Krankheiten beim Pferd vorbeugen

Jedes Pferd kann erkranken. Doch viele Erkrankungen lassen sich schon im Vorfeld vermeiden. Vorbeugen ist immer besser als heilen. Hier sind Aufmerksamkeit und Engagement des Besitzers gefragt. Erfahren Sie hier, wie Sie Krankheiten bei Ihrem Pferd vorbeugen können.

Die richtige Haltung legt den Grundstein für ein gesundes Pferdeleben.© Grigorita Ko-stock.adobe.com

Vor der Anschaffung eines Pferds sollte man sich genau überlegen, ob man finanziell für die idealen Haltungs- und Trainingsbedingungen sorgen kann. Das ist wichtig, denn die artgerechte Haltung ist ein großer Aspekt bei der Gesundheitsvorsorge eines Pferds. Außerdem kann die Behandlung eines Pferdes sehr teuer werden. Auch daran muss man denken, bevor man sich ein Pferd kauft. Ist man finanziell für Notfälle nicht ausgerüstet, sollte man sich kein Pferd anschaffen.

Krankheiten bei Pferden vorbeugen durch die richtige Haltung

Für die Gesundheit Ihres Pferdes können Sie selbst den Grundstein legen, und zwar durch eine artgerechte Haltung. Damit ist gemeint:

  • Zugang zur frischen Luft, Auslauf auf einer Weide
  • viel Bewegung und Beschäftigung
  • eine große Box
  • Gesellschaft anderer Pferde
  • artgerechte und gesunde Ernährung
  • Stress vermeiden

Seelischer Stress kann krank machen – sowohl Menschen als auch Pferde. Werden Pferde falsch gehalten, können sie Verhaltensstörungen wie Koppen oder Weben entwickeln. Verursacht werden die Verhaltensstörungen häufig durch einen Triebstau, der durch unnatürliche Haltungs- und Lebensbedingungen ausgelöst wird. Das belastet das Pferd nicht nur seelisch, daraus können auch physische Krankheiten entstehen. 

Diese Folgen kann eine falsche Haltung unter anderem für die Gesundheit eines Pferds haben:

  • Verhaltensstörungen
  • In engen Boxen stehen sich Pferde die Beine buchstäblich kaputt.
  • Stallmief beeinträchtigt die Atmungsorgane der Pferde.
  • In Mist, Matsch und Schlamm entstehen Strahlfäule und Mauke.
Bewegung, Artgenossen, artgerechtes Futter, Pflege und eine große Box: Das brauchen Pferde zum Gesund- und Glücklichbleiben.© Sibylle-stock.adobe.com

Gesundheitscheck beim Pferd

Die tägliche Kontrolle des Gesundheitszustandes ist eine Pflegemaßnahme, die selbstverständlich sein sollte. Denn je früher eine Erkrankung entdeckt wird, desto besser kann sie schon im Frühstadium behandelt und hoffentlich geheilt werden. Überprüfen Sie Ihr Pferd daher täglich auf:

  • Schwellungen
  • Verletzungen
  • Lahmheiten
  • Juckreiz
  • tränende Augen

Ebenso wird das Umfeld des Pferdes täglich kritisch in Augenschein genommen: Wenn sich beispielsweise Bretter lösen, können herausstehende Nägel und Schrauben zu Verletzungsquellen werden, was auch für herumliegende Werkzeuge und Stallgeräte gilt. Ordnung und Sauberkeit dienen nicht nur dem Auge des Betrachters, sondern auch der Gesunderhaltung des Pferdes.

Ein täglicher Gesundheitscheck bei Pferden ist wichtig.© Brastock.stock.adobe.com

Schulmedizin vs. Alternative Therapie

Heilpraktiker erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass die klassische Tiermedizin – ebenso wie die Medizin beim Menschen – meist weitere Fortschritte verzeichnen kann und über immer bessere Diagnosemöglichkeiten verfügt, die dem Tierheilpraktiker oft nicht zur Verfügung stehen. Bei der Entscheidung sollte das Wohl des Pferdes stets im Vordergrund stehen. Vor allem in akuten Notfällen gibt es oft keine Alternative zum Tierarzt.

Es ist jedoch möglich, beide Therapieformen zu verbinden und jeweils ihre Vorteile zu nutzen. Soll das Pferd alternativ behandelt werden, wäre es wünschenswert, dass Tierarzt und Heilpraktiker Hand in Hand arbeiten – auch wenn das oft leider noch nicht realisierbar ist.

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