Impfungen bei Katzen

Gerade beim Thema Impfschutz steht die Gesundheit unserer geliebten Katzen an erster Stelle. Doch wie entscheidet man sich richtig? Welche Impfung ist bei Katzen sinnvoll oder doch eher unnötig? Lesen Sie hier unsere Empfehlungen.

Katze wird geimpft
Auch bei Katzen sind Impfungen sinnvoll. © dewessa – stock.adobe.com

Nicht nur beim Menschen gehören Impfungen zu den häufig diskutierten und kritisch beäugten ärztlichen Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionserkrankungen. Auch bei Katzen gibt es vielerlei Meinungen bezüglich des Sinns oder Unsinns von Impfungen. Welche Impfungen für Katzen wirklich sinnvoll sind, lesen Sie hier.

Regelungen für Impfungen bei Katzen

Es ist die Aufgabe des Tierarztes, für jeden seiner Katzenpatienten ein individuelles Impfschema zu erstellen und dabei das Risiko möglicher Komplikationen und Nebenwirkungen auf den Impfstoff oder die Injektion an sich so gering wie möglich zu halten. 

In Deutschland gibt es mit Ausnahme der Tollwutimpfung für unsere Katzen keine rechtlich geregelten Impfungen. Jeder Katzenhalter kann und darf auf Impfungen für seine Katze verzichten, was im Gegenzug allerdings nicht bedeutet, dass er auf bestimmten Impfungen bestehen kann. Dem Tierarzt obliegt es im Rahmen seiner Aufklärungs- und Sorgfaltspflicht, seine Entscheidung für oder gegen eine Impfung der Katze, sowie für oder gegen ein längeres Impfintervall individuell zu überdenken. Oberste Priorität hat dabei für den Tierarzt das Wohl seiner Patienten

Für die Durchführung einer Impfung ist es wichtig, dass die richtige Impfung für eine ausreichende Infektabwehr verabreicht wird. Außerdem soll keine Impfung unnötigerweise oder in zu häufigen Abständen gegeben werden. Andererseits sollten Impfungen nicht in zu langen Zeitintervallen aufgefrischt werden. 

Katzenschnupfen
Gegen Katzenschnupfen gibt es auch einen Impfstoff.© Sabine Ferkinghoff – stock.adobe.com

Welche Katze benötigt welche Impfungen?

Vor der Wahl der entsprechenden Impfung gilt es, die Lebensumstände der Katze zu beurteilen: Lebt sie ausschließlich in der Wohnung, geht sie ins Freie, in eine Katzenpension oder fährt sie im Urlaub mit ins Ausland? Erst wenn man weiß, welche potenziellen Infektionsrisiken auf die Katze einwirken können, kann man sich für einen entsprechenden Impfstoff entscheiden. Wie häufig und in welchen Abständen dieser dann zu verabreichen ist, muss individuell geklärt werden.

Gut zu wissen: Galt noch vor einigen Jahren die jährliche Untersuchung der Katzen beim Tierarzt mit gleichzeitiger Verabreichung der sogenannten Jahresspritze als Standard, so ist man mittlerweile davon abgekommen, jedes Jahr gegen alles zu impfen, wogegen es einen Impfschutz gibt. Je nach gewähltem Impfschema ist es möglich, nicht mehr jedes Jahr zu impfen oder zumindest die Anzahl der einzelnen Impfungen deutlich zu reduzieren. 

In Deutschland gibt es für Tierärzte und Katzenhalter die Möglichkeit, sich über Impfempfehlungen für Katzen bei der Ständigen Impfkommission des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) zu informieren, aber auch tiermedizinische Universitäten können richtungweisende Impfempfehlungen aussprechen. Diese Einrichtungen stellen auch Maßnahmen zur Prophylaxe und Handhabung der Impfstoffe nach den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen zur Verfügung. 

Zum Beispiel sollen Katzen im Alter von 8 Wochen nach offizieller Empfehlung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft werden. Diese Impfung wird im Alter von 12 Wochen, 16 Wochen und 15 Monaten aufgefrischt. Für freilaufende Katzen wird zudem ab einem Alter von 12 Wochen eine Impfung gegen Tollwut empfohlen.

Kätzchen wird geimpft
 Bei Kätzchen beginnt die Grundimmunisierung im Alter von 8 Wochen.© famveldman – stock.adobe.com

Risikominimierung bei der Katzenimpfung

Jedes Medikament, jede Substanz, jede Impfung, die der Katze gegeben wird, kann zu gesundheitlichen Komplikationen führen. Vor diesem Hintergrund sollten nur solche Impfungen verabreicht werden, die die Katze auch tatsächlich in ihrer aktuellen Lebenssituation benötigt. 

Auch die Wahl und der Injektionsort des Impfstoffes können zur Risikominimierung beitragen. So sollte, falls dies möglich ist, auf Impfstoffe zurückgegriffen werden, die keine verstärkenden Hilfsstoffe enthalten, und als Injektionsort sollte nicht der Rücken oder die Brustwand gewählt werden. Die Wiederholungsimpfungen sollten in größtmöglichen Abständen gegeben werden.

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