaftlich eindeutig bestätigt werden.

Einige Katzenhalter berichten davon, dass CBD bei ihrer Katze intensive Angstzustände abschwächen konnte. Es soll beruhigend und angstlösend wirken, weshalb eine CBD-Behandlung bei sehr ängstlichen und nervösen Katzen sinnvoll sein kann. Die Absprache mit dem Tierarzt ist aber zwingend notwendig.

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CBD-Öle für Katzen sollen gegen viele Beschwerden helfen.© stock.adobe.com/New Africa

So schnell wirkt CBD bei Katzen

Wie schnell das CBD-Öl bei einer Katze wirkt, hängt von dem jeweiligen Tier ab. Die meisten Erfahrungsberichte zeugen davon, dass der Katze ein bis zwei Wochen lang regelmäßig CBD-Öl gegeben werden muss, bis erste Effekte bemerkbar werden.

Dann soll das CBD-Öl bei der Katze meist nach etwa 10 bis 20 Minuten nach der Einnahme wirken. So auch beispielsweise das CBD-Öl The Cat von SWISS FX*. Es enthält zu drei Prozent CBD, wird aus Bio-Hanf hergestellt und ist mit nachhaltigem Lachsöl angereichert. Der Hersteller verspricht strenge Laboranalysen bei jeder Produktcharge.

CBD-Öl für Katzen im Futter

CBD ist für Tiere nur als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Wenn Sie Ihrer Katze ein CBD-Öl zufüttern möchten, sollte dieses unbedingt speziell für Katzen entwickelt sein und muss einen THC Gehalt von 0,0% aufweisen, wie zum Beispiel das CBD-Öl für Katzen von Naturecan* aus zertifiziertem Hanf (10ml, ca. 19€).

Leider gibt es bei der Wirkung von CBD im Tierfutter bislang nur subjektive Berichte, objektive Belege für diese Wirkungen stehen noch aus.

Wie viele Tropfen des CBD-Öls Sie ins Katzenfutter geben sollten, ist nicht einheitlich festgeschrieben. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Tierarzt beraten. Die meisten Experten empfehlen für Katzen pro Kilogramm Körpergewicht etwa 0,1 bis 0,5 Milligramm CBD. Eine Überdosierung und falsche Anwendung von CBD-Öl kann für die Katze gefährlich werden.

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In das Katzenfutter kann CBD gegeben werden.© stock.adobe.com/Stockgurulab

Giftnotruf warnt vor bestimmten CBD-Produkten bei Katzen

Der Giftnotruf der amerikanischen Tierschutzorganisation ASPCA warnt vor einem zu leichtfertigen Gebrauch von CBD-Produkten bei Katzen. Insbesondere CBD-Präparate für den menschlichen Gebrauch seien für Katzen viel zu hoch dosiert. Außerdem sind darin Terpene und ätherische Öle enthalten, die Katzen nicht verstoffwechseln können. Das kann lebensgefährlich für das Tier werden.

Das falsche CBD-Öl oder eine Überdosierung kann für die Katze diese Folgen haben:

  • Schläfrigkeit oder Benommenheit
  • innerliche Unruhe, Schlafstörungen
  • Verdauungsprobleme
  • bei ungeeigneten CBD-Ölen: Vergiftung und/oder Leberversagen (Lebensgefahr!)

Darüber hinaus wurden auch Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Durchfall und Hautausschläge als Nebenwirkungen von CBD-Produkten gemeldet.

Besonders gefährlich sind laut ASPCA Hanfprodukte aus dem Internet. Diese Produkte werden nicht kontrolliert und können (illegalerweise) hohe THC-Gehalte aufweisen. THC ist giftig für Katzen. Es kann laut ASPCA zu Lethargie, Bewegungsstörungen, Harninkontinenz, Erbrechen, Schmerzüberempfindlichkeit und Übererregbarkeit führen.

Wer beim CBD-Kauf für die Katze kein Risiko eingehen möchte, sollte ausschließlich auf Produkte aus der Tierarztpraxis zurückgreifen. Diese Präparate werden nach wissenschaftlichen Kriterien hergestellt und kontrolliert und sind daher die sicherste Wahl für die Katze.

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Das falsche CBD-Öl kann für Katzen gefährlich werden.© stock.adobe.com/Toncha

CBD im Humanbereich

In der Humanmedizin ist Cannabidiol (CBD) in schmerzlindernden und krampflösenden Arzneimitteln zugelassen. Hochdosierte CBD-haltige Arzneimittel sind allerdings verschreibungspflichtig und können nicht einfach gekauft werden.

Als Nahrungsergänzungsmittel ist CBD jedoch in vielen Produkten dem Markt. Nutzer sprechen von folgenden Wirkungen des Inhaltsstoffs:

  • stressmildernd
  • angstlösend
  • stimmungsaufhellend
  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd

Es gibt bisher aber keinen Beweis für einen medizinischen Nutzen von CBD als Nahrungsergänzungsmittel. So ein Beweis kann nur durch klinische Studien erbracht werden und steht noch aus.

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