Katzenkratzkrankheit: Symptome, Verlauf, Behandlung

Die Katzenkratzkrankheit wird durch ein Bakterium hervorgerufen, das die Katze beim Kratzen auf den Menschen übertragen kann. Lesen Sie hier alles zu Symptomen, Verlauf und Behandlung der Katzenkratzkrankheit. 

Katze beißt in den Arm
Die Katzenkratzkrankheit wird durch Katzenkratzer ausgelöst. © Stock.adobe.com/kseniasol

Die sogenannte Katzenkratzkrankheit wird durch ein Bakterium namens Bartonella henselae hervorgerufen. Bis zu 15 Prozent aller Katzen sind mit diesem Bakterium infiziert, erkranken im Gegensatz zum Menschen aber kaum.

Krankheitsbild Katzenkratzkrankheit

Obwohl das Bakterium unter Katzen durchaus verbreitet ist, infizieren sich nur selten Menschen: Weniger als eine von 10.000 Personen erkrankt an der Katzenkratzkrankheit. Die Krankheit ist in der Regel harmlos und heilt innerhalb weniger Wochen von selbst aus.

In manchen Fällen kann jedoch eine Antibiotikaeinnahme sinnvoll sein. Die Krankheit tritt weltweit auf, im Herbst und Winter ist die Inzidenz besonders hoch. 

Katze leckt an den Pfoten
Über die Katzenkrallen gelangt das Bakterium in den Menschen. © Stock.adobe.com/knickknack

Katzenkratzkrankheit: Symptome

Innerhalb von zwei bis zehn Tagen nach einer Kratzverletzung durch eine infizierte Katze entwickeln sich Symptome der Katzenkratzkrankheit:

  • rötlich-braune Knötchen, die weder jucken noch schmerzen
  • Lymphknotenschwellungen in der Nähe der Kratzwunde, am Hals und in den Achselhöhlen
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit und Übelkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Glieder-, Bauch, Kopf- und Halsschmerzen 

Stärkere Symptome wie Fieber und Schmerzen klingen in der Regel rasch wieder ab. Die Lymphknotenschwellungen können jedoch teils bis zu mehreren Wochen anhalten. Über eine Blutprobe kann das Bakterium schnell nachgewiesen werden. Bei schwereren Verläufen können Schmerzmittel und eine Antibiotikatherapie die Heilung unterstützen.

Graue Katze liegt auf franker Frau
Die Katzenkratzkrankheit wurde erst in den 1950er Jahren benannt. © Stock.adobe.com/S.Kobold

Katzenkratzkrankheit Übertragung

Dass Menschen nach einem Katzenkratzer nur so selten an der Katzenkratzkrankheit erkranken, liegt an den Übertragungswegen.

Als Hauptüberträger zwischen Katzen fungiert der Katzenfloh: Er infiziert sich beim Blutsaugen und gibt den Erreger an sein nächstes vierbeiniges Opfer weiter. Menschen werden von Flöhen nur in Ausnahmefällen gebissen. 

Wird ein Mensch von einer Katze gekratzt, kann der Erreger über die Krallen in die Haut des Menschen gelangen. Ursache ist vermutlich infizierter Flohkot, der sich durch die Fellpflege auch an den Krallen der Katze befinden kann. 

Trotz der Seltenheit der Erkrankung und ihrem meist gutartigen Verlauf sollten Flöhe rigoros bekämpft werden, um das Übertragungsrisiko von Katze zu Katze und auf den Menschen zu senken. Alles Wichtige zum Parasitenschutz für Katzen lesen Sie hier

Weiße Katze erhält Parasitenschutzmittel
Parasitenschutz hilft, die Krankheit zu vermeiden. © Stock.adobe.com/goodluz

Katzenkratzkrankheit: Risikogruppe und Vorbeugung

Insbesondere Personen, deren Immunsystem stark geschwächt ist, z.B. durch Krebsbehandlung, HIV-Infektion, Organtransplantation oder Alter, sollten es vermeiden, sich von einer Katze kratzen zu lassen. Dies gelingt, indem man fremden Katzen keine Zuneigungsbekundungen aufzwängt, und auch die Körpersignale der eigenen Katze ernst nimmt. Ein Katzenkratzer sollte zudem immer gesäubert und desinfiziert werden. Nach dem Katzenstreicheln sollte man sich sicherheitshalber die Hände waschen. 

 

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