Tierarztkosten beim Hund: So stark steigen sie ab November

Ab November 2022 steigen die Tierarztkosten. Wie viel eine Untersuchung beim Tierarzt für Hunde jetzt kostet, sehen Sie in unserer Tabelle.

Tierarztkosten-hund-oktober-teure-preise.jpg
Die Tierarztkosten werden ab November viel teurer.© stock.adobe.com/LIGHTFIELD STUDIOS

Wie viel eine Untersuchung beim Tierarzt für Hunde kostet, kann man nicht pauschal sagen. Zu viele Faktoren beeinflussen den Preis – unter anderem die starke Erhöhung der Tierarztkosten ab November 2022. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Tierarztkosten für Hunde finden Sie hier:

Der Tierarzt kann in der Regel frei entscheiden, in welchem Satz er abrechnet. Bei einer normalen Untersuchung mit Beratung kann er zwischen dem einfachen Satz und dem dreifachen Satz wählen. Seine Entscheidung richtet sich nach dem Aufwand.

Im Notdienst wird in den meisten Fällen der zweifache Satz abgerechnet. Maximal kann der Tierarzt den vierfachen Satz verlangen. Außerdem fällt beim Notdienst zusätzlich eine Notdienstgebühr an.

Ein Kreuzbandriss, der operiert werden muss, ist wohl die teuerste OP beim Hund. Hierfür werden etwa 1.600 Euro fällig. Auch teuer sind Amputationen oder Operationen bei Knochenbrüchen beim Hund. Sie müssen in diesem Fall mit bis zu 1.500 Euro rechnen.

Mit etwa 1.200 Euro Kosten ist eine Operation an der Bauchhöhle des Hundes ebenfalls sehr teuer.

Ja, die Kosten für einen Tierarztbesuch mit Hund können stark variieren. Es gibt zwar die GOT (Gebührenordnung für Tierärzte), doch Tierärzte können viel selbst entscheiden – beispielsweise in welchem Satz sie abrechnen. Auch die Rechnung für medizinische Utensilien (Tupfer, Handschuhe usw.) kann der Tierarzt selbst festlegen.

Wie viel teurer eine Untersuchung beim Tierarzt für den Hund jetzt ist und wie Sie sich vor hohen Tierarztkosten schützen können, erfahren Sie hier.

Inhaltsüberischt

Wie viel kostet eine Untersuchung beim Tierarzt für Hunde?

Wie viel Geld Sie dem Tierarzt für eine Untersuchung Ihres Hundes zahlen müssen, hängt von der Art der Behandlung ab. In der Regel gilt: Je höher der Aufwand, desto teurer wird es für Sie. Die Rechnung kann außerdem von Tierarzt zu Tierarzt unterschiedlich hoch ausfallen.

Höhere Preise ab November 2022: Die neue GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) sieht höhere Kosten für Tierarztleistungen vor. Wie die Bundestierärztekammer bekannt gibt, gilt die neue GOT ab dem 22. November. Wie teuer jetzt eine Untersuchung beim Tierarzt für Hunde wird, sehen Sie in dieser Tabelle.

Behandlung des HundesKosten bis November 2022Kosten ab November 2022Preiserhöhung
Untersuchung mit Beratung13,60 €23,62 €+ 74 %
Kastration Rüde / Hündin51,31 € / 160,34 €70,60 € / 192 €+ 38 % / + 20 %
Impfung5,77 €11,50 €+ 99 %
Röntgen26,35 €32,07 €+ 22 %
Ultraschall42,34 €58,92 €+ 39 %
Entfernung eines Zahns6,41 €10,26 €+ 60 %
Einschläfern lassen19,24 €30,78 €+ 60 %

 

Achtung: Die Rechnung beim Tierarzt besteht in der Regel aus mehreren Leistungen. Wird beispielsweise Ihr Hund kastriert, müssen Sie mit weiteren Kosten rechnen, für beispielsweise

  • Voruntersuchungen
  • Narkose
  • medizinische Utensilien (Tupfer, Handschauhe, Venenkatheter)
Tierarztkosten-hund-oktober-behandlung.jpg
Tierärzte können jetzt für Untersuchungen mehr Geld verlangen. © stock.adobe.com/Ivonne Wierink

Hundekrankenversicherungen schützen vor hohen Tierarztkosten

Als Hundehalter können Sie sich ganz einfach vor hohen Tierarztkosten schützen. Schließen Sie eine Hundekrankenversicherung ab, werden die Tierarztkosten (je nach Tarif) von dieser übernommen. Sie müssen dafür monatlich einen bestimmten Betrag an die Hundekrankenversicherung zahlen.

Wie viel eine Hundekrankenversicherung kostet, hängt davon ab, welche Leistungen Sie sich wünschen und wo Sie Ihren Hund versichern. Die günstigsten Tarife gibt es ab ca. 20 Euro monatlich. Wer ein umfangreiches Paket wünscht, zahlt für eine Hundekrankenversicherung auch über 100 Euro pro Monat.

Das könnte Sie auch interessieren
got_tierarzt_aenderung_neu.jpg
Gebührenordnung für Tierärzte: Das ändert sich ab November
Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) regelt, wie viel ein Tierarzt für seine Leistungen berechnen darf. Ab November 2022 gelten neue Preise, die deutlich höher sind als bisher. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen.

Warum wird der Tierarzt für den Hund teurer?

Hundehalter müssen ab November 2022 mehr beim Tierarzt zahlen. Das liegt daran, dass der Bundesrat im Juli 2022 eine Neufassung der GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) beschlossen hat. Die Preise haben sich seit fast 20 Jahren nicht mehr erhöht. Umso stärker steigen sie jetzt.

Doch Hundehalter können sich vor den hohen Tierarztkosten schützen. Am besten geht das mit einer Hundekrankenversicherung.

In diesem Text verwenden wir sogenannte Affiliate-Links. Produkte, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, können Sie käuflich erwerben. Kommt der Kauf zustande, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr zum Thema Affiliate finden Sie hier.

40 Jahre "Ein Herz für Tiere" – Die Jubiläums-Ausgabe jetzt am Kiosk
Aktuelle Meldungen aus der Tierwelt
Großer Haustierratgeber
Mensch & Tier
Wildes Tierleben
Spannende Unterhaltung
EHfT03_001.jpg