Natürliche Mittel zur Zeckenabwehr

Gängige Präparate zum Schutz vor Zecken sind chemisch und für sensible Hunde häufig schlecht verträglich. Lesen Sie hier, welche natürlichen Mittel eine echte Alternative sein können.

Zeckenabwehr ist beim Hund wichtig, da er sich viel in der Natur bewegt. © Stock.adobe.com/Karoline Thalhofer

Vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein ist Zeckensaison. Da die Parasiten gefährliche Krankheitserreger auf Hunde übertragen können, ist es wichtig, den Hund vor Zeckenstichen zu schützen. Neben chemischen Abwehrpräparaten existiert eine Vielzahl an natürlichen Alternativen.

Bio-Kokosöl zur Zeckenabwehr

Natives Kokosöl enthält einen hohen Anteil an Laurin- und Caprinsäure. Diese beiden Säuren werden als entscheidende Wirkstoffe zur Zeckenabwehr beschrieben und sollen eine abschreckende bzw. schädigende Wirkung haben.

Kokosöl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Insbesondere das Auftragen auf das Hundefell soll abschreckend auf Zecken wirken. Dazu verteilt man einfach das Öl in den Handflächen und arbeitet es großflächig in das Fell ein.

Wirkdauer: bis zu sechs Stunden

Kokosöl kann innerlich und äußerlich angewendet werden. © Stock.adobe.com/PhotoSG

Knoblauch zur Zeckenabwehr

Knoblauch wird eine abschreckende Wirkung gegen Ungeziefer nachgesagt und soll somit auch gegen Zecken wirken. Viele Hundebesitzer scheuen sich vor der Gabe von Knoblauch, da dieser als giftig für Hunde gilt. Die Menge, die man zur Abwehr von Parasiten benötigen soll, liegt aber tatsächlich weit unter dem als toxisch geltenden Grenzwert.

Wichtig:  Unbedingt auf ein fertiges Präparat wie Pulver oder Tabletten speziell für Hunde zurückgreifen, da es einfach und sicherer in der Anwendung ist.

Schwarzkümmelöl zur Zeckenabwehr

Der Abwehreffekt des Schwarzkümmelöls soll von einem jungen Regensburger entdeckt worden sein, der nach einem Zeckenschutz für seinen Hund forschte. Mit seinem Beweis, dass Schwarzkümmelöl wirkt, gewann er sogar einen Preis bei „Jugend forscht“.

Das Öl wird als Nahrungsergänzung tropfenweise ins Futter gemischt und soll auf diese Weise eine abwehrende Wirkung von innen heraus erzeugen. Auch das Auftragen des Schwarzkümmelöls auf die Ohrzapfen oder zwischen die Schulterblätter ist eine gängige Variante bei Hundehaltern.

Bernsteinketten und Halsbänder aus EM-Keramik

Bernstein werden zwei Eigenschaften nachgesagt: Zum einen ist häufig von einer statischen Aufladung des Fells die Rede, die Zecken abschrecken soll. Zum anderen soll der ungeschliffene Bernstein Harze absondern, die sich nach und nach im Fell verteilen und so für einen abstoßenden Effekt sorgen.

Die Bernsteinkette sollte für eine optimale Wirkung 24 Stunden am Tag am Hund bleiben und nur beim Toben oder Hundesport abgenommen werden. Außerdem wird eine vollständige Wirkung erst nach circa dreiwöchigem Tragen erreicht. Sollte der Hund eine Komplettwäsche benötigen, kann es wiederum bis zu drei Wochen dauern, bis die Wirkkraft wieder vollständig hergestellt ist.

Neben Bernstein hat sich in den letzten Jahren auch die sogenannte EM-Keramik weit verbreitet. Dabei handelt es sich um spezielle, kleine Keramikröhrchen, auch Pipes genannt, die auf einem Schmuckband angebracht oder in ein Halsband integriert sind und zeckenabwehrende Mikroorganismen enthalten sollen.

Auch hier gehen die Meinungen unter Hundehaltern über die Wirksamkeit stark auseinander.

Bernstein soll Zecken fernhalten.   © Shutterstock.com/Paulius Gailiunas

Natürliche Spot-ons und Sprays

Im Handel gibt es mittlerweile eine Auswahl an Kombinationspräparaten auf natürlicher Basis. Hier sollte man als Hundehalter nicht nur auf das Wort „natürlich“ vertrauen, sondern selbst einen Blick auf die enthaltenen Wirkstoffe werfen. Gerade bei hochdosierten Auszügen kann es auch zu allergischen Reaktionen und Unverträglichkeiten kommen. Außerdem sollte man sich auf jeden Fall an die angegebenen Anwendungshinweise halten.

Gute Ergebnisse bei Kombination mehrerer Methoden

Viele Hundehalter berichten, dass die wirksamste natürliche Zeckenabwehr erreicht wird, wenn sie unterschiedliche Methoden kombinieren. Zecken stellen für den Hund sind ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar, weshalb ein wirksamer Zeckenschutz und das sofortige Entfernen von Zecken unbedingt nötig ist.

Der wirksamste Schutz gegen Zecken ist, den Hund nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich abzusuchen und Zecken sofort zu entfernen. Wer auf chemische Präparate zur Zeckenabwehr verzichten will, kann auch alternative Methoden in Betracht ziehen und schauen, was für den eigenen Hund am besten wirkt.
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