Mäusefang als Liebesbeweis

Katze bringt Beute mit nach Hause

Katzen sind von Natur aus hervorragende Jäger. Auch Hauskatzen haben diesen natürlichen Jagdtrieb nach wie vor. Nicht selten bringen sie ihre Beute auch mit nach Hause. Erfahren Sie hier, wie Sie sich in solch einer Situation am besten verhalten.

Katze bringt Beute mit nach Hause
Lecker! So eine Maus ist ein Festschmaus.© Andrey Stratilatov / Fotolia

Es ist schön, morgens von seiner Katze begrüßt zu werden. Weniger begeistert sind Katzenhalter aber, wenn ihnen das Tier bei dieser Gelegenheit auch seine blutige Beute vor die Füße wirft.

Solange die Katze nach draußen kann, werden Sie nicht verhindern können, dass Ihre Katze Ihnen ihre Beute mitbringt, denn die Jagd ist ihre naturgegebene Bestimmung. Auch ein stets mit leckerem Futter gefüllter Napf kann dieses Verhalten nicht verhindern. Meist steht bei der Jagd von Hauskatzen der Hunger gar nicht im Vordergrund, weshalb sie häufig mit ihrer Beute "spielen". Durch die Jagd bleibt die Katze geistig und körperlich fit.

Die Beute als Geschenk für den Besitzer

Wenn Ihnen Ihre Katze ihre Beute mitbringt, dann handelt es sich dabei um ein liebgemeintes Geschenk.Schimpfen Sie sie nicht, denn es ist ein Liebesbeweis. "Bedanken" ist also oberste Pflicht des Katzenbesitzers, erst dann darf das Präsent diskret entsorgt werden.

Wenn die Beute noch lebt

Wenn die Beute Ihrer Katze noch lebt, versuchen Sie, sie zu retten und an einem sicheren Ort auszusetzen. Achten Sie darauf, dass Ihre Katze Ihnen nicht folgt, sonst liegt die Beute gleich wieder vor Ihrer Tür. Das gilt jedoch selbstverständlich nur, wenn es der Beute noch gut geht und sie noch eine Überlebenschance hat. Ist die Beute bereits fast tot, sollte man besser nicht mehr eingreifen. Denn dann würde sie nur noch länger leiden müssen.

Nehmen Sie das Beutetier dabei aber niemals direkt aus dem Mal Ihrer Katze. Das führt unter Umständen dazu, dass sie noch fester zubeißt. Bringen Sie sie stattdessen dazu, ihre Beute abzulegen. Dann kann es allerdings sein, dass diese schnell davonläuft.

Lässt die Katze partout nicht los, können Sie sie mit beiden Händen unterm Bauch hochheben und vor die Tür setzen und eine Weile bewachen, damit sie nicht gleich wieder zurückkommt. Auf diese Weise lernt sie jedenfalls, dass sie Lebendes nicht behalten darf. Aber wie Sie das handhaben möchten, bleibt natürlich Ihnen überlassen.

Die Beute von Katzen

Meistens handelt es sich bei der Beute von Katzen um eine Maus, gelegentlich ist es auch ein Siebenschläfer, ein Frosch oder eine kleine Fledermaus. Letztere überlebt den Stress in der Regel genauso wenig wie ein Vogel, da beide ein extrem sensibles Gemüt haben und schon am Schock sterben. Ist je nach Umfeld das Beuteangebot abwechslungsreich, werden Vögel oft nur als "Fernsehprogramm" betrachtet. Die Attacken der Katzen auf Vögel sind meist relativ kurz, denn sobald sie merken, dass der Vogel schneller ist, verschwenden sie darauf keine Enerigie mehr.

Nistplätze und Futterhäuschen kann man zur Sicherheit untenrum mit einer breiten Drahtmanschette sichern, sodass Katzen nicht rankommen.

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