Bengalkatze: Preis, Charakter und Haltung

Die Bengalkatze stammt von echten Wildkatzen ab. Deren Instinkte liegen ihr noch in den Genen. Das kann zu Problemen bei der Haltung führen. Informieren Sie sich vor der Anschaffung daher gründlich. Denn die Bengalkatze hat einen hohen Preis. 

Bengalkatze liegt ausgestreckt auf dem Boden und schaut in die Kamera.
Das Muster der Bengalkatze erinnert an einen Leoparden.© stock.adobe.com/Peak River

Die Bengalkatze ist unter Katzenliebhabern äußert beliebt. Ihr besonderes Aussehen, dass stark an einen Leoparden erinnert, und ihr Charakter, der von den Instinkten der Wildkatze geprägt ist, machen die Bengalenkatze zu einer außergewöhnlichen Rasse. Genau das macht aber auch die Haltung von Bengalkatzen zu einer Herausforderung. Falsch gehalten kann es bei Bengalkatzen zu Problemen kommen. Daher sollten Sie sich über die Anforderungen einer Bengalkatze schon vorab gut informieren. Denn die Anschaffung der Bengalkatze hat einen hohen Preis. Wir haben das Wichtigste über Bengalenkatzen für Sie zusammengefasst.

Inhaltsübersicht:

Bengalkatze im Steckbrief

Typische Merkmale

Größe: mittelgroß
Gewicht: Katze 3-4 kg, Kater 5-7 kg
Felllänge: kurz
Fellfarben: Brown, Snow und Silver und ihre Variationen
Augenfarben: grün, gold/gelb, braun, blau
Ursprungsland: USA

Eigenschaften
Bewegungsdrang
Lautstärke
Pflegeaufwand
Zeitaufwand

Bengalkatze: Größe, Gewicht und Körperbau

Die Bengalkatze ist mit ihrem muskulösen Körperbau und den langen Beinen eine imposante Erscheinung. Die Bengalkatze erreicht eine Größe von 40 Zentimeter Schulterhöhe und zählt damit zu den mittelgroßen bis großen Katzen. In der Länge, gemessen von Kopf bis Schwanzspitze, erreicht die Bengalkatze ca. 90 bis 100 Zentimeter. Ausnahmen bis 110 Zentimeter sind aber möglich. 30 Zentimeter entfallen allein schon auf den Schwanz der Bengal.

Die Bengalkatze wirkt besonders elegant und schlank. Das liegt daran, dass die Bengalkatze in Sachen Gewicht kaum über dem der Hauskatze liegt, zugleich aber länger als die Hauskatze ist. Die Bengalkatze erreicht ein Gewicht von ca. 4 Kilogramm. Bengalkater liegen bei einem Gewicht von fünf bis acht Kilogramm. 

Typisch im Körperbau der Bengalen ist, dass die Schultern etwas tiefer als die Kruppe liegen. Zudem sind die Hinterbeine der Bengalkatze länger als ihre Vorderbeine. Der Schwanz der Bengalkatze ist am Ansatz relativ dick und an der Spitze schmal und abgerundet. Zudem sind Kopf und Augen der Bengal verhältnismäßig groß. 

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Bengalkatzen sind gute und leidenschaftliche Kletterer.© seregraff-stock.adobe.com

Fell und Fellfarbe der Bengalkatze

Die Bengalkatze hat ein sehr exotisches Aussehen und ähnelt in der Fellmusterung einem Leoparden, weshalb sie auch Leopardkatze genannt wird. Das Fell der Bengalkatze ist kurz bis mittellang, dicht und ungewöhnlich weich anzufassen. 

Das Fell kann marmoriert („marbled“) oder getupft („spotted“) sein. Ein Tigermuster ist dagegen unerwünscht.

