Weimaraner

Weimaraner sind bewegungsfreudige und arbeitswillige Hunde. Wer ihren Bedürfnissen gerecht wird, erhält im Gegenzug einen treuen und verschmusten Gefährten auf Lebenszeit. Erfahren Sie hier alles über die Hunderasse Weimaraner.

Der Weimaraner im Rasseportrait
Der Weimaraner im Rasseportrait© Ricant Images-stock.adobe.com

Weimaraner zählen unter Hundeliebhabern zu äußerst beliebten Rassehunden. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um den Weimaraner.

Typische Merkmale

Größe: mittelgroß bis groß
Gewicht: Hund 30-40 kg, Hündin 25-35 kg
Felllänge: kurz- oder langhaarig
Fellfarben: silber-, reh- oder mausgrau
Ursprungsland: Deutschland

Eigenschaften
Familientauglichkeit
Aktivitätslevel
Erziehbarkeit
Pflegeaufwand
Arbeitsbedürfnis
Menschenbezogenheit

Herkunft des Weimaraners

Die Geschichte des Weimaraner Vorstehhundes reicht zurück bis in die Zeit des Großherzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach. Dieser war ein Freund Goethes und, wie in Adelskreisen im 18. und 19. Jahrhundert üblich, auch sehr jagdbegeistert. An seinem Hof wurden Weimaraner gehalten, die wohl aus Hunden, die aus Frankreich und Böhmen stammten, herausgezüchtet wurden.

Damals brauchte man Hunde, die alle Sparten der Jagd abdecken konnten und zudem noch Mannschärfe zeigten. Der Weimaraner war der typische Hund des Försters. Nicht nur hoch geschätzter Helfer im Revier, sondern auch gewissermaßen eine Art Lebensversicherung für den Förster, denn der Weimaraner beschützte ihn vor Wilderern und bewahrte sein oft im Forst abgelegenes Heim vor ungebetenen Besuchern.

Die Reinzucht der Weimaraner begann in etwa um 1890 hauptsächlich in Thüringen, 1897 wurde mit der Gründung des ersten Zuchtvereines ein Standard verfasst.

Aussehen des Weimaraners

Der Weimaraner zählt zu den mittelgroßen bis großen Hunden. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 59 bis 70 cm, Hündinnen zwischen 57 und 65 cm. Der Weimaraner hat einen kräftigen und muskulösen Körperbau mit langem Körper und schlankem Hals. Die Ohren des Weimaraners sind breit und lang.

Weimaraner Welpe
Weimaranerwelpen haben blaue Augen, später werden sie bräunlich.© WOD-stock.adobe.com

Fell und Farben des Weimaraners

Das Fell der Weimaraner ist kurz, dick und dicht ohne Unterwolle. Auch langhaarige Weimaraner haben in der Regel keine oder nur wenig Unterwolle. Ihr Fell ist weich und glatt oder leicht gewellt. Die Fellfarbe dieser Hunderasse ist silber- reh- oder mausgrau.

Charakter und Erziehung des Weimaraners

Der Weimaraner ist ein sehr intelligenter und wachsamer Hund. Er zeichnet sich vor allem durch seinen hohen Bewegungsdrang und seinen stark ausgeprägten Arbeitswillen und Jagdsinn aus. Diese Charakterzüge gehören zur Natur des ursprünglich als Jagdhund gezüchteten Hundes. Der Schutztrieb der Weimaraner ist ebenfalls sehr stark ausgeprägt: Der selbstbewusste Hund zögert keine Sekunde, seine Familie oder sein Revier zu verteidigen.

Auf der anderen Seite ist der Weimaraner aber auch sehr anhänglich und menschenbezogen. Er spielt gerne, auch mit Kindern. Wer den Weimaraner richtig hält, erlebt einen treuen und verschmusten Gefährten auf Lebenszeit, der sich auch entspannen kann. Für diese Rasse sollte man viel Zeit einplanen, denn der Weimaraner ist nicht gerne allein.

Für die Erziehung eines Weimaraners ist eine feste Bezugsperson notwendig, die bereits Erfahrung in der Hundeerziehung hat. Der Schlüssel ist eine Mischung aus Gelassenheit und Autorität. Fehlt letztere, so zieht der Hund beim Spazierengehen nicht nur an der Leine, sondern jagt letztendlich auch allem hinterher, seien das Fährten, die Nachbarskatze oder gar Jogger und Radfahrer.

Bei der Erziehung eines Weimaraners ist außerdem wichtig, ihn schon früh an andere Hunde zu gewöhnen und ihn dementsprechend zu sozialisieren.

Haltung und Pflege des Weimaraners

Weimaraner sind Jagdhunde und tragen diese Veranlagung in sich, auch wenn sie nicht mehr ausschließlich als solche gezüchtet werden. Wurden Weimaraner früher lediglich von Jägern für Jäger gezüchtet, so sind sie heute auch als Mode- oder Familienhunde gefragt. Doch diese Haltung wird der arbeitswilligen und bewegungsfreudigen Rasse nicht gerecht.

Weimaranern reicht es nicht, dreimal täglich im Schritttempo durch die Wohnsiedlung zu laufen. Geeignet ist der Weimaraner für Jäger, Hundesportler oder sehr aktive Menschen. Wichtig ist vor allem die Vorerfahrung in der Hundehaltung. Außerdem muss dem Bewegungs- und Beschäftigungsdrang dieser Rasse unbedingt nachgekommen werden. Nur so funktioniert die artgerechte Haltung. Ein klassischer Familienhund ist der Weimaraner nicht.

Der Pflegeaufwand ist bei Weimaranern gering. Das gilt sowohl für die kurz- als auch für die langhaarigen Hunde. Da der Weimaraner eine sehr robuste Rasse ist, ist er in der Regel nicht sehr anfällig für Krankheiten. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann vorkommen, ebenso Epilepsie. Auch Allergien können auftreten.

Weimaraner
Weimaraner brauchen viel Bewegung.© Mikkel Bigandt-stock.adobe.com
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