Diese Pflanzen sind für Hunde giftig

Sowohl Zimmer- und Garten- als auch Wildpflanzen können für Hunde giftig sein. Erfahren Sie hier, welche Pflanzen das sind, wie Sie eine Vergiftung erkennen und was Sie tun müssen, wenn Ihr Hund eine giftige Pflanze gefressen hat.

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Viele Pflanzen sind für Hunde giftig und gefährlich. © otsphoto-stock.adobe.com

Vergiftungen von Hunden können viele Ursachen haben. Eine von ihnen ist der Giftköder, gegen den man als Hundebesitzer kaum etwas zur Vorbeugung machen kann. Doch die Gefahren für Vergiftungen bei Hunden liegen meistens in den eigenen vier Wänden: Wenn der Hund versehentlich menschliche Medikamente oder bestimmte Lebensmittel wie zum Beispiel Schokolade verzehrt, kann das für das Tier tödliche Folgen haben. Auch Pflanzen sind häufig Ursache von Vergiftungen bei Hunden. Doch egal, ob sie im Haus, im Garten oder in der Natur wachsen: Hier kann der Hundebesitzer eine Vergiftung vorbeugen, indem er sich genau informiert, Giftpflanzen aus seinem Haushalt entfernt und beim Spaziergang achtsam ist.

Symptome für eine Vergiftung bei Hunden

Damit dem Hund im Falle einer Vergiftung geholfen werden kann, ist es wichtig, die Symptome schnell zu erkennen. Sie treten, je nach Menge und Art des Gifts, innerhalb weniger Stunden - selten innerhalb einiger Tage - ein. Symptome für Vergiftungen bei Hunden können laut Bundestierärztekammer sein:

  • starkes Speicheln
  • Zittern
  • Apathie oder starke Aufregung
  • Schwäche
  • Kreislaufprobleme (Kollaps mit Bewusstlosigkeit)
  • Erbrechen
  • Würgen
  • Durchfall
  • Bauchkrämpfe
  • Blut im Erbrochenen, Kot oder Urin (bei Rattengift)
  • Atembeschwerden bis hin zur Atemnot
  • Veränderung der Pupillen und der Mundschleimhaut
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Erbrechen beim Hund kann ein Symptom für Vergiftungen sein. © mumemories-stock.adobe.com

Giftige Zimmerpflanzen für Hunde

Auf für Hunde giftige Zimmerpflanzen sollten Hundehalter dringend verzichten. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Pflanzen:

  • Agaven-Pflanzen
  • Alpenveilchen
  • Amaryllis-Gewächse
  • Azalee
  • Birkenfeige, Würgefeige und alle anderen Ficusarten
  • Bogenhanf
  • Christusstern, Christusdorn
  • Chrysantheme
  • Clivie
  • Datura
  • Dieffenbachie
  • Drachenbaum
  • Efeutute
  • Einblatt
  • Elefantenbaum
  • Flamingoblume
  • Fensterblatt
  • Geranie
  • Gummibaum
  • Herzblatt
  • Lilien (alle Arten)
  • Oleander
  • Orchideen (alle Arten)
  • Passionsblume
  • Philodendron
  • Primel
  • Weihnachtsstern
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Viele beliebte Zimmerpflanzen sind für Hunde giftig. © Stock.adobe.com/New Africa

Giftige Gartenpflanzen für Hunde

Auch viele Gartenpflanzen sind giftig für Hunde:

  • (Blauer) Eisenhut
  • Buchsbaum
  • Buschwindröschen
  • Dipladenia (Mandevilla)
  • Efeu
  • Eibe
  • Engelstrompete
  • Fingerhut
  • Geißblatt
  • Goldregen
  • Herbstzeitlose
  • Hortensie
  • Kirschlorbeer
  • Krokus
  • Lupinen
  • Maiglöckchen
  • Oleander
  • Rittersporn
  • Rhododendron
  • Schierling
  • Thuja
  • Tollkirsche
  • Tulpen
  • Wacholder
  • Wunderstrauch/Kroton
  • Wüstenrose
  • Zeder
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Schon geringe Mengen des blauen Eisenhuts können bei Hunden zum Tod führen. © LianeM-stock.adobe.com

Giftige Wildpflanzen für Hunde

Auch in der Natur wachsen viele für Hunde giftige Pflanzen. Beim Spaziergang sollte u.a. auf folgende Pflanzen geachtet werden:

  • Aronstab
  • Bilsenkraut
  • Bittersüßer
  • Buchweizen
  • Nachtschatten
  • Eibe
  • Gefleckter Schierling
  • Glockenbilsenkraut
  • Goldregen
  • Herbstzeitlose
  • Holunder
  • Hundspetersilie
  • Hyazinthen
  • Jakobs-Kreuzkraut
  • Maiglöckchen
  • Mohn
  • Osterglocken
  • Pilze (verschiedene)
  • Pfaffenhütchen
  • Rainfarn
  • Riesenbärenklau/ Herkulesstaude
  • Schlafmohn
  • Schneeball
  • Schneeglöckchen
  • Seidelbast
  • Stechapfel
  • Tollkirsche
  • Weißer Germer
  • Wiesenbärenklau
  • Zaunrübe
Achtung: Diese Liste umfasst viele, aber nicht alle für Hunde giftige Pflanzen. Wenn Sie sich eine Pflanze zulegen, bei der Sie nicht sicher sind, ob Sie für Ihren Hund giftig ist, informieren Sie sich zuvor gründlich!
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Die Herkulesstade ist extrem giftig für Hunde.© lichtbildmaster-stock.adobe.com

Vergiftung beim Hund: Das ist zu tun!

Wenn Ihr Hund Symptome einer Vergiftung zeigt oder Sie sehen konnten, wie er eine giftige Pflanze gefressen hat, sollten Sie nicht zögern und so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen. Denn je schneller der Hund behandelt wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass er wieder gesund wird. Wenn Sie wissen, welche Pflanze der Hund gefressen hat, nehmen Sie diese zum Tierarzt mit.

Erste Hilfe bei Vergiftungen durch Pflanzen:

  • Ruhe vermitteln
  • Bewusstlose Hunde flach auf die Seite legen und den Kopf so drehen, dass Erbrochenes und Speichel aus dem Maul laufen können.
  • Kohletablette verabreichen

Die Kohletablette bindet das Gift im Darm des Hundes, damit es nicht in den Kreislauf gelangen kann. Eine Kohletablette sollten Sie immer parat haben und mit Ihrem Tierarzt abklären, wie viel Sie Ihrem Hund im Notfall verabreichen sollten.

Achtung! Das sollten Sie bei einer Vergiftung nicht tun:

  • versuchen, den Hund zum Erbrechen zu bringen
  • Milch oder Öl einflößen, denn die Aufnahme mancher Giftstoffe wird dadurch beschleunigt!
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