  • Marbled Tabby: Diese Art der Zeichnung ähnelt denen anderer gestromten Katzen. Das macht sie weniger besonders und ist daher auch weniger erwünscht. Eine Bengalkatze soll nämlich herausstechen und nicht wie eine gewöhnliche Hauskatze aussehen.
  • Spotted (auch Rosetten): Diese Färbung der Bengalkatze ist ausdrücklich erwünscht. Bei dieser Zeichnung weist das Fell große Flecken und Tupfen auf. Das erinnert an ihre wilden Verwandten, den Leoparden. Es kommen dabei zweifarbige (rosetted) Tupfen und einfarbige Tupfen vor.
Bengalkatze sitzt auf weißen Fließen.
Die Bengalkatze gehört zu den teuersten Katzen der Welt.© stock.adobe.com/julia_104

Die anerkannte Fellfarbe der Bengalkatze bewegt sich zwischen Brown, Snow und Silver, darunter Lynx Point, Seal Lynx Point Spotted, Marble, Mink, Black Spotted Tabby, Sepia Spotted Tabby.

Zudem wird bevorzugt, dass das Fell Glitzerhärchen („Glitter“) aufweist. Das verleiht dem Fell der Bengalkatze einen ganz besonderen Glanz.

Bauch, Brust sowie Kinn und Beine sollten die Grundfarben Creme bis Weiß aufweisen und so einen Kontrast zur Färbung des Rückens und der Flanken bilden.

Wünschenswert ist auch, dass Augen, Lippen und Nase der Bengalkatze von einer schwarzen Linie umrahmt sind. 

Besonders beliebt ist die Snow Bengal. Die weiße Bengalkatze gleicht einem Schneeleoparden. Das weiße Fell bringt zudem die Augen der Bengalkatze besonders zum Leuchten.

Weiße Bengalkatze Snow Bengal wetzt ihre Krallen an einem Baumstamm
Die Snow Bengal gleicht einem Schneeleoparden© stock.adobe.com/Andreas Krappweis

Bengalkatze: Diesen Preis zahlen Sie, wenn Sie eine Bengalkatze kaufen wollen

Zu den teuersten Katzen der Welt gehört auch die Bengalkatze. Der Preis für Bengalkatzen kann aber ganz unterschiedlich ausfallen: Je nachdem, für welchen Züchter Sie sich entscheiden, wie genau das Äußere der Katze dem Rassestandard entspricht und wie die Fellzeichnung ist, hat die Bengalkatze einen Preis von 1.000 bis 5.000 Euro. Selbst eine Bengalkatze aus dem Tierheim kostet immer noch stattliche 700 Euro.

Der Preis für die Bengalkatze ist zwar sehr hoch, dennoch sollten Sie Abstand von Billigangeboten aus dem Internet nehmen. Oft bieten Katzen-Vermehrer Bengalische Katzen für einen geringeren Preis an, die sind dann allerdings meist krank und haben keine Papiere.

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Holen Sie Ihre Bengal nur vom Züchter.© stock.adobe.com/Photocreo Bednarek

Wenn Sie eine Bengalkatze kaufen wollen, dann sollten Sie sich nur an einen seriösen Züchter wenden. Dieser hat für jedes Tier Papiere, die beweisen, dass das Tier gesund ist. Denn ein verantwortungsbewusster Züchter verpaart nur Katzen miteinander, die keine Erbkrankheiten vererben können. Er berät Sie ausführlich, zeigt Ihnen, dass seine Zuchttiere artgerecht gehalten werden, und ist Mitglied in einem Zuchtverein.

Züchter unterteilen ihre Bengalkatzen in drei Kategorien: Liebhabertier, Zuchttier und Schautier. Als Liebhabertiere werden meist Kitten verkauft, deren Fellzeichnung nicht ganz perfekt ist. Im Kaufvertrag müssen Sie unterschreiben, dass Sie die gekauften Katzen nicht für die Zucht verwenden.

