Verreisen mit Hund

Tipps für den Urlaub mit dem Hund

Hunde verreisen gerne mit ihren Besitzern. Doch sowohl bei der Anreise, als auch bei der Auswahl der Unterkunft und dem Verhalten vor Ort muss einiges beachtet werden. Mit diesen Tipps steht einem gemeinsamen Urlaub mit Ihrem Hund jedoch nichts mehr im Weg!

Urlaub mit Hund
Hunde begleiten ihre Besitzer gerne in den Urlaub. © Pixabay/ AnnerleyHub

Für die meisten Haustiere wie Nager, Katzen oder Reptilien bedeutet der Aufenthalt an einem fremden Ort sehr viel Stress. In den meisten Fällen ist es daher besser, wenn diese Haustiere nicht mit in den Urlaub fahren, sondern stattdessen zu Hause von Freunden oder Nachbarn versorgt werden. Hunde jedoch können, dürfen und wollen gern mit ihren Menschen verreisen. Nur in bestimmten Fällen sollten sie besser nicht mit in den Urlaub genommen werden:

  • junge Welpen, die sich erst noch eingewöhnen müssen (in diesem Fall sollten Sie als Besitzer ebenfalls zu Hause bleiben, bis sich Ihr Hund an Sie und sein neues Heim gewöhnt hat)
  • alte und gebrechliche Hunde, für die eine Reise unnötigen Stress bedeuten würde
  • Hunde, die gerade erkrankt waren oder sind

Die Vorteile gemeinsamer Reisen mit dem Hund

Eine gemeinsame Reise sorgt für aufregende Erlebnisse und stärkt so die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Der größte Vorteil liegt darin, dass man den Hund nicht von jemand anderem betreuen lassen muss, wenn man unterwegs ist. In der Regel vermisst der Hund seinen Menschen sehr und dieser kann sich in diesem Wissen nur schlecht entspannen.

Wer mit seinem Hund unterwegs ist, nimmt zwangsläufig mehr Kontakt zu seiner Umgebung auf, denn der Hund muss nach draußen. Dadurch gewinnt man neue Eindrücke, die man sonst vielleicht verpassen würde.

Gibt es auch Nachteile beim Urlaub mit Hund?

Das Verreisen mit Hund bringt auch Einschränkungen mit sich:

  • eingeschränkte Wahl der Reiseziele
  • nicht alle Unterkünfte akzeptieren Hunde
  • Hund kann nicht alleine im Hotelzimmer gelassen werden

Abends kurz im Wellnessbereich zu entspannen oder ohne Hund ins Restaurant zu gehen fällt daher flach. Zudem muss man die Zeit einplanen, die für die Gassirunden unerlässlich ist. Das kann gerade bei einer Geschäftsreise zusätzlichen Stress bedeuten.

Mit dem Hund reisen: Auto, Zug oder Flugzeug?

Die Anreise muss mit Hund gut überlegt sein. Prinzipiell empfiehlt sich eine Reise mit Auto oder Bahn:

  • Bei der Anreise mit dem Auto ist man flexibel und kann beliebige Pausen einlegen. Diese sind für den Hund wichtig, denn er braucht zwischendurch Bewegung und die Möglichkeit, sein Geschäft zu verrichten.
  • Bei der Reise mit dem Zug muss man sich für die Pausen an die Fahrtzeiten der Bahn anpassen. Hunde sollten bei einer Reise mit der Bahn außerdem an viele Menschen und laute Umgebungen gewöhnt sein.

Eine Flugreise ist für Hunde mit erheblichem Stress verbunden und sollte wenn möglich vermieden werden. Manchmal muss es aber das Flugzeug sein, weil man anders nicht an den gewünschten Ort gelangt. Dann kann man den Hund auch durch die Gewöhnung an die Geräuschkulisse (bei YouTube gibt es entsprechende Videos) desensibilisieren. Am entspanntesten ist jedoch die Anreise im eigenen Auto.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund regelmäßig frisches Wasser bekommt, egal bei welcher Anreiseform!
Anreise Urlaub Hund
Die Anreise mit dem Auto ist für Hunde am entspanntesten.© Pixabay/MarPockStudios

Die passende Unterkunft mit Hund finden

Natürlich fühlt sich ein Hund in den Bergen, an der Ost- oder Nordsee sowie in einem schönen Waldgebiet am wohlsten. An diesen Urlaubzielen gibt es in der Regel viele Unterkünfte, die Hunde nicht nur dulden, sondern bei denen Hunde auch willkommen sind. Im Internet gibt es viele Buchungsseiten, die speziell hundefreundliche Unterkünfte anbieten.

Doch manchmal führt die Reise auch in die Stadt. In diesem Fall ist der Hund ebenfalls gerne dabei, doch die Suche nach einer Unterkunft gestaltet sich hier teilweise schwerer. Dennoch gibt es in der Regel zahlreiche Möglichkeiten. In den „a&o Hostels“ sind beispielsweise überall Hunde und andere Haustiere willkommen, solange diese nicht zu groß oder exotisch sind. Daher sollte man seinen Hund, egal in welcher Unterkunft, im Vorhinein auf jeden Fall anmelden und genehmigen lassen.

