Bengalkatze

Die Bengalkatze stammt von echten Wildkatzen ab und hat deren Instinkte auch heute noch in den Genen. Die temperamentvolle und aktive Katze liebt ihre Freiheit und hat einen sehr hohen Bewegungsdrang. Auf der anderen Seite kann sie aber auch anhänglich sein. Erfahren Sie hier alles über die Katzenrasse Bengal.

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Die Bengalkatze im Rasseportrait.© seregraff-stock.adobe.com

Bengalkatzen zählen unter Katzenliebhabern zu äußerst beliebten Rassekatzen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um die Bengal.

Typische Merkmale

Größe: mittelgroß
Gewicht: Katze 3-4 kg, Kater 5-7 kg
Felllänge: kurz
Fellfarben: Brown, Snow und Silver und ihre Variationen
Augenfarben: grün, gold/gelb, braun, blau
Ursprungsland: USA

Eigenschaften
Bewegungsdrang
Lautstärke
Pflegeaufwand
Zeitaufwand

Herkunft der Bengalkatze

Entstanden ist die Bengal in den USA aus Kreuzungen von Prionailurus bengalensis, im englischsprachigen Raum als Asian Leopard Cat (kurz: ALC) bekannt, mit Haus- und Rassekatzen. Sie hat also eine kleine Wildkatze aus Süd- und Ostasien als Vorfahrin, weswegen die Rasse zu den Hybridrassen gezählt wird. Ziel dieser Verpaarungen war es, eine Rasse zu kreieren, die zwar optisch den wilden Vorfahren gleicht, aber ein wohnzimmertaugliches Wesen besitzt.

Der Ursprung der Bengalkatze geht auf die amerikanische Genetikerin und Katzenzüchterin Jean Mill zurück. Sie kreuzte in den 60er-Jahren eine ALC mit einem schwarzen Hauskater und führte danach eine Rückkreuzung mit dem Vater durch.

Die Zucht der Bengalkatze ist umstritten. Kritiker sind der Meinung, dass es unverantwortlich ist, eine Hauskatze nur aufgrund der Optik mit einer Wildkatze zu kreuzen. Die erstmalige Verpaarung wird teilweise sogar als Qualzucht bezeichnet, da es bei der Geburt sehr häufig zu Komplikationen kommt.

Aussehen der Bengalkatze

Die Bengal ist eine mittelgroße Katze. Typisch für die Rasse ist der sehr muskulöse aber dennoch elegante und schmale Körper, bei dem die Schultern etwas tiefer als die Kruppe liegen, und die etwas längeren Hinter- als Vorderbeine. Kopf und Augen der Bengal sind verhältnismäßig groß. Ihr Schwanz ist am Ansatz relativ dick und an der Spitze schmal und abgerundet.

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Bengalkatzen gibt es in verschiedenen Farben.© krappweis-stock.adobe.com

Fell und Farben der Bengalkatze

Das Zuchtziel, eine Hauskatze mit Wildkatzen-Optik zu züchten, schlägt sich in dem Aussehen der Bengalkatze nieder: Besonders auffällig ist ihr Fell mit Leopardenmuster. Die Bengal hat kurzes bis mittellanges Fell. Die Textur ist dicht und ungewöhnlich weich anzufassen. Es wird bevorzugt, wenn das Fell Glitter aufweist. Als Zeichnungsvarianten findet man spotted (auch Rosetten) und marbletabby. Anerkannte Farben sind Brown, Snow und Silver und ihre Variationen, darunter Black Spotted Tabby, Lynx Point, Marble, Mink, Seal Lynx Point Spotted und Sepia Spotted Tabby. Je nach Zuchtverband sind verschiedene Farbschläge anerkannt.

Charakter der Bengalkatze

Die Bengal ist eine extrem neugierige, temperamentvolle und verspielte Rasse. Die aktive Katze braucht viel Beschäftigung und einen entsprechenden Lebensraum. Eine Bengal möchte an dem Leben ihrer Menschen teilhaben. Sie ist kein dekoratives Showobjekt, das einfach nur einen Hauch von Exotik in das Wohnzimmer zaubert: Sie will spielen, toben, apportieren, klettern, springen und wenn sie Lust dazu hat, auch kuscheln und schmusen. Ihre Bedürfnisse fordert die redselige Katze auch gerne ein.

Die selbstbewussten Bengalkatzen sind außerdem intelligent und können durchaus einige Tricks lernen. Die Bengal hat die natürlichen Instinkte ihrer Vorfahren nicht verloren und hat eine häufig sehr ausgeprägten Jagdtrieb. Im Gegensatz zu den meisten Katzen ist diese Rasse alles andere als wasserscheu. Neben ihrer wilden Seite kann sich die Bengalkatze auch anhänglich zeigen, vor allem in der Wohnung gehaltene Bengalen folgen ihren Besitzern oft überall hin.

Haltung und Pflege der Bengalkatze

Da die Bengalkatze sehr viel Bewegung braucht, bietet sich ein Haus mit einem großen, gesicherten Garten am besten für ihre Haltung an, ein gesicherter Balkon oder ein Freigehege sind aber ebenfalls möglich. Die Bengal kann auch in der Wohnung gehalten werden, solange diese groß genug ist. Eine kleine Stadtwohnung eignet sich für diese aktiven Katzen nicht. In jedem Fall brauchen sie großzügige Kratz- und Klettermöglichkeiten.

Die Bengalkatzen brauchen sehr viel Beschäftigung, sowohl körperlich als auch geistig. Dazu zählen zum Beispiel Intelligenz- und Jagdspiele mit Spielangeln, -mäusen oder Bällen. Wird das Bewegungs- und Beschäftigungsbedürfnis dieser Katzen nicht befriedigt, langweilen sie sich schnell und können die ganze Wohnung auf den Kopf stellen. Bengalkatzen werden am besten zu zweit gehalten. Mit katzenfreundlichen Hunden und Kindern kommen die Bengalen meist gut aus.

Da diese Katzen oft noch die Charakterzüge eines Wildtiers zeigen, sollte man sich vor der Anschaffung wirklich sicher darüber sein, diesen temperamentvollen und aktiven Katzen ein artgerechtes Leben ermöglichen zu können.

Das Fell der Bengal ist pflegeleicht. Es sollte aber regelmäßig gebürstet werden, um Haarballen zu reduzieren.

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Bengalkatzen sind gute und leidenschaftliche Kletterer.© seregraff-stock.adobe.com
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