Was kostet ein Hund?

Hunde sind teure Haustiere. Mit welchen Ausgaben Sie bei der Anschaffung und während eines gesamten Hundelebens rechnen müssen, erfahren Sie hier.

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Hunde sind teure Haustiere.© stock.adobe.com/Eva

Rasse, Größe und, ob der Hund vom Züchter oder aus dem Tierheim zu Ihnen kommt, entscheidet darüber, wie viel Sie für Ihr neues Familienmitglied ausgeben müssen. Schon bevor der Hund einzieht, sollten Sie wissen, welche Kosten einmalig und welche laufend auf Sie zukommen werden.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Ausgaben, die unregelmäßig auf Hundehalter zukommen. Diese sollten Sie dringend mit einberechnen, um jederzeit für Ihren Hund sorgen zu können.

Kosten im ersten Jahr

Ob Welpe oder erwachsener Hund – wer sich den ersten Hund anschafft, wird vor allem im ersten Jahr mit einigen Ausgaben konfrontiert. An welche Kosten Sie dabei denken müssen, sehen Sie hier. 

 Anschaffung 200 bis 1000 €
 Erstausstattung 200 bis 300 €
 Hundefutter 120 bis 1080 €
 Tierarzt 150 bis 250 €
 Steuer 80 €
 Haftpflichtversicherung 80 €
 Chip 50 €
 Zusatzkosten 200 €
 Gesamt 1080 bis 3040 €
Wichtig: Hierbei handelt es sich lediglich um grobe Richtwerte zur Orientierung. Unsere Angaben haben keinen Anspruch auf Genauigkeit oder Vollständigkeit.

 

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Im ersten Jahr kommen eine Menge Kosten auf den Halter zu.© stock.adobe.com/proxima13

Einmalige Kosten

Zieht ein Hund ein, werden einige Kosten für die Erstausstattung fällig. Dafür müssen Sie in der Regel nur einmal aufkommen. Mit welchen Summen Sie in etwa rechnen sollten, lesen Sie hier.

Anschaffung des Hundes

Je nachdem ob Sie sich für einen Rassehund vom Züchter oder einen Hund aus dem Tierheim entscheiden, weichen die Kosten stark voneinander ab.

Seriöse Züchter verlangen für einen Rassehund etwa 500 bis 2000 Euro. Die Welpen sind nach den gesetzlichen Vorschriften geimpft, gechipt und entwurmt.

Tierheime erheben in der Regel eine Schutzgebühr zwischen 150 bis 350 Euro. Sie decken einen Teil der Pflegekosten und dienen auch dem Schutz der Tiere – nur ernsthafte Interessenten sollen den Hund bekommen. Vor Abgabe erhalten die Tiere mindestens eine tierärztliche Untersuchung, werden meist entwurmt, entfloht, kastriert, gechipt und geimpft.

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Für Tierheimhunde wird eine Schutzgebühr fällig. © stock.adobe.com/hedgehog94

Ausstattung für den Hund

Hundenäpfe gibt es in jeder Preiskategorie. Sie benötigen mindestens zwei – einen für tägliches Futter und einen für frisches Wasser. Je nach Form, Farbe und Material können die Preise zwischen 2 und 40 Euro pro Napf liegen.

Jeder Hund braucht ein Halsband oder Geschirr. Es gibt sie in zahllosen Farbvariationen und Designs. Auch das Material wirkt sich auf den Preis aus. Günstige Halsbänder gibt es schon ab 5 Euro, können aber bei entsprechender Qualität auch locker 70 Euro kosten. Beachten Sie, dass Welpen wachsen: Geschirr oder Halsband muss später noch einmal nachgekauft werden.

Die Leine ist das Verbindungsstück zu Ihrem Hund. Es gibt sie in allen Formen und Varianten. Beginnend bei ca. 5 Euro bis zu 80 Euro können Sie eine passende wählen. Für die Hundeerziehung empfiehlt sich zusätzlich eine Schleppleine anzuschaffen. Sie befindet in derselben Preiskategorie.

