Bombay

Gezüchtet in den USA als schwarzer Panther im Miniformat, besticht die aufgeweckte Bombay mit ihrem tiefschwarzen Fell, den leuchtenden Augen und einem einmaligen Charakter. Erfahren Sie hier alles über die Katzenrasse Bombay.

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Bombay im Rasseportrait.© Shutterstock.com/ Виктор Иден

Bombay-Katzen zählen unter Katzenliebhabern zu äußerst beliebten Rassekatzen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um die Bombay.

Typische Merkmale

Größe: mittelgroß
Gewicht: ca. 5,5 kg
Felllänge: kurz
Fellfarben: rein schwarz
Augenfarben: gold- oder kupferfarben
Ursprungsland: USA

Eigenschaften
Bewegungsdrang
Lautstärke
Pflegeaufwand
Zeitaufwand

Herkunft der Bombay

Die amerikanische Katzenzüchterin aus Kentucky, Nikki Horner, war ein so glühender Fan des schwarzen Panthers Bagheera aus der Erzählung „Das Dschungelbuch“, dass sie den Versuch wagen wollte, eine Katzenrasse zu züchten, die das Aussehen des stolzen Panthers mit dem liebevollen Charakter einer Hauskatze vereint. Mit der Rasse der Bombay ist ihr dies gelungen.

Um ihren Traum von einem Minipanther mit kupferfarbenen Augen und einem lacklederartigen Fell zu verwirklichen, kreuzte sie erstmals im Jahr 1958 einen braunen Burmakater mit einer schwarzen Amerikanisch Kurzhaar. Die ersten Verpaarungen brachten zwar noch nicht die erhoffte Katze zum Vorschein, doch Nikki Horner gab nicht auf, bis es ihr gelang, aus derselben Verbindung einen schwarzen Minipanther im Katzenkörper hervorzubringen. 1976 wurde diese neu entstandene Rasse unter dem Namen Bombay in den USA anerkannt. Benannt ist sie nach der Stadt Bombay (heute Mumbai) an der Westküste Indiens. 

Aussehen der Bombay

Die Bombay ist eine mittelgroße, muskulöse und schwere Katze, die dennoch zart wirkt. 

Ihre großen, runden, gold- oder kupferfarbigen Augen stehen in einem starken Kontrast zum pechschwarzen Fell. Wenn sie mit ihrem typisch wiegenden Gang durch den Raum schreitet, könnte man wirklich meinen, ein Minipanther zieht vorbei.

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Die Augen der Bombay strahlen in Gold- oder Kupfertönen. © stock.adobe.com/Виктор Иден

Fell und Farben der Bombay

Das glänzend schwarze Fell der Bombay liegt eng am Körper an. Die Bombay trägt auch im Winter kaum Unterwolle, was die Fellpflege sehr einfach gestaltet. In der Regel genügt es schon, abgestorbene Haare mit der Hand leicht auszustreichen, um die Katze bei der Fellpflege zu unterstützen. Schwarz ist die einzig zugelassene Fellfarbe der Bombay.

Auch ihre Pfotenballen und die Nasenwurzel müssen schwarz oder zumindest in einem sehr dunklen Braun gefärbt sein. Kitten zeigen zuerst noch Schattierungen im Fell und kommen wie alle Katzen mit blauen Augen zur Welt. Über einen leichten Grauton nehmen diese jedoch in den ersten Monaten den typischen Kupfer- oder Goldton an, der für die Rasse vorgeschrieben ist. 

Charakter der Bombay

So ähnlich die Bombay ihrem weit entfernten wilden Verwandten äußerlich auch sein mag, ihr Wesen trägt deutlich die Züge einer liebevollen und sanften Hauskatze. Die neugierige Bombay ist eine unkomplizierte Familienkatze, die gerne die Nähe ihres Menschen sucht und ihm auch auf Schritt und Tritt folgt, um ihm nahe zu sein. Auch Kinder oder ein katzenverträglicher Hund im Haushalt sind für die Bombay kein Problem, solange sie immer die Möglichkeit hat, sich an einen ruhigen Ort zurückzuziehen. 

Bombays sind äußerst neugierig und intelligent. Hat die Katze erst einmal herausgefunden, wie sich eine Tür öffnen lässt, ist kein Zimmer mehr vor ihr sicher. Auch Clickertraining finden die meisten Bombays spannend und erlernen mit etwas Geduld auch kleine Tricks. Da die Bombay eine sehr aktive Katze ist, braucht sie genug Möglichkeiten, um sich auszutoben. 

Ein gesicherter Balkon oder gesicherter Freigang ist für die aufgeweckte Katze wünschenswert. Wird sie von klein auf an Geschirr und Leine gewöhnt, freut sich die neugierige Bombay auch sehr über gemeinsame Erkundungstouren an der Leine. Was sie hingegen – wie die meisten Katzen – gar nicht leiden kann, ist Einsamkeit und Langeweile. Am glücklichsten ist die Bombay mit einem Artgenossen. 

Haltung und Pflege der Bombay

Wer sich eine Bombay ins Haus holt, wird immer einen kleinen Gesprächspartner haben. Die schwarze Schönheit ist nämlich ein richtiges Plappermaul. Sie schnurrt viel und scheint sich regelrecht mit ihren Menschen unterhalten zu wollen. Ihre Laute ähneln dabei weniger dem typischen Katzenmiauen. Die Bombay unterhält sich gurrend. 

Trotz ihres elegenten Äußeren und ihres liebevollen Wesens ist die Bombay auch heute noch eine äußerst seltene Rasse, die außerhalb von Amerika kaum anzutreffen ist. In Europa gibt es nur vereinzelt Züchter, die sich der Zucht der Bombay angenommen haben, da keine Nachfrage an dem schwarzen Panther im Miniformat zu bestehen scheint. 

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Bombay Katzen lieben Abenteuer. © Shutterstock.com/Viktor Sergeevich
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