Canicross: Wie Sie richtig trainieren und was Sie dafür benötigen

Canicross ist nur eine von mittlerweile vielen Sportarten, der Hund und Halter gemeinsam nachgehen können. Wie Sie mit Ihrem Hund das Training richtig beginnen und welche Ausrüstung Sie brauchen, erfahren Sie hier.

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Canicross ist prinzipiell für jeden Hund geeignet© stock.adobe.com/Raquel Pedrosa

Canicross erfreut sich immer größerer Beliebtheit unter Hundebesitzern. Der dynamische Hundesport hat den Weg von Skandinavien bis nach Deutschland zurückgelegt und sich hier etabliert. Das Schöne daran: Canicross ist grundsätzlich für jeden Hund geeignet.

Inhaltsübersicht

Canicross: Die Sportart aus Skandinavien

Der Begriff Canicross ist eine Kombination aus dem lateinischen Wort für Hund, „Canis“, und dem englischen Wort „cross“, was das Laufen im Gelände beschreibt. 

Die moderne Sportart existiert schon länger, nur hat es gedauert, bis der Trend in Deutschland angekommen ist. Bei Canicross sind Hund und Halter durch eine elastische Leine miteinander verbunden. Das eine Ende der Leine ist am Bauchgurt befestigt, damit man beim Laufen die Hände frei hat. Das andere Ende wird an einem extra dafür vorgesehenen Zuggeschirr am Hund befestigt. 

Besonders beliebt ist Canicross in:

  • Belgien
  • den Niederlanden
  • Frankreich
  • Italien

Canicross zählt zu den sogenannten Zugsportarten. Darunter fallen alle Aktivitäten, bei denen Hund und Halter durch eine Leine verbunden sind und gemeinsam als Team agieren. Weitere Hundezugsportarten sind:

  • Bikejöring
  • Skijöring
  • Cani VTT
  • Dogscooting
  • Dogtrekking

Wie funktioniert Canicross?

Canicross ist etwas für Sportskanonen oder solche, die es werden wollen. Es handelt sich dabei um einen dynamischen Geländelauf bzw. Parcours, bei dem Läufer und Hund im Team agieren. Durch eine Leine verbunden bewältigt das Team eine Strecke, den sogenannten Trail. Dieser kann im Wald, über Berglandschaften und Wanderwege oder matschige Pfade führen. Der Trail hat eine durchschnittliche Länge von fünf bis zehn Kilometern. Wie es der Begriff „Zugsport“ schon beschreibt, muss der Hund ziehen. Er läuft also nicht neben oder hinter dem Läufer, sondern rennt voraus und bringt so Zug auf die Leine. Der Läufer wird dabei vom Hund gezogen und erfährt dadurch eine höhere Beschleunigung. Bei Wettkämpfen dieser Sportart hat das Team gewonnen, das als erstes im Ziel ankommt.

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Bei Canicross sind Hund und Läufer durch eine Jöringleine miteinander verbunden© stock.adobe.com/Travelarium

Die richtige Ausrüstung für Canicross

Bei Canicross bildet eine Leine das Bindeglied zwischen Läufer und Hund. Zum Einsatz kommt allerdings keine herkömmliche Leine, sondern eine Jöringleine. Die darf maximal zwei Meter lang sein und ist elastisch in ihrer Beschaffenheit. Das ist wichtig, da Hund und Läufer so vor ruckartigen Bewegungen geschützt werden.

Damit Sie und Ihr Hund für Canicross bestens ausgerüstet sind und starten können, benötigen Sie folgende Ausrüstung:

Auch Hundeschuhe können sinnvoll sein, je nachdem wie sensibel die Pfoten Ihres Vierbeiners sind. Das liegt in Ihrem Ermessen. 

JöringleineTraillaufschuhe
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Jöringleine

36,90 €

 

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Traillaufschuhe

158,99 - 180,24 €

 

BauchgurtHundeschuhe
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Bauchgurt

74,99 €

 

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Hundeschuhe

17,20 €

 

Diese Hunde sind für Canicross geeignet

Das Schöne bei dieser Sportart ist, dass prinzipiell jeder Hund geeignet ist. Die wichtigsten Voraussetzungen sind jedoch, dass Ihr Hund gesund und auch lauffreudig ist und Spaß daran hat. Nicht jeder Hund mag Canicross, Agility oder Nasenarbeit. Darauf sollten Sie natürlich Rücksicht nehmen und Ihren Hund nicht zwingen. Es liegt auf der Hand, dass beispielsweise Hunderassen wie große Molosser nicht unbedingt ideal für diese lauforientierte Sportart sind. 