Bengalkatze: Charakter mit Besonderheiten 

Der Charakter der Bengalkatze ist von den Instinkten und dem Freiheitsdrang ihrer Vorfahren, den Wildkatzen, geprägt. Folgende Merkmale kennzeichnen den besonderen Charakter von Bengalkatzen: 

  • extrem neugierig
  • temperamentvoll
  • verspielt
  • selbstbewusst
  • intelligent
  • kommunikativ
  • anhänglich, vor allem bei Wohnungshaltung 
  • nicht wasserscheu

Die Bengalkatze ist eine extrem neugierige, temperamentvolle und verspielte Rasse. Sie braucht viel Beschäftigung und einen entsprechenden Lebensraum. Eine Bengalenkatze möchte an dem Leben ihrer Menschen teilhaben. Sie ist kein dekoratives Showobjekt, das einfach nur einen Hauch von Exotik in das Wohnzimmer zaubert: Die Bengalische Katze will spielen, toben, apportieren, klettern, springen und wenn sie Lust dazu hat, auch kuscheln und schmusen.

Eine Bengalkatze sitzt auf der Plattform eines Kratzbaums und schaut in die Kameralinse.
Ein Haushalt mit Bengalkatze muss mit zahlreichen Kratz- und Klettermöglichkeiten ausgestattet sein.© stock.adobe.com/julia_104

Die Bengalkatze ist außerdem selbstbewusst und intelligent und kann durchaus einige Tricks lernen. Die Bengal hat die natürlichen Instinkte ihrer Vorfahren nicht verloren und hat einen häufig sehr ausgeprägten Jagdtrieb. Neben ihrer wilden Seite kann sich die Bengalkatze auch anhänglich zeigen, vor allem in der Wohnung gehaltene Bengalen folgen ihren Besitzern oft überall hin.

Die Bengalkatze ist zudem eine sehr gesprächige Katze. Bei Zufriedenheit beginnt sie zu schnurren und kommuniziert mit Gurr-Geräuschen. Bei Unzufriedenheit hingegen wird sie laut und fordert so ihre Bedürfnisse ein.

Die Bengalkatze ist nicht gefährlich. Doch je ähnlicher eine Bengalkatze ihren wilden Verwandten ist, desto temperamentvoller ist sie.

Warum miauen Bengalen so viel?

Die Bengalkatze ist eine sehr kommunikative und redselige Rasse. Sie stimmt in ein Gespräch mit ein und will sich einfach mal auch unterhalten. Manchmal ist sie aber auch sehr laut. Mit lautem Schreien drückt sie ihre Unzufriedenheit aus. Vielleicht fehlt ihr Beschäftigung, sie ist unterfordert und langweilt sich schlichtweg. Die Bengalkatze miaut laut und lässt das so den Halter wissen. Vor allem, wenn Sie die Bengalkatze in der Wohnung halten wollen, sollten Sie diesen Punkt berücksichtigen. 

Bengalkatze schaut in die Kamera und miaut lauthals
Die Bengalkatze miaut sehr laut, um ihre Bedürfnisse einzufordern© stock.adobe.com/8th

Weitere Besonderheiten der Bengalkatze

Bengalkatzen sehen aus wie kleine Leoparden, sind besonders kommunikativ und miauen oft und laut, vor allem wenn sie unzufrieden sind. Bengalkatzen weisen aber noch eine weitere Besonderheit auf, die überraschen dürfte: Bengalkatzen mögen Wasser. Anders als andere Katzen sind Bengalkatzen nicht wasserscheu. Das liegt daran, dass sie, genetisch betrachtet, immer noch den Wildkatzen nahe sind. Auch Tiger lieben Wasser und gehen gerne schwimmen.

Die Bengalkatze findet Badewannen, Aquarien und sonstige Wasserquellen also sehr interessant. Solche Wasserquellen müssen daher gesichert werden, um die Bengalkatze nicht in Gefahr zu bringen. Sie könnte sonst ertrinken. 

Bengalkatze trinkt Wasser aus einem Bach.
Bengalkatzen lieben Wasser - wie ihre wilden Verwandten© stock.adobe.com/Luisa

Haltung der Bengalkatze: Das sind die Herausforderungen

Die genetische Nähe zu Wildkatzen und der daraus resultierende Charakter bergen besondere Herausforderungen an die Haltung der Bengalkatze. Um Probleme zu vermeiden und der Bengalkatze bestmögliche Haltungsbedingungen zu bieten, sollten Sie sich vor der Anschaffung gut informieren.

