6 Tipps, mit denen Sie die Bindung zu Ihrem Hund stärken

Hunde sind in der Regel sehr stark auf Ihren Besitzer fokussiert und lieben ihn bedingungslos. Dennoch muss man sich die Liebe seines Hundes und die enge Bindung zu ihm erarbeiten. Lesen Sie hier, wie Sie die Bindung zu Ihrem Hund stärken und Ihr Hund Sie noch mehr liebt!

Vertrauen ist die Basis für eine enge und liebevolle Bindung zwischen Mensch und Hund.
Vertrauen ist die Basis für eine enge und liebevolle Bindung zwischen Mensch und Hund.© gartmanart-stock.adobe.com

Hunde sind treue Begleiter und stets an der Seite Ihres Besitzers. Dennoch müssen eine starke Bindung und Vertrauen zwischen Mensch und Hund erst aufgebaut und dann immer wieder gestärkt werden. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern erfordert einen dauerhaft artgerechten Umgang mit dem Hund, Wissen über sein Verhalten und viel Beschäftigung und Zeit. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund zu stärken.

1. Gemeinsames Spielen verbindet

Gemeinsames Spielen fördert die Bindung zwischen Mensch und Hund stark. Denn dadurch verbringt man viel und intensiv Zeit mit seinem Hund, der daran zusätzlich großen Spaß hat: Positive Erlebnisse schweißen zusammen.

Hat Ihr Hund im Gegensatz jedoch wenige oder keine solcher Erlebnisse mit Ihnen, wird er sich merken, dass er ohne Sie mehr Spaß haben kann und außerdem versuchen, seinen eigenen Willen durchzusetzen.

Um herauszufinden, welches Spiel Ihrem Hund am besten gefällt, können Sie Verschiedenes ausprobieren. Oft reicht schon das Toben ohne Spielzeug. Dann ist der Kontakt zu Ihrem Hund noch enger.

2. Regeln geben Hunden Sicherheit

Hunde brauchen Klarheit und Regeln in ihrem Alltag. Der Besitzer muss für seinen Hund vorhersehbar sein, denn das schafft für den Hund Sicherheit und Vertrauen. Das gelingt durch eindeutige und klare Regeln, an denen er sich orientieren kann.

Außerdem sollten Tonfall und Körpersprache zu dem, was man seinem Hund mitteilen möchte, passen. Gibt man Kommandos, so sollten Tonfall und Körpersprache immer gleich sein, sonst verwirrt das den Hund. Auch regelmäßige Futter-, Gassi- oder Spielzeiten können helfen, dem Hund Struktur und Sicherheit zu vermitteln.

Gemeinsames Spielen schweißt zusammen.
Gemeinsames Spielen schweißt zusammen. © Halfpoint-stock.adobe.com

3. Respekt im Umgang mit dem Hund

Respekt und Achtung ist wohl einer der wichtigsten Punkte in der Beziehung zwischen Mensch und Hund. Gehen Sie liebevoll mit ihm um und respektieren Sie seine Bedürfnisse. Dazu gehört es zum Beispiel auch, das richtige Maß zwischen Aktivität und Ruhe zu finden. Denn ein Hund braucht neben Bewegung und Aufmerksamkeit auch viele Ruhephasen am Tag. Diese sollten Sie ihm auf jeden Fall gewähren.

Auch beim Spielen und beim Training ist Respekt besonders wichtig. Gehen Sie darauf ein, was Ihrem Hund gefällt und was er kann. Denn er sollte beim Spielen und Training weder über- noch unterfordert sein.

Wenn Ihr Hund einer bestimmten Rasse angehört, sollten Sie außerdem darauf achten, die speziellen Bedürfnisse dieser Rasse zu berücksichtigen. Denn die Interessen und Aktivitäten sind bei Hunden von Rasse zu Rasse sehr unterschiedlich. So gibt es beispielsweise Hunde, die Wasser lieben, gerne Fährten verfolgen, am liebsten apportieren, das Haus bewachen oder sehr viel Bewegung brauchen. Ermöglichen Sie es Ihrem Hund daher auf jeden Fall, sich so zu beschäftigen, wie das für seine Rasse typisch ist.

4. Hundesprache verstehen lernen

Damit es überhaupt möglich ist, dem Hund sowohl Regeln als auch Respekt zu bieten, ist Kommunikation essentiell. Hunde sprechen jedoch ihre eigene Sprache, die sie vor allem durch ihren Körper und ihr Verhalten ausdrücken.

Es ist daher wichtig, dass Sie sich ausgiebig mit der Hundesprache beschäftigen und genau darauf achten, was Ihnen Ihr Hund sagen möchte. Durch gemeinsames Spielen oder andere Beschäftigungen lernen Sie die Sprache und das Verhalten Ihres Hundes noch besser kennen. So vermeiden Sie kommunikative Missverständnisse, die einer starken Bindung zwischen Hund und Mensch im Weg stehen.

Funktionierende Kommunikation zwischen Mensch und Hund ist der Schlüssel zu Liebe und Vertrauen.
Funktionierende Kommunikation zwischen Mensch und Hund ist der Schlüssel zu Liebe und Vertrauen. © Mary Swift-stock.adobe.com

5. Erfolgserlebnisse mit dem Hund

Ähnlich wie bei Menschen untereinander verbinden gemeinsame (Erfolgs-)Erlebnisse auch Mensch und Hund miteinander. Das können beispielsweise lange, ausgedehnte Abenteuerspaziergänge an unbekannten Orten sein oder Wanderungen, bei denen man den Weg gemeinsam entdeckt und letztendlich auch meistert.

Auch gemeinsames Training kann ein Erfolgserlebnis sein, solange es mit Respekt abläuft und die Kommunikation zwischen Mensch und Hund funktioniert. Werden Sie ungeduldig oder wütend, wenn Ihr Hund ein Kommando nicht versteht oder ausführt, kann das hingegen keine Basis für Vertrauen sein.

6. Beschützen schafft Vertrauen

Liebe entsteht vor allem dann, wenn Vertrauen mit im Spiel ist. Wenn sich Ihr Hund sicher ist, dass er Ihnen vertrauen kann, wird auch seine Liebe zu Ihnen wachsen. Das Vertrauen Ihres Hundes können Sie neben Aspekten wie klaren Regeln, Respekt und Kommunikation auch gewinnen, indem Sie es ihm in stressigen Situationen beweisen und ihn beschützen.

Kommt es beim Spaziergang zum Beispiel zu einer Situation, in der sich Ihr Hund durch andere Menschen, Hunde oder Lärm sichtlich unwohl fühlt oder Angst hat, können Sie die Situation für ihn lösen. Sie können sich beispielsweise schützend vor ihn stellen, mit den Menschen oder Hundebesitzern sprechen oder laute Orte so schnell wie möglich verlassen. Auch wenn Sie Besuch bekommen und Ihr Hund aber gerade seine Ruhe haben möchte, bitten Sie Ihren Besuch darum, den Hund nicht zu streicheln. So merkt Ihr Hund, dass er mit Ihnen an seiner Seite sicher ist.

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