Afghanischer Windhund

Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Afghanischer Windhund.

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Die ersten Afghanischen Windhunde, die man in Europa zeigte, waren Diebesgut.© Thomas Brodmann / animals-digital.de

Afghanischer Windhund

 

Widerristhöhe:

63 bis 74 cm

Gewicht:

20 bis 30 kg

Alter:

12 Jahre

Ursprungsland:

Afghanistan

Fell:

lang, seidig

früher:

Windhund

  
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: mittel
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: hoch
  • Klassifikation: FCI Gruppe 10: Windhunde. Sektion 1: Langhaarige oder befederte Windhunde  

Beim Afghanischen Windhund handelt es sich um eine sehr alte Rasse. Bereits 4000 Jahre v. Chr. wurden in Afghanistan Hunde gehalten, die der heutigen Rasse sehr ähnlich waren. In ihrer Heimat kommen sie bis heute in drei Schlägen vor: kurzhaarig, fransig behaart und langhaarig. Ihre Aufgabe war es, bei der Jagd zu helfen: sie haben in der kargen Landschaft das Wild aufgespürt und auch niedergerissen. Teilweise hing das Überleben der Familien vom Jagderfolg der Hunde ab, daher wurden die Tiere wie Kostbarkeiten behandelt. Britische Soldaten brachten im 19. Jahrhundert die ersten Exemplare dieser Rasse nach Europa. Der offizielle Standard wurde 1925 festgelegt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Die Körperhaltung des Afghanischen Windhundes wirkt ausgesprochen stolz. Der Hund ist relativ groß, hat einen schmalen Schädel und einen eleganten Gang. Das lange und seidige Fell darf alle Farben aufweisen, am häufigsten kommen Creme, Silber und Schwarzbraun vor.

Verhalten und Charakter

Als Jagdhund war der Afghanische Windhund in der rauen Natur ein echter Überlebenshelfer der Nomaden. Was damals erwünscht war – nämlich der ausgesprochen starke Jagdtrieb –, erweist sich heute als das größte Problem, das die Besitzer mit ihren Schützlingen haben. Ansonsten sind diese Hunde ausgesprochen problemlos zu halten, zeigen sich im Haus sanft, ruhig und unauffällig. Mit Artgenossen verträgt sich der Afghanische Windhund in der Regel gut, als Schutzhund ist er aufgrund seines sanften Charakters gegenüber Menschen nicht geeignet. Mit Kindern kommen die Hunde hervorragend zurecht und sind auch Besuchern gegenüber recht aufgeschlossen. Nur eine falsche Erziehung kann den Afghanen dazu bringen, sich Menschen gegenüber misstrauisch zu zeigen. Außerdem werden dem Afghanen Stolz, Unabhängigkeit und Sensibilität zugeschrieben.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Der Afghane will mehrmals am Tag laufen und seinen Bewegungsdrang außerdem frei ausleben dürfen: ohne Leine, ohne Zäune. Leider verträgt sich das nicht gut mit seinem starken Jagtrieb. Wer seinen Windhund deshalb nicht von der Leine lassen kann, muss für spannende Alternativen auf abgesperrtem Gelände sorgen. Denn auch stundenlange Spaziergänge an der Leine können das Bedürfnis, frei rumlaufen zu dürfen, nicht ersetzen.

Erziehung

Der Afghanische Windhund braucht einen einfühlsamen Besitzer, denn die Erziehung des sensiblen Windhundes ist anspruchsvoll und nichts für Anfänger. Er reagiert sehr stark auf die Launen seines Besitzers, harte Behandlung führt bei ihm unweigerlich zu einem Vertrauensverlust. Zugleich muss seinem Jagdtrieb konsequent ein Riegel vorgeschoben werden – ein Kunststück, das nur echten Kennern dieser Rasse gelingt.

Pflege

Die Pflege des langen Fells ist nicht schwierig, aber zeitaufwendig: Der Hund muss gekämmt und gebürstet werden, optimalerweise sollte diese Pflege täglich erfolgen. Je nachdem, auf welchem Boden der Hund hauptssächlich läuft, müssen eventuell auch die nicht abgenutzten Krallen nachgeschnitten werden. Auch sollte das Fell an den Pfoten geschnitten werden, falls es zu lang wird.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Die sogenannte Afghanenmyelopathie ist vermutlich erblich bedingt und führt zur vollständigen Lähmung des Tieres.

Hätten Sie's gewusst

Die ersten Afghanischen Windhunde, die man in Europa zeigte, waren Diebesgut: Sie wurden illegal aus dem Land geschmuggelt. Weil man sie in Afghanistan als ausgesprochen kostbar und als eine Art Kulturgut ansieht, war die Ausfuhr der Welpen lange Zeit verboten.

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Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)

Geschäftsstelle

Westfalendamm 174

44141 Dortmund

Deutschland

Tel.: 02 31 56 50 00

Fax: 02 31 59 24 40

E-Mail: info@vdh.de

Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Deutscher Afghanen-Rassezuchtclub 1988 e.V. Werner Wirkotsch

Wassertrüdinger Straße 36

91550 Dinkelsbühl, Deutschland

Tel.: 0 98 51 16 87

Fax: 0 98 51 5 34 95

E-Mail: dac@afghane.com

Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e.V. (DWZRV) DWZRV Geschäftsstelle

Hildesheimer Strasse 26

31185 Söhlde, Deutschland

Tel.: 0 51 29 89 19

Fax: 0 51 29 88 10

E-Mail: dwzrv@dwzrv.com

Internet: www.dwzrv.com

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