Tipps für den Urlaub mit Hund

In den meisten Unterkünften gibt es Verhaltensregeln für Hunde, an die Sie sich halten sollten. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, welche Regeln es konkret in Ihrer Unterkunft gibt. An folgenden Tipps können Sie sich orientieren:

  • Auch wenn Ihr Hund zu Hause im Bett schlafen darf, sollten Sie das im Urlaub besser unterlassen. Die Haare halten sich im Bett, was für die Gäste nach Ihnen sehr störend sein kann, vor allem bei einer Allergie. Nehmen Sie den vertrauten Hundekorb von zu Hausemit, dann fühlt sich Ihr Hund gleich wohl. Wenn es gar nicht anders geht, bringen Sie auf jeden Fall eine eigene Bettwäsche mit!
  • Nehmen Sie das gewohnte Futter und das Lieblingsspielzeug Ihres Hundes mit, damit er sich schnell wohlfühlt.
  • Strand-, Pool- und Wellnessbereiche dürfen Hunde aus hygienischen Gründen meist nicht betreten. Häufig gibt es in der Umgebung extra Hundestrände. Das Hotelpersonal wird Ihnen sicher eine Auskunft geben können.
  • Lassen Sie Ihren Hund nicht alleine im Zimmer. Wenn er in der fremden Umgebung nervös wird, kann durchaus etwas zu Bruch gehen oder er pinkelt in das Zimmer. Lautes Wimmern und Gebelle kann außerdem die anderen Gäste stören.
  • Führen Sie Ihren Hund in den öffentlichen Bereichen der Unterkunft an der Leine, auch wenn er gut erzogen ist.
  • Halten Sie Ihren Hund vom Buffet fern!
  • Häufig gibt es auch Beschränkungen zu der Anzahl von Hunden pro Zimmer. Meistens sind ein oder zwei Hunde pro Zimmer erlaubt. Informieren Sie sich im Vorfeld darüber!
Urlaub mit Hund
Im Hotel gehören Hunde nicht ins Bett.© Pixabay/ Pexels

Mit dem Hund ins Ausland reisen

Generell sollten Sie, egal wohin Sie mit Ihrem Hund verreisen, alle notwendigen Papiere dabei haben. Dazu zählt in erster Linie der europäische Heimtierpass, aber auch ein Gesundheitszeugnis oder der Impfpass. Je nachdem, in welche Stadt oder welches Land man reist, muss man sich außerdem auf verschiedene örtliche Gegebenheiten einstellen:

  • In vielen deutschen Städten herrscht Leinenpflicht.
  • Hunde dürfen häufig nur an bestimmte Strände mitgenommen werden. Oft gibt es extra Hundestrände.
  • Wer ins EU-Ausland reist, kommt um eine frische Tollwutimpfung und manchmal eine Behandlung gegen Würmer nicht herum.
  • Ein Chip ist eigentlich immer Pflicht.
  • In manchen Ländern ist die Einfuhr bestimmter Rassen nicht erlaubt. Dänemark hat etwa eine lange Liste mit als gefährlich eingestufte Typen.
  • In Italien muss jeder Hund einen Maulkorb haben.
  • In Schweden müssen einreisende Hunde beim Zoll angemeldet werden.

Eine ausführliche Liste mit den Einreisebestimmungen für Hunde finden Sie hier. Wer außerhalb der EU reist, muss oft noch detailliertere Bestimmungen einhalten.

Hotel, Ferienwohnung oder Camping?

Es gibt verschiedene Arten von Unterkünften, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:

 Bei einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus ist ein Vorteil, dass Sie ungestört sind und mehr Platz haben als in einem Hotelzimmer. Gerade bei einem Ferienhaus ist oft ein Garten dabei, worüber sich Ihr Hund garantiert freuen wird. Dennoch sind bei Ferienhäusern Hunde nicht pauschal erlaubt! Erkundigen Sie sich im Vorfeld gründlich und fragen Sie beim Anbieter nach!

Ein Hotel hat den Vorteil, dass sich das Personal gut in der Umgebung auskennt und Ihnen wertvolle Tipps für Ausflüge mit dem Hund geben kann. Bei einer Ferienwohnung sind Sie auf sich allein gestellt. Klare Nachteile vom großen Hotel sind die vielen anderen Gäste und die verhältnismäßig kleinen Zimmer. Wenn Sie sich für ein Hotel entscheiden, sollte das auf jeden Fall einen Außenbereich für Hunde, zum Beispiel eine Hundewiese, haben.

Als Alternative gibt es vor allem in naturnahen Umgebungen auch viele kleinere Pensionen, die nur wenige Gäste aufnehmen, dafür aber große Gartenflächen haben, auf denen sich der Hund austoben darf.

Das Camping bietet eine gute Möglichkeit zum Urlaub mit dem Hund, denn es ist in der Regel sehr naturnah und somit gut für Hunde geeignet. Allerdings gibt es auch auf Campingplätzen Regeln, an die sich Hundebesitzer halten müssen!

Fazit: Soll der Hunde mit in den Urlaub? Ja, unbedingt. Wenn es kein sehr junger, sehr alter oder erkrankter Hund ist, stärkt die Reise die Mensch- Hund Beziehung und schafft schöne und lustige Erinnerungen. 
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