Es gibt keine Vorschriften, welche Rassen geeignet bzw. erlaubt sind oder wie groß, klein und schwer ein Hund sein muss. Canicross können Sie mit einem Labrador, einem Windhund und ebenso mit einem Jack Russel Terrier ausüben. Beginnen Sie langsam und schrittweise mit dem Muskelaufbau. Wie beim Menschen auch, kann Überlastung zu Schäden der Knochen, Muskeln und Bänder führen. Deswegen ist das Training zum Muskelaufbau essenziell. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie es nicht übertreiben, denn auch zu viel Training schadet dem Hund. 

Auch, wenn Canicross prinzipiell mit jedem Hund ausgeführt werden kann, haben sich doch zwei Hunderassen besonders bei Sportlern etabliert:

  1. Deutsch-Kurzhaar
  2. Windhund

Die Rassen zeichnen sich durch ihre Schnelligkeit, Ausdauer und Zielstrebigkeit aus. Die Lauffreudigkeit ist maßgeblich für den Trainingserfolg bei Canicross. 

Bei Hunden ab fünf Jahren empfiehlt sich vor dem Trainingsbeginn ein Check-Up beim Tierarzt. Der kontrolliert das Blutbild, den Bewegungsapparat des Hundes sowie das Herz-Kreislaufsystem. 
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Bei Hunden ab fünf Jahren sollten Sie vor dem Training den Tierarzt für einen Check-up aufsuchen© stock.adobe.com/mad_production

Canicross: Das Training

Im Training muss der Hund das Konzept von Canicross lernen. Dazu zählen das Vorauslaufen und das Ziehen. Einige Hunde sind Naturtalente und verstehen schnell, dass sie Zug aufbauen sollen. Andere brauchen etwas mehr Hilfe. 

  1. Gewöhnen Sie Ihren Hund zunächst an das Geschirr. Es erstreckt sich über den gesamten Rücken und erzeugt ein anderes Tragegefühl. Daran muss sich der Hund erst gewöhnen. Es ist sinnvoll, bereits hier mit positiver Verstärkung zu arbeiten. Ob das in Form von verbalem Lob oder Leckerlis passiert, bleibt Ihnen überlassen. 
  2. Verlängern Sie die Strecke, die Sie mit Ihrem Hund gehen. Das Tempo ist erstmal Schrittgeschwindigkeit. Lassen Sie ihn vorweg laufen, damit er sich daran gewöhnt. Halten Sie die Trainingseinheiten kurz, damit Ihr Hund mit einem positiven Erlebnis aus dem Training gehen kann.
  3. Langsam können Sie das Tempo erhöhen und die zurückgelegte Strecke verlängern.
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Da Hunde am besten voneinander lernen ist es sinnvoll, zu Beginn mit erfahrenen Hunden zu trainieren© stock.adobe.com/Dzmitry

Kommandos bei Canicross

Das Mensch-Hunde-Team legt beim Canicross einen Trail zurück, der in der Regel fünf bis zehn Kilometer lang ist. Die Streckenlänge können Sie natürlich so gestalten wie Sie möchten. Dabei geht es nicht immer geradeaus. Sehr wahrscheinlich müssen Sie auch Hindernisse umlaufen und Richtungswechsel ansagen. Damit das einwandfrei klappt, Sie Zeit sparen und die Verletzungsgefahr gering bleibt, sollten Sie verbale Kommandos frühzeitig ins Training etablieren. 

Die Kommandos bei Canicross sind:

GoDer Hund läuft los
StopDer Hund stoppt
Links/HawDer Hund läuft links
Rechts/GeeDer Hund läuft rechts
Voran/StraightDer Hund läuft geradeaus
Vorbei/on byDer Hund umläuft ein Hindernis
Langsam/easyDer Hund drosselt das Tempo
Line outDer Hund hält die Leine im Stehen auf Zug

Wenn Sie das Training Schritt für Schritt angehen, Ihren Hund genau beobachten und das richtige Equipment haben, können Sie schon bald erste Erfolge im Canicross verzeichnen. 

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Über die Autorin

Sophie-Claire Wieneke

Content Managerin

Seit 2023 ist Sophie-Claire Wieneke für Ein Herz für Tiere in den Bereichen Social Media und Content in der Online-Redaktion als Content Managerin tätig. Während ihres Studiums in Medien- und Kommunikationswissenschaft & Journalismus hat sie erste journalistische Erfahrungen in der Wortmann Schuh-Holding KG gesammelt und das Tamaris-Kundenmagazin verantwortet. Es folgte ein Praktikum in der Printredaktion des Sèparèe-Magazins. Heute verbindet Sophie ihre Liebe zu Tieren mit der Leidenschaft zum Schreiben und ist Expertin für Gesundheits-, Erziehungs- und Verhaltensthemen rund um Hund und Katze.


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