Außenhaltung von Kaninchen im Winter

Ein ganzjähriges Außengehege ist der Traum aller Kaninchen, denn hier können sie fast wie in der Natur leben. Doch damit die Langohren auch eisige Wintertage unbeschadet überstehen, sollten Sie diese fünf Punkte beachten.

Kaninchen im Schnee
Ganzjährige Außenhaltung ist ein Traum für Kaninchen. © Stock.adobe.com/Grigorita Ko

Für Kaninchen ist es eigentlich kein Problem, auch den Winter im Freien zu verbringen, solange sie frühzeitig nach draußen umquartiert wurden und sich an die neuen Lebensumstände gewöhnt haben. Folgende fünf Punkte müssen bei der Außenhaltung von Kaninchen im Winter jedoch unbedingt beachtet werden:

1. Langsame Umgewöhnung muss sein

Kaninchen, die draußen leben, bereiten sich instinktiv auf den Winter vor: Sie bilden ein dichteres Fell aus und futtern sich ein kleines Speckpolster an. Die Umquartierung von der Wohnung in ein Außengehege muss deshalb spätestens Anfang Herbst erfolgen. Gewöhnen Sie die zukünftigen Freigänger vorab mit kleinen Portionen an die Grünkost, damit sie sich später nicht überfuttern. Auch ein Check-Up beim Tierarzt ist ratsam.

Kaninchen im Freien
Leben im Freien ist für Kaninchen spannend und artgerecht.© stock.adobe.com/suvorovalex

2. Keine Einzelhaltung im Außengehege

Einzelhaltung ist für ein Kaninchen grundsätzlich tabu, denn sie macht langfristig krank und das Kaninchen kann Verhaltensstörungen entwickeln. Lebt das Kaninchen in einem Außengehege kann Einzelhaltung im Winter sogar das Todesurteil bedeuten. Bei Minusgraden ziehen sich die Kaninchen nämlich in ihre Schutzhütte zurück, kuscheln sich eng aneinander und wärmen sich gegenseitig. Die Außenbesatzung sollte deshalb aus mindestens zwei, besser noch drei oder vier Kaninchen bestehen.

Zwei Kaninchen im Schnee
Gesellschaft ist für Kaninchen sehr wichtig.© stock.adobe.com/serikbaib

3. Fit durch ausreichende Bewegung

Kaninchen sind Bewegungstiere und brauchen viel Platz, um sich wohlzufühlen. Im Winter ist eine ausreichend große Fläche zum Warmlaufen für die Tiere sogar überlebenswichtig. Das Kaninchengehege sollte mindestens 6 Quadratmeter groß sein. Laufstrecken aus Holzstücken, Korkplatten oder Tannenzweigen sorgen für trockene Pfötchen und beugen gefährlichen Schnupfnasen vor.

Kaninchen im Schnee
Bewegung hält das Kaninchen an kalten Tagen warm.© stock.adobe.com/Jimcumming88

4. Gehaltvolle Winterkost für Kaninchen

Während der kalten Jahreszeit darf das Futterangebot Ihrer Kaninchen gerne etwas reichhaltiger ausfallen. Schließlich brauchen die Kaninchen viel Energie, um sich warmzuhalten. Geeignetes Winterfutter ist beispielsweise:

  • Karotten
  • Sellerie
  • Kohlrabi

Paprika, Hagebutten und Petersilie sorgen für den nötigen Energieschub. Auch gegen gesundes Körnerfutter ist nichts einzuwenden, aber nur in sehr geringen Mengen.

Kaninchen bei der Fütterung
Kaninchen im Außengehege brauchen im Winter mehr Futter.© stock.adobe.com/lapandr

5. Wetterfeste Schutzhütte zum Aufwärmen

Als Rückzugsort brauchen die Kaninchen eine wintertaugliche Schutzhütte. Sie sollte nicht zu groß sein, da sie nur durch die Körperwärme der Tiere beheizt wird. Die Außenwände der Hütte sollten aus mindestens 2 cm starkem Holz bestehen oder doppelwändig gebaut und mit Styropor verkleidet sein. Öffnungen im oberen Wandbereich sorgen für eine ausreichende Frischluftzufuhr, ohne Zugluft zu verursachen. Als "Matratze" empfiehlt sich eine saugfähige Kleintierstreu und darüber eine Lage Stroh. So wird der Urin zügig nach unten abgeleitet und der Schlafplatz bleibt trocken.

Kaninchen in Schutzhütte
Kaninchen brauchen einen trockenen, wärmenden Unterschlupf.© adobe.stock.com/Vera Kuttelvaserova
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