Nicht nur die Anschaffung der Bengalkatze hat seinen Preis. Auch die artgerechte Haltung der Bengalkatze geht ins Geld. 

Die Bengalkatze ist sehr aktiv und braucht viel Bewegung. Optimalerweise wird die Bengalkatze in einem Haus mit gesicherten Garten gehalten. Auch Wohnungshaltung ist möglich, sofern die Wohnung groß genug ist. Dann sollten Sie der Bengalkatze aber einen katzensicheren Balkon, Freigehege oder Freigang anbieten. Eine kleine Stadtwohnung ist absolut kein adäquater Lebensraum für eine Bengalkatze.

Beschäftigung der Bengalkatze

In jedem Fall benötigt die Bengalkatze großzügige Kratz- und Klettermöglichkeiten, zum Beispiel in Form eines Kratzbaums oder einer Kletterwand. Denn die Bengalenkatze hat eine hohe Sprungkraft, die sie auch nutzen will. Informieren Sie sich bei uns, wie der optimale Kratzbaum für Ihre Katze beschaffen sein sollte. Neben den klassischen Kratzbäumen werden mittlerweile zahlreiche Varianten an Kratzmöbeln für Katzen angeboten. haben für Sie einige Top-Empfehlungen für Kratzmöbel zusammengestellt.

Die Bengalkatze ist sehr intelligent und neugierig. Sie benötigt ausreichend abwechslungsreiche und fordernde Beschäftigung durch Katzen-Spiele. Machen Sie mit ihr

  • Intelligenz- und Jagdspiele mit Spielangeln, -mäusen oder Bällen
  • Geschicklichkeitsübungen
  • Bringen Sie ihr Tricks bei
  • Halten Sie ein großes Sortiment an Katzenspielzeug bereit
  • Clickertraining
  • Apportieren
  • Agility-Parcours
  • Baden
Eine Bengalkatze liegt in einem Korb und spielt mit einem Federstab
Eine Bengalkatze benötigt ausreichend fordernde und anregende Beschäftigung© stock.adobe.com/julia_104

Die Möglichkeiten für eine anregende Beschäftigung der Bengalkatze ist nahezu grenzenlos – probieren Sie es aus. Denn langweilt sich die Bengalkatze, sind Probleme vorprogrammiert. Sie wird sich selbst anregende Betätigungsfelder suchen, Schränke öffnen, Regale ausräumen und die ganze Wohnung auf den Kopf stellen. Selbst wenn die Zeit zum Spielen mal knapp sein sollte, gibt es zahlreiches interaktives Katzen-Spielzeug zur Selbstbeschäftigung, das keine Langeweile aufkommen lässt.

Bestenfalls können Sie der Bengalkatze eine weitere Katze zur Seite stellen. Idealerweise halten Sie die Bengal mit einer weiteren Bengal, zumindest aber mit einer Rasse, die ähnlich aktiv und selbstbewusst ist. Ruhige Rassen sind nicht für einen Mehrkatzenhaushalt mit Bengalen geeignet. Hunde und Kinder akzeptiert die Bengalkatze dagegen gut.

Zwei Bengalkatzen mit unterschiedlicher Farbe liegen auf einer Bank und kuscheln.
Bestenfalls lebt die Bengalkatze mit einer weiteren Bengalkatze zusammen© stock.adobe.com/Nii Koo Nyan

Kratzmöbel für Bengalkatzen: Unsere Top-Empfehlungen

Selbstverständlich sollte jeder Katzenhaushalt mindestens einen Kratzbaum haben, der zum Kratzen und Klettern einlädt und zugleich auch mit Höhlen und weichen Liegeflächen ein Rückzugsort zum Entspannen ist. In unserem großen Kratzbaum-Kaufratgeber finden Sie Tipps zur Auswahl des optimalen Kratzbaums. Zusätzlich sollten Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung für Ihre Bengalkatze mit weiteren Kratzmöglichkeiten ausstatten. So verhindern Sie, dass die Katze an Wänden und Möbeln kratzt und bieten ihr zusätzliche Beschäftigung. Im Tierfachmarkt und online gibt es zahlreiche Varianten von Kratzmöbeln - wir haben einige Empfehlungen für Sie zusammengestellt.

