Schnauzer

Der Schnauzer kommt aus dem süddeutschen Raum, wo er als Stallhund bei den Pferden lebte. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Schnauzer.

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Ursprünglich benutzte man den Schnauzer als Stallhund, dort jagte er Nagetiere, was ihm im Volksmund den Namen "Rattler" einbrachte.© Thomas Brodmann / animals-digital.de

Typische Merkmale

Größe: 45-50 cm
Gewicht: 14-19 Kilo
Felllänge: lang, fein, rau
Fellfarben: Schwarz, Blau/Grau
Ursprung: Deutschland
Klassifikation: FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde und andere Rassen. Sektion 1: Pinscher und Schnauzer

Eigenschaften

Familientauglichkeit
Aktivitätslevel
Erziehbarkeit
Pflegeaufwand
Arbeitsbedürfnis
Menschenbezogenheit

Der Schnauzer kommt aus dem süddeutschen Raum, wo er als Stallhund bei den Pferden lebte. Er bewachte die großen Tiere und hielt den Stall von Ratten und Mäusen frei, die er mit Vorliebe jagte und fraß.

Besonders verbreitet war er lange Zeit im Raum Württemberg. Bei der Gründung des Pinscher-Schnauzer-Klubs im Jahre 1895 wurde er als "rauhaariger Pinscher" geführt.

Allgemeines Erscheinungsbild des Schnauzers

Der Schnauzer ist mittelgroß, kräftig, eher gedrungen als schlank und rauhaarig. Er hat feines, sehr kurzes Haar, das hauptsächlich in Schwarz und Pfeffer-Salz vorkommt.

Falls er Sie an eine andere Rasse erinnert: Schnauzer und Pinscher sind im Grunde der gleiche Rassetyp und unterscheiden sich nur in ihrer Fellstruktur.

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Schnauzer: Verhalten und Charakter

Er hat ein lebhaftes Temperament, kann sich aber auch ausgesprochen ruhig und bedächtig geben. Sein Charakter ist gutartig und zugleich wachsam. Der Schnauzer ist außerdem sehr verspielt und hängt in besonderem Maße an seinen Menschen.

Zwar ist er manchmal eigenwillig, aber dafür auch eine echte Persönlichkeit. Er ist zwar nicht der Typ für Kadavergehorsam, aber sehr loyal. Außerdem ist der Schnauzer lieb zu Kindern und ein Familienhund, unbestechlich gegenüber Fremden und kein Kläffer.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Der Schnauzer will ständig etwas tun oder erleben. Das ist ein Hund, den Sie auspowern müssen, körperlich und geistig.

Lange Läufe sind ein Muss, damit der Hund fit und gesund bleibt. Er wird sich aber auch für Ballspiele, Fährtenarbeit und Hundesport begeistern.

Erziehung des Schnauzers

Schnauzer sind Hunde für Menschen, die sich gut durchsetzen können. Wer eine starke Persönlichkeit und Ausstrahlung hat, wird mit diesem Hund kein Problem haben.

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Wer sich seinem Vierbeiner gegenüber zögerlich oder gar schüchtern zeigt, vermittelt ihm hingegen den Eindruck, die Situation nicht zu beherrschen. Und dann übernimmt der Schnauzer die Führung – auch wenn er eigentlich keine Lust dazu hat. Denn eigentlich überlässt er die Verantwortung gerne dem Menschen.

Pflege des Schnauzers

Wie alle rauhaarigen Hunde muss auch der Schnauzer regelmäßig getrimmt werden. Augen und Ohren müssen ab und an kontrolliert werden.

Bei Hunden, die überwiegend auf weichem Boden laufen, müssen außerdem die Krallen nachgeschnitten werden.

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Krankheitsanfälligkeit des Schnauzers

Auch beim Schnauzer sollte man darauf achten, dass die Welpen aus einer nachweislich HD-freien Zucht stammen. Vereinzelt können Mittelschnauzer eine Neigung zu Tumoren in der Maulhöhle haben.

Schnauzer: Weitere Infos und Tipps

Ursprünglich benutzte man den Schnauzer als Stallhund, dort jagte er Nagetiere, was ihm im Volksmund den Namen "Rattler" einbrachte. In München, wo er Fuhrwagen begleitete, ist er noch heute besonders beliebt.

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