Krankenversicherung für Pferde

Bei Krankheit, Unfall oder gar Operation des Pferdes kommen auf den Halter oft teure Behandlungskosten zu. Wie Sie vom Abschluss einer Pferdekrankenversicherung oder OP-Versicherung profitieren und worauf Sie dabei achten müssen, lesen Sie hier. 

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Bei Verletzung, Krankheit und OP kann eine Versicherung die Kosten übernehmen. © Stock.adobe.com/Rakursstudio

Die richtige Versorgung im Krankheitsfall ist bei Tieren ebenso wichtig wie bei uns Menschen. Während die Krankenversicherung in Deutschland gesetzlich geregelt ist, ist die Krankenversicherung bei Pferden eine freiwillige Angelegenheit. Warum sich der Abschluss einer solchen Pferdekrankenversicherung und/oder OP-Versicherung* lohnt und was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie hier.

Inhaltsübersicht: 

Was ist eine Krankenversicherung für Pferde?

Wenn wir Menschen krank werden und zum Arzt gehen, übernimmt die Krankenkasse einen Großteil der Kosten. Doch auch Pferde können krank werden, sich verletzen oder sogar eine Operation benötigen. Die Kosten für den Besuch des Tierarztes oder Aufenthalte in der Tierklinik können schnell drei- oder sogar vierstellige Beträge erreichen. Diese müssen Sie aus eigener Tasche zahlen. 

Mit einer Krankenversicherung für Pferde schützen Sie sich gegen solche hohen Ausgaben, die einen meist völlig unvorbereitet treffen: Diese übernehmen die Kosten für die Behandlung und Medikamente. Es gibt jedoch große Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherungen – daher sollten Sie auf jeden Fall die verschiedenen Leistungen miteinander vergleichen.

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Untersuchungen beim Pferd können schnell teuer werden. © Stock.adobe.com/Terri Cage

Was deckt eine Krankenversicherung für Pferde ab?

Die genauen Leistungen einer Pferdekrankenversicherung unterscheiden sich von Versicherung zu Versicherung. Nicht bei allen Anbietern sind die abgedeckten Fälle identisch; doch im Großen und Ganzen sind die wichtigsten Leistungen in den allermeisten Angeboten enthalten. Dazu gehören im Wesentlichen:

  • Medizinisch notwendige Behandlungen ambulant und stationär inklusive Vor- und Nachbehandlung
  • Kosten für Arzneimittel und Verbandsmaterial
  • Operationskosten sowie die Kosten für eine Teil- oder Vollnarkose
  • Kosten für die Vorsorge, beispielsweise Impfungen (zumindest anteilig)
  • Kosten für Bildverfahren
  • Freie Tierarztwahl

Mit der richtigen Krankenversicherung für Pferde müssen Sie sich daher bei einem Unfall oder einer Krankheit keine weiteren Gedanken über den finanziellen Aspekt machen, was Ihnen eine große Sicherheit geben kann. Denn besonders bei schwierigen Verletzungen, aufwendigen Operationen oder langwierigen Krankheiten können die Kosten schnell hohe Beträge erreichen.

Achten Sie unbedingt darauf, dass der OP-Schutz in der Krankenversicherung bereits integriert ist.

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Auch auf der Weide kann es zu Unfällen und Verletzungen kommen. © Stock.adobe.com/Petra Eckerl

Reicht beim Pferd auch eine OP-Versicherung? 

Wem die monatlichen Beiträge einer Pferdekrankenversicherung zu hoch sind, der sollte sich doch über den Abschluss einer reinen OP-Versicherung* informieren. Die Gebühren sind hier niedriger, da Untersuchungen und Behandlungen, bei denen keine Operation erforderlich ist, von der Versicherung nicht übernommen werden. 

Die häufigsten Operationen beim Pferd sind: 

  • Kolik
  • Arthroskopie
  • Griffelbein-Operation
  • Kopf- und Halschirurgie z.B. bei Kehlkopfpfeifen, Kopper-Operation
  • Knochenbruch
  • Fesselringband
  • Sehnenoperation
  • Nervenschnitt

Operationskosten beim Pferd können schnell sehr teuer werden, erfordern längere Klinikaufenthalte und eine aufwändige Vor- und Nachsorge. Um sich im Notfall nicht auch noch sorgen um die sehr hohen Kosten zu machen, ist der Abschluss einer OP-Versicherung* sinnvoll. 

