Hundeerziehung: Die größten Fehler

Eine gute Hundeerziehung ist das A und O. Wenn Ihr Hund jedoch nicht auf Sie hören möchte, bedeutet das nicht immer gleich, dass er unerzogen ist. Oft versteht er gar nicht, was Sie von ihm wollen. Doch keine Sorge, Ihr Hund ist nicht dumm. Das Problem liegt meist beim Menschen.
 
Hundeerziehung: Die größten Fehler © manushot - stock.adobe.com
Fehler in der Hundeerziehung können fatale Folgen haben

Sie rufen sich die Seele aus dem Leib, doch Ihr Hund spielt munter weiter? Sie sagen „Sitz“ und er legt sich hin? Dann haben Sie wohl einen oder mehrere Fehler in der Hundeerziehung gemacht. Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Fehler zu erkennen. Denn nur so können Sie diese zukünftig auch vermeiden.

Ein Kommando muss reichen!

Ihr Hund ist nicht schwerhörig. Wenn er das das Kommando kennt, genügt ein einziger Ruf. Jedes weitere Wort ist überflüssig und untergräbt Ihre Autorität. Wenn Sie immer wieder „Hier!“ brüllen, kommt er garantiert nicht. Sie sagen ihm ja laufend, wo Sie sind und dass Sie auf ihn warten (oder ihm sogar folgen?). Bleiben Sie konsequent und vor allem bestimmt! Das wird auch der Hund merken.

Ihre Körpersprache gibt den Ton an

Die Körpersprache des Menschen ist in der Hundeerziehung extrem wichtig. Der Hund deutet schließlich Ihr Mienenspiel sowie die Betonung Ihrer Worte. Stimmen Haltung und Gesten nicht überein, haben Sie verloren. Wer zitternd vor Wut das Kommando „Komm her“ säuselt, kann lange auf seinen Hund warten.

Nachlässigkeit ist in Sachen Hundeerziehung tabu

Konsequenz ist das oberste Gebot bei der Hundeerziehung! Einmal aufgestellte Regeln müssen eingehalten werden. Sobald Sie nachlässig werden, geben Sie Ihrem Hund den Freifahrtschein. Was er gelernt hat, kann er genausogut auch wieder vergessen.

Lob braucht ein gutes Timing

Die Hundeerziehung erfolgt hauptsächlich über das Belohnen. Ein guter Hund möchte für das Anerkennung bekommen, was er getan hat. Diese sollte aber direkt auf das richtige Verhalten des Vierbeiners folgen. Dauert es zu lang, bis Sie ein Leckerli aus Ihrer Tasche gezogen haben, kann die Belohnung negative Folgen haben. Vor lauter Hektik schieben Sie dem Vierbeiner das Leckerli in dem Moment in den Rachen, in dem er winselnd darum bettelt. Er verknüpft ein negatives Verhalten mit einer für ihn positiven Belohnung – und wird es vermutlich immer wieder so versuchen. Und auch wenn Sie grundsätzlich jede brave Handlung mit einem Leckerli belohnen, kann es dazu kommen, dass der Hund nur noch „gegen Bezahlung“ folgt.

Sozialisierung des Hundes

Eine mangelnde Sozialisierung im jungen Alter der Hunde kann zu späteren Konflikten mit ihren Artgenossen führen. Für eine positive Entwicklung ist es besonders wichtig, dass sie bereits als Welpen mit anderen Hunden Kontakt haben – z.B. in einer Hundeschule. Dort können sie lernen, sich zu behaupten bzw. unterzuordnen, was für die Lernphase extrem wichtig ist. Und auch der ausgiebige Kontakt zwischen Hund und Mensch ist sehr wichtig. Sind die Tiere viel allein und werden zu wenig körperlich sowie geistig gefördert, kann das negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Hundes haben.

Nicht an das Allein-Sein gewöhnt

Früher oder später kommen Sie an den Punkt, dass Sie Ihren Hund wohl oder übel alleine lassen müssen. Hat er jedoch im Welpenalter nicht gelernt, alleine zu bleiben, wird er auch als erwachsener Hund jaulen, sobald Herrchen oder Frauchen nicht da sind. Gewöhnen Sie Ihr Hunde-Kind rechtzeitig daran und beginnen Sie mit 10-Minuten-Takten, die Sie langsam verlängern. Übrigens: Das sollten Sie wissen, wenn Sie Ihren Hund alleine lassen wollen.

Alles in allem kann man sagen, dass jede gute Hundeerziehung klare Regeln und konsequentes Handeln braucht. Die meisten Fehler unterlaufen Ihnen wahrscheinlich unbewusst. Solange Sie sich aber an diese Disziplin halten, sollte es Ihnen schnell gelingen, einen guterzogenen Vierbeiner an Ihrer Seite zu haben.

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