Tierarztkosten beim Hund: Tabelle mit den wichtigsten Behandlungen

Tierarztkosten sind bei der Hundehaltung ein wichtiger Faktor. Wie teuer Untersuchungen und Behandlungen sind, sehen Sie in unserer Tabelle für Tierarztkosten beim Hund.

Tierarztkosten Hund Tabelle
© stock.adobe.com/LIGHTFIELD STUDIOS

Wie viel eine Untersuchung beim Tierarzt für Hunde kostet, kann man nicht pauschal sagen. Zu viele Faktoren beeinflussen den Preis – unter anderem die Ausstattung der Tierarztpraxis oder Klinik, der Zeitaufwand für die Behandlung, oder wenn Notdienstgebühren berechnet werden müssen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu Tierarztkosten für Hunde und eine Tabelle finden Sie hier:

Je nachdem, welche Parameter bei Ihrem Hund untersucht werden sollen, kostet ein Blutbild für den Hund ab ca. 40 €. Je nach Untersuchungsaufwand, Tierarztpraxis und Labor können die Preise jedoch unterschiedlich sein. Was Sie noch hinzurechnen müssen, sind die Kosten für die vorhergehende Allgemeinuntersuchung, die Blutentnahme selbst und die Versendung an das Labor.

Ein Kreuzbandriss, der operiert werden muss, ist wohl die teuerste OP beim Hund. Hierfür werden etwa 1.600 Euro fällig. Auch teuer sind Amputationen oder Operationen bei Knochenbrüchen beim Hund. Sie müssen in diesem Fall mit bis zu 1.500 Euro rechnen.

Mit etwa 1.200 Euro Kosten ist eine Operation an der Bauchhöhle des Hundes ebenfalls sehr teuer.

Die Kosten für einen Tierarztbesuch mit Hund können stark variieren. Es gibt zwar die GOT (Gebührenordnung für Tierärzte), doch Tierärzte können viel selbst entscheiden – beispielsweise in welchem Satz sie abrechnen. Auch die Rechnung für medizinische Utensilien (Tupfer, Handschuhe usw.) kann der Tierarzt selbst festlegen.

 

Inhaltsübersicht
•    Tabelle: Die wichtigsten Tierarztkosten für Hunde
•    Wie hoch sind die Tierarztkosten für einen Hund pro Jahr?
•    Was tun wenn man die Tierarztkosten nicht mehr bezahlen kann?
 

Tabelle: Die wichtigsten Tierarztkosten für Hunde

Wie viel Geld Sie dem Tierarzt für eine Untersuchung Ihres Hundes zahlen müssen, hängt von der Art der Behandlung ab. In der Regel gilt: Je höher der Aufwand, desto teurer wird es für Sie. Die Rechnung kann außerdem von Tierarzt zu Tierarzt unterschiedlich hoch ausfallen.

Seit November 2022 gilt eine neue GOT (Gebührenordnung für Tierärzte), wodurch sich die Tierarztkosten deutlich erhöht haben. Welche Tierarztkosten bei einer Untersuchung oder einer Behandlung Ihres Hundes auf Sie zukommen, sehen Sie in dieser Tabelle. Hier wird jeweils nur der einfache Satz aufgeführt.

Behandlung des HundesEinfacher Satz
Beratung ohne Untersuchung11,26 €
Untersuchung mit Beratung23,62 €
Folgebehandlung (gleicher Behandlungsfall) 19,74 €
Unterbringung stationär (pro Tag, ohne Futterkosten und Behandlung)19,08 €
Rezeptgebühr3,07 €
Kastration Rüde / Hündin70,60 € / 192 €
Impfung11,50 €
Ausstellung Impfbescheinigung6,16 €
Röntgen32,07 €
Ultraschall58,92 €
Trächtigkeitsuntersuchung (Ultraschall)37,88 €
Blutuntersuchung: Hämatokritwert 8,21 €
Entfernung eines Zahns10,26 €
Einschläfern lassen30,78 €

Achtung: Die Rechnung beim Tierarzt besteht in der Regel aus mehreren Leistungen. Wird beispielsweise Ihr Hund kastriert, müssen Sie mit weiteren Kosten rechnen, für beispielsweise

  • Voruntersuchungen
  • Narkose
  • medizinische Utensilien (Tupfer, Handschauhe, Venenkatheter)
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Tierärzte können seit November 2022 für Untersuchungen mehr Geld verlangen.© stock.adobe.com/Ivonne Wierink

Wie hoch sind die Tierarztkosten für einen Hund pro Jahr?

Im Schnitt sollten Sie mit etwa 100 bis 150 € Tierarztkosten für Ihren Hund pro Jahr rechnen, denn jeder Hund benötigt z. B. regelmäßige Check-Ups mit Blutuntersuchungen, Impfungen und Wurmkuren. Wie viel genau der Tierarzt für eine Untersuchung oder Behandlung berechnen kann, legt die Gebührenordnung für Tierärzte fest. Die Gebührenordnung für Tierärzte sieht einen Gebührenrahmen vor. Dieser bewegt sich zwischen dem einfachen und dreifachen Satz der Tierarztkosten für Hunde in der Tabelle. Dabei kann der Tierarzt frei entscheiden, ob er den einfachen, zweifachen, oder dreifachen Satz abrechnet. Normalerweise hängt das davon ab, wie viel Zeit die Behandlung in Anspruch nimmt und wie aufwändig sie ist. Seit 2020 muss die Notdienstgebühr mit dem vierfachen Satz abgerechnet werden.

Was tun, wenn man die Tierarztkosten nicht mehr bezahlen kann?

Auch wenn Tierarztbesuche teuer sind, liegt es in Ihrer Verantwortung als Halter, immer für ihren Hund sorgen zu können. Wenn Sie die Tierarztkosten für Ihren Hund nicht mehr bezahlen können, ist in manchen Fällen eine Ratenzahlung möglich. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Haustierarzt.

Die beste Möglichkeit, sich vor hohen Tierarztkosten für Ihren Hund wie in unserer Tabelle aufgeführt zu schützen, ist eine Hundekrankenversicherung. Sie zahlen monatlich einen bestimmen Beitrag, und die Hundekrankenversicherung übernimmt (je nach Tarif) die Tierarztkosten.

Wie viel eine Hundekrankenversicherung kostet, hängt davon ab, welche Leistungen Sie sich wünschen und wo Sie Ihren Hund versichern. Die günstigsten Tarife gibt es ab ca. 20 Euro monatlich. Wer ein umfangreiches Paket wünscht, zahlt für eine Hundekrankenversicherung auch über 100 Euro pro Monat.

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