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Beispiel: Pferde-OP-Versicherung bei "die Bayerische"

Die Versicherungsgruppe „die Bayerische“ bietet eine umfassende OP-Versicherung für Pferde. Sie profitieren von folgenden Leistungen: 

  • weltweiter Schutz
  • keine Wartezeit bei Unfällen
  • keine Altersbeschränkungen und Altersstaffel

Das Basis-Schutzpaket* ist ab 14,33 Euro pro Monat erhältlich. Außerdem können Sie bei „die Bayerische“ ab 14,02 Euro pro Monat eine extra Kolik-Versicherung* abschließen. Eine Kolik ist bei Pferden die häufigste Ursache für eine OP.

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Wie viel der Tierarztkosten wird wirklich erstattet? 

Viele Versicherungen erstatten bei Pferdekrankenversicherungen die Kosten bis zum 2-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Allerdings verlangen manche Veterinäre für komplizierte Eingriffe einen höheren Satz. Erfragen Sie am besten schon im Vorfeld, mit welchem Satz der Tierarzt die Behandlung abrechnet – dann wissen Sie auch, welche Kosten auf Sie zukommen.

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Auch Verbandsmaterial wird bei der Pferdekrankenversicherung oft übernommen. © Stock.adobe.com/chelle129

Wie viel kostet eine Krankenversicherung für Pferde?

Die Kosten für eine Pferde-Krankenversicherung unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Die Gebühren reichen von einigen wenigen Euro bis hin zu mehreren hundert Euro Beitrag pro Monat.

Jedoch sollten Sie nicht nur die Kosten im Blick haben, sondern auch die Leistungen vergleichen: Sind die jährlichen Erstattungen gedeckelt? Werden bestimmte Leistungen von der Erstattung ausgeschlossen?

Ein weiterer wichtiger Faktor, den Sie berücksichtigen sollten, ist die Selbstbeteiligung. Die monatlichen Beiträge einer Versicherung werden günstiger, wenn Sie Tarife mit Selbstbeteiligung wählen. Dabei wird ein fester Betrag mit Ihnen vereinbart, beispielsweise 250 oder 500 Euro, die Sie im Schadensfall selbst bezahlen. Alles, was darüber hinausgeht, wird dann von der Versicherung übernommen.

Auch wenn die Beiträge dadurch spürbar sinken, sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie eine Selbstbeteiligung einbauen möchten. Denn so bekommen Sie im Fall des Falles erst ab einer höheren Schadensumme einen finanziellen Ausgleich durch Ihre Versicherung.

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Für jedes Pferd der passende Schutz

Egal, ob es sich bei Ihrem Pferd um ein Turnierpferd mit regelmäßigen Wettkämpfen oder um einen reinen Freizeitpartner handelt: Der passende Schutz wie eine Pferdekrankenversicherung oder eine OP-Versicherung* ist eine wichtige Angelegenheit. Schließlich möchten Sie, dass Ihr Pferd im Notfall auf bestmögliche Weise versorgt ist und die richtige Behandlung erhält. 

Mit der Tierkrankenversicherung für Pferde soll das keine Frage des Budgets mehr sein. Denn selbst bei der besten und fürsorglichsten Pflege kann es vorkommen, dass Ihr Pferd erkrankt oder einen Unfall erleidet. In diesen Fällen ist schnelles Handeln gefragt. Mit der richtigen Versicherung für Ihr Pferd können Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren.

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Eine Krankenversicherung schützt im Notfall vor finanziellen Sorgen. © Stock.adobe.com/Flamingo Images

Fazit – Pferdekrankenversicherung 

Pferde können unerwartet krank werden oder einen Unfall erleiden. Die Kosten für die Behandlungen können schnell hohe Beträge erreichen. Sie können sich gegen dieses finanzielle Risiko absichern, indem Sie eine Pferdekrankenversicherung abschließen. Die genauen Leistungen unterscheiden sich dabei jeweils voneinander, doch im Wesentlichen gehören die Behandlungs- und Operationskosten sowie die Kosten für bestimmte Vorsorgemaßnahmen dazu. Achten Sie jedoch auf die Details, da für manche Erstattungen Höchstbeträge gelten oder bestimmte Krankheiten ausgeschlossen sind. Die Beiträge können bis zu 200 Euro oder mehr im Monat betragen – vergleichen lohnt sich also!

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