Kratzbrett

KratztonneKratzmatte Wand
Bewertung: 4,7 von 5Bewertung: 4,8 von 5Bewertung 4,2 von 5

Eigenschaften: für große Katzen geeignet, zum Kratzen und Schlafen, edles Design

Eigenschaften: für große Katzen geeignet, mit Höhlen für den Rückzug, Kissen waschbar

Eigenschaften: zum Schutz von Wandflächen, für gerade Flächen oder Ecken, aus Natursisal

 

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Spiele für Bengalkatzen: Interaktives Spielzeug zur Selbstbeschäftigung

Wer sich eine Bengalkatze zulegt, sollte sich bewusst sein, dass er sich regelmäßig ausreichend Zeit zum Spielen und Kuscheln nehmen muss. Wenn aber mal die Zeit knapp ist oder Sie Ihre Bengalkatze einige Stunden alleine lassen müssen, dann kann interaktives Katzenspielzeug zur Selbstbeschäftigung sehr hilfreich sein, um die Langeweile der Katze zu vertreiben. Denn ist die Katze nicht durch anregende Beschäftigung ausreichend gefordert, sind Probleme vorprogrammiert. Wir haben für Sie interaktives Katzenspielzeug gesichtet und Empfehlungen zusammengestellt. 

Interaktiver BallFummelboxFederspiel
Bewertung: 3,8 von 5Bewertung: 4,3 von 5Bewertung 3,9 von 5

Eigenschaften: intelligent und selbstdrehend, zum Fangen und Jagen, 3 Modi und LED Beleuchtung

 

Eigenschaften: reine Naturmaterialien, fördert Intelligenz und Geschicklichkeit, empfohlen von Tierpsychologen

 

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Pflege der Bengalkatze

Die Bengalkatze ist eine Kurzhaarkatze. Sie ist sehr reinlich und verbringt viel Zeit damit, ihr Fell in Ordnung zu halten. Für Sie ist ihre Fellpflege daher weniger aufwändig. Wenn Sie regelmäßig Ihre Bengalische Katze bürsten, weiß sie das aber sehr zu schätzen. So behalten Sie auch ihm Blick, ob sich Haarballen bilden – vor allem während des Fellwechsels – oder die Katze von Parasiten wie Zecken und Milben befallen ist. 

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Katzenbürsten: Top-Produkte zur Fellpflege der Bengalkatze

Nicht nur während des Fellwechsels sollten Sie die Bengalkatze regelmäßig bürsten. Sie pflegen damit nicht nur das Fell, sondern sorgen auch für entspannte Kuscheleinheiten. Ganz nebenbei können Sie so rechtzeitig Haarballen und Parasiten aufspüren und entfernen. Außerdem hilft das Bürsten, die Wohnung frei von Katzenhaaren zu halten. Es gibt mittlerweile viele unterschiedliche Modelle zur Fellpflege von Katzen auf dem Markt. Wir haben einige Empfehlungen für Sie zusammengestellt.