Ob Körbchen, Matte oder Kissen – Ihr Hund braucht einen weichen Platz zum Schlafen. Passen Sie den Schlafplatz an die Größe des Hundes an. Einfache Hundedecken gibt es schon ab 10 Euro, besondere Modelle übersteigen sogar die 200-Euro-Marke.

Weitere einmalige Kosten:  

  • Spielzeug
  • Pflegeprodukte, wie eine Bürste
  • Transportbox

Insgesamt müssen Sie bei den einmaligen Kosten für einen Hund mit ca. 300 bis 2600 Euro rechnen. Überlegen Sie sich vor der Anschaffung, ob Sie diese Summe tragen können.

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Die Erstausstattung des Hundes kostet viel Geld.© stock.adobe.com/hedgehog94

Laufende Kosten

Nicht nur bei der Anschaffung kostet ein Hund Geld: Sie müssen jederzeit gewährleisten, dass Sie für Ihren Hund finanziell aufkommen können. Welche Kosten immer wieder auf Sie als Hundehalter zukommen, erfahren Sie hier.

Hundefutter

Je nach Größe des Hundes brauchen Sie unterschiedlich viel Futter. Auch die Qualität des Hundefutters wirkt sich auf den Preis aus. Je nach Fütterungsmethode fallen monatlich etwa zwischen 10 bis 90 Euro (bei kleinen Hunden) an.

Wer rein auf Frischfleisch und Gemüse setzt, kann leicht mit dem Zehnfachen an Kosten rechnen.

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Je größer der Hund, umso mehr Futter brauchen Sie. © stock.adobe.com/Jiri Hera

Tierarzt

Ihren Hund sollten Sie regelmäßig impfen und entwurmen lassen. Planen Sie hierfür ca. 150 bis 200 Euro jährlich ein. Legen Sie sich außerdem ein finanzielles Polster für unvorhersehbare Unfälle oder Erkrankungen Ihres Hundes an.

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Auch den Tierarzt-Besuch müssen Sie bezahlen.© stock.adobe.com/Ermolaev Alexandr

Hundesteuer

Vielerorts wird eine Hundesteuer fällig. Je nach Gemeinde schwankt der jährliche Betrag zwischen 5 bis 150 Euro. Achten Sie hier auf die Sonderregelungen für Zweithunde, Listenhunde oder Assistenz- und Arbeitshunde.

Versicherungen

Eine Haftpflichtversicherung für den Hund ist in jedem Fall sinnvoll. Hier müssen Sie mit Kosten in Höhe von etwa 50 bis 100 Euro im Jahr rechnen.

Eine Rundumversicherung bietet Ihnen neben Haftpflicht auch eine Tierkrankenversicherung. Sie hat jedoch ihren Preis, ist aber in vielerlei Hinsicht hilfreich. Je nach Paket ist mit rund 100 Euro im Monat zu rechnen.

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Zerstört der Hund fremdes Eigentum, kann es teuer werden.© stock.adobe.com/Photoboyko

Unregelmäßige Kosten

Eine Hundeschule zu besuchen, ist immer ratsam, kostet aber ebenfalls Geld. Außerdem kann es sein, dass Körbchen oder Halsband kaputt gehen, oder der Hund einfach herauswächst. Hier eine Auflistung, wo weitere Kosten für Sie entstehen können:

  • Hundeschule: Welpen und Junghundekurse, Begleithundetraining, Hundesport
  • Zusätzliche Tierarztkosten: Operationen oder Therapien bei chronischen Krankheiten
  • Ersatz für die Erstausstattung
  • Verursachte Schäden: Einrichtung, Kleidung oder Unfall
  • Autozubehör: Ein sicherer Transport im Auto ist wichtig
  • Kleidung für den Hund

Wichtig ist, dass Sie vor der Anschaffung genau im Blick haben, welche Kosten nicht nur einmalig, sondern auch dauerhaft auf Sie zukommen. Wer einen Hund hält, ist auch immer wieder mit unvorhersehbaren und unregelmäßigen Ausgaben konfrontiert. Überlegen Sie sich also genau, ob Sie diese Summen aufbringen können. Denn nur wenn Sie das gewährleisten können, können Sie Ihren Hund auch rundum versorgen.

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