Glückskatzen: 10 Punkte, die dreifarbige Katzen so besonders machen

Katzen mit drei Farben im Fell werden in vielen Kulturen als Glücksbringer angesehen. Was dreifarbige Katzen so besonders macht, erfahren Sie hier.

 

dreifarbige Katze liegt auf einer Holzbank
Glückskatzen sind meistens weiblich.© Stock.adobe.com/lalalululala

Drei verschiedene Farben im Fell der Katze sind etwas ganz Besonderes. Wer so einer Fellnase ein Zuhause schenken darf, kann sich glücklich schätzen. Was dreifarbige Katzen von anderen unterscheidet, erfahren Sie hier.

1. Glückskatzen sind ziemlich selten

Glückskatzen sind etwas ganz Besonderes. Diese dreifarbigen Katzen tragen an einigen Stellen Gene für rotes Fell, an anderen Stellen Gene für schwarzes Fell in sich. Kommt zu diesem Schildpattmuster noch weißes Fell dazu, wird die Katze dreifarbig. Da diese Genmutation nur selten auftritt, ziehen dreifarbige Katzen schnell die Blicke vieler Bewunderer auf sich.

2. Glückskatzen sind meistens weiblich

Von 3000 dreifarbigen Katzen sind 2999 weiblich und nur eine männlich. Dies liegt an der Tatsache, dass die Fellfarbe über das X-Chromosom vererbt wird. Während weibliche Katzen zwei X-Chromosomen besitzen, haben Kater nur ein X-Chromosom. Auf diesem einen Chromosom sitzt dann entweder die Farbe schwarz oder rot.

Wie kann es trotzdem dreifarbige Kater geben? Ganz einfach: Genau wie Katzendamen haben diese Kater neben ihrem Y-Chromosom zwei X-Chromosomen. Durch diese genetische Anomalie sind sie jedoch unfruchtbar und können sich nicht fortpflanzen.

dreifarbige Katze an Menschenbein

Drei Fellfarben sind selten. ©stock.adoce.com/chalabala

3. Dreifarbige Katzen haben einen Status als Glücksbringer

Durch ihre Seltenheit haben dreifarbige Katzen ähnlich wie vierblättrige Kleeblätter einen Status als Glücksbringer erreicht. Spannend ist, dass dies wohl unabhängig vom jeweiligen Kulturkreis geschehen ist. Hier zwei Beispiele:

  • In Japan wurden dreifarbige Katzen gerne mit auf Schiffe genommen, um Unglücke wie Stürme und Krankheiten an Bord abzuwenden.   
  • In Irland galt, dass man zur Behandlung von Warzen einfach die betroffene Stelle im Mai an dem Fell einer dreifarbigen Katze reiben solle.

4. Glückskatzen können in fast allen Rassen auftreten

Die Genmutation, die die drei Fellfarben bei einer Katze auslösen kann, ist nicht abhängig von der Katzenrasse. So kann auch im Wurf einer Rassekatze wie Perser, Maine Coon und Co. ein Kitten mit einer dreifarbigen Fellfärbung auftauchen.

Maine Coon Kitten mit drei Fellfarben

Dieses Maine Coon-Kitten ist eine Glückskatze. ©stock.adobe.com/WIRAWAN

5. Glückskatzen können nicht gezüchtet werden

Die drei Farben im Fell einer Katze sind ein echtes Wunder der Natur. Sie können nicht beabsichtigt gezüchtet werden. Dreifarbige Kater sind immer unfruchtbar, somit ist es nicht möglich, mit zwei Glückskatzen zu züchten.  

6. Glückskatzen repräsentieren den Staat Maryland in den USA

Einige Bundesstaaten der USA haben seit dem Jahr 1985 eine Katzenrasse offziell zur Staatskatze erhoben. Repräsentativ für den Staat Maryland an der Ostküste sind immer dreifarbige Katzen ("Calico Cats"). Auch der Staatsvogel in Maryland, der Baltimoretrupial, besitzt ein dreifarbiges Gefieder.

7. Eine Glückskatze ist Instagram-Star

Die dreifarbige Katze Pudge (@Pudgethecat) ist ein waschechter Instagramstar. Das offizielle Konto dieser Glückskatze aus Minnesota hat aktuell über 673 Tausend Abonnenten.

8. Glückskatzen haben viele Namen

Dreifarbige Katzen sind auf der ganzen Welt bekannt, tragen jedoch völlig verschiedene Namen. Während wir sie als "Glückskatze" oder einfach dreifarbige Katze bezeichnen, heißt sie auch:

  • Brindle
  • Calico  (va. in Nordamerika)
  • Tortoisesshell
  • Tobi Mi-ke (Japan)
  • Lapjeskat (Holland)

9. Glückskatzen können nicht geklont werden

Während es Forschern inzwischen gelingt, mit dem Genmaterial einer Katze eine zumindest äußerlich ähnliche Katze zu klonen, ist dies bei dreifarbigen Katzen (noch) nicht möglich. Die Genmutation im Erbgut kann nicht gewollt so verändert werden, dass eine dreifarbige Katze entsteht. Manche Dinge überlässt man lieber auch weiterhin der Natur.

10. Glückskatzen sind unter Künstlern sehr beliebt

Da das Fell dreifarbiger Katzen große Variationen und ein Spiel mit den Farben bietet, sind Glückskatzen auch ein beliebtes Kunstobjekt. Auf den Bildern des französische Malers Jean Sieméon Chardin aus dem 18. Jahrhundert finden sich zahlreiche Glückskatzen. Auch in den Holzschnitten des japanische Künstlers Utagawa Kuniyoshi tauchen Glückskatzen auf.

Glückskatze schläft

Glückskatzen ziehen alle Blicke auf sich. ©stock.adobe.com/Stphanie

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