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Ernährung der Bengalkatze

Bengalkatzen sind, was ihre Ernährung angeht, eigentlich nicht wählerisch und vertragen eine hochwertige, proteinreiche Katzennahrung in der Regel gut. Um sicher zu gehen, dass die Bengalenkatze nicht empfindlich auf industrielles Fertigfutter reagiert, können Sie auf speziell entwickeltes Futter für Bengalkatzen zurückgreifen. Wir empfehlen das Futter Royal Canin Bengal Adult*

Dennoch entscheiden sich viele dazu, Ihre Bengalkatze zu BARFen, das heißtmit rohem Fleisch zu füttern. Das treibt nicht nur den Preis der Haltung einer Bengalkatze in die Höhe, sondern bringt auch folgende Risiken mit sich:

  • Gefahr der Fehlfütterung: Es kann zu einer Mangel- oder Überversorgung mit Nährstoffen kommen.
  • Keime im rohen Fleisch: Bestimmte Keime, die in rohem Fleisch enthalten sind, können die Gesundheit der Katze gefährden.
Achten Sie darauf, niemals rohes Schweinefleisch an Ihre Katze zu verfüttern: Es kann das für Katzen und Hunde tödliche Aujeszky-Virus enthalten! 

Eine Rohfleisch-Fütterung Ihrer Bengalkatze sollte daher nur in Absprache mit Ihrem Tierarzt und nach einer intensiven Beratung erfolgen.

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Auf die Ernährung der Bengalkatze angepasst: Futter Royal Canin Bengal Adult

Auch industrielles Katzenfutter versorgt Ihre Bengalkatze mit allen Nährstoffen, die sie braucht. Wir empfehlen das Futter Royal Canin Bengal Adult*. Es ist speziell an die Ernährung von Bengalkatzen angepasst. Es ist laut Hersteller hochverdaulich, proteinreich und von hoher biologischer Wertigkeit.

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Rassetypische Erkrankungen der Bengalkatze

Leider kommt es auch bei Bengalkatzen zu rassetypischen Erkrankungen. Dazu gehören:

  • Progressive Retinaatrophie (PRA-b): Diese Erkrankung führt dazu, dass die Bengalkatze blind wird. Das kann schon im ersten Lebensjahr der Katze geschehen. Diese Erbkrankheit ist durch einen Gentest nachweisbar.
  • Pyruvatkinase-Defizienz (PK-Def): Bei dieser Erkrankung werden die roten Blutkörperchen aufgrund eines Enzymmangels zerstört und es kommt zur Anämie (Blutarmut). Diese Erbkrankheit ist durch einen Gentest nachweisbar.
  • Hypertropher Kardiomyopathie (HCM): Diese Herzkrankheit trifft Bengalkatzen häufiger. Hierbei verdickt sich der Herzmuskel. Ein regelmäßig durchgeführter Herzultraschall bringt Klarheit.

Wenn Sie sich eine Bengalkatze kaufen wollen, dann nehmen Sie Abstand von günstigen Angeboten aus dem Internet. Das Risiko, dass Sie ein krankes Tier erhalten, ist hoch. Wenden Sie sich besser an einen seriösen Züchter. Dieser lässt die Elterntiere regelmäßig auf die gängigen Erbkrankheiten untersuchen, um gesunde Nachkommen zu erzielen.

Geschichte der Bengalkatze 

Die Bengalkatze ist eine recht junge Katzenrasse und sehr selten. Dementsprechend zahlt man für die Bengalkatze einen hohen Preis. Entstanden ist die Bengal in den USA in den 1960er Jahren. Dort kreuzte man die asiatische Leopardenkatze (Prionailurus bengalensis) mit kurzhaarigen Hauskatzen. So entstanden Hybriden. Diese Zwangsverpaarung von einer Wildkatze mit einer Hauskatze wird heute als Qualzucht angesehen. 

Seit 1999 kreuzen Züchter nur noch reinerbige Bengalkatzen, auch Leopardette genannt, miteinander. Mittlerweile ist die Bengalkatze von der Fèdèration Internationale Fèline als Rasse anerkannt. 

Die Bengalkatze ist erst ab der fünften Generation eine Hauskatze. Alle vorhergehenden Generationen gelten als Hybride und unterliegen dem Artenschutzgesetz.

Bengalkatzen sind von der ersten bis zur vierten Generation noch sehr eng mit der Wildkatze verwandt. Bengalkatzen aus diesen Generationen unterliegen daher dem Artenschutzgesetz und ihre Haltung ist wesentlich anspruchsvoller: Das Bundesamt für Naturschutz hat beispielsweise festgelegt, dass für Bengalkatzen bis einschließlich zur vierten Generation ein Außengehege von mindestens 15 Quadratmetern zur Verfügung stehen muss.

Erst ab der fünften Generation können Sie Bengalkatzen als Haustier im Haus halten. Ab diesem Zeitpunkt gelten Sie nicht mehr als Hybride und fallen nicht mehr unter das Artenschutzgesetz.

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Mit einer Bengal muss man sich beschäftigen.© stock.adobe.com/pyrozenko13

Ist eine Bengalkatze die richtige Katze für Sie?

Wer Gefallen an einer Bengalkatze gefunden hat, sollte sich die Anschaffung gut überlegen. Denn der Preis für eine Bengalkatze ist hoch und auch die Haltung kostspielig. Bevor Sie sich eine Bengalkatze kaufen, stellen Sie sich diese Fragen:

  • Wollen Sie eine Katze, die noch Charakterzüge eines Wildtiers zeigt?
  • Wollen Sie eine Katze, die sehr temperamentvoll und aktiv ist?
  • Können Sie der Bengalkatze ein artgerechtes Leben ermöglichen?
  • Haben Sie Lust und Zeit, sich aktiv mit der Bengalkatze zu beschäftigen?
  • Haben Sie genug Zeit, Platz und finanzielle Mittel, um zwei Bengalkatzen aufzunehmen?
  • Können Sie gewährleisten, ein Katzenleben lang für Futter, Tierarztkosten, usw. finanziell aufzukommen?

Wenn Sie all diese Fragen mit einem klaren "Ja" beantworten können, sollten Sie sich bei einem seriösen Züchter weiter beraten lassen. Wenn Sie der Bengalkatze ein gutes Zuhause bieten können und sich gut über die Haltung informiert haben, steht einer gemeinsamen Zukunft nichts im Wege.

Bengalkatze: Die häufigsten Fragen im Überblick

Die Bengalkatze gehört zu den Katzenrassen, die für Allergiker geeignet sind. Denn das Protein Fel d1, das für die Katzenallergie verantwortlich ist, ist bei Bengalkatzen nur schwach ausgeprägt. Dennoch kann dieses Protein, das in Hautschuppen, Speichel oder Urin enthalten ist und dem Fell anhaften kann, bei Menschen mit einer Katzenallergie, eine Reaktion auslösen. Eine Garantie, dass es bei einer Bengalkatze zu keiner allergischen Reaktion kommt, gibt es also nicht. 

Bengalkatzen sind trotz ihrer Vorfahren nicht gefährlich. Trotzdem gilt sie von der ersten bis zur vierten Generation noch als Wildtier, da die Verwandtschaft zur Wildkatze noch sehr nah ist. Bengalkatzen aus diesen Generationen unterliegen dem Artenschutzgesetz und dürfen nur unter strengen Auflagen gehalten werden. Erst ab der fünften Generation zählt die Bengal als Hauskatze und kann ohne Einschränkungen als Haustier gehalten werden.

Die Bengalkatze gehört zu den seltenen Rassen und ist eine der teuersten Katzenrassen der Welt. Bei einem Züchter kann der Preis für eine Bengalkatze bei einem Züchter kann zwischen 1.000 und 5.000 Euro liegen. Selbst wenn Sie sich eine Bengalkatze aus dem Tierheim holen, kann der Preis noch ca. 700 Euro betragen.

Die Bengalkatze ist eine junge Katzenrasse. Sie entstand in den 60er-Jahren und entspringt der Kreuzung einer Asian Leopard Cat sowie Haus- und Rassekatzen. Sie hat also eine kleine Wildkatze aus Süd- und Ostasien als Vorfahrin und zählt somit als Hybridrasse.

Bei artgerechter Haltung können Bengalkatzen bis zu 15 Jahre alt werden. 

Bengalkatze oder andere Rassekatzen – welche ist die Richtige für mich?

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