Wellensittiche richtig halten

Wellensittiche sind muntere, gesellige Vögel, die man mit etwas Sachkenntnis artgerecht halten kann. Erfahren Sie hier, was bei der Haltung von Wellensittichen zu beachten ist, und informieren Sie sich über Lebenserwartung, Rassen, Geschlechtsbestimmung und Ernährung.

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Wellensittiche gibt es in vielen prächtigen Farben. © Shutterstock/PrakapenkaAlena

Wellensittiche (Melopsitticatus undulatus) gehören zur Familie der Papageien und zählen in ihrer Heimat Australien zu der am häufigsten vorkommenden Papageienart. Durch ihre muntere Art und das farbenfrohe Gefieder sind sie zudem äußerst beliebte Ziervögel, für deren artgerechte Haltung jedoch einiges zu beachten ist.

Inhaltsübersicht

Charakter und Verhalten von Wellensittichen

Obwohl sie von Natur aus eher scheu sind, können Wellensittiche durch konsequentes Training zahm werden und eine enge Bindung zu ihren menschlichen Gefährten aufbauen. Auch zahme Wellensittiche haben jedoch nach wie vor einen ausgeprägten Bewegungsdrang und brauchen jeden Tag ausreichend Freiflug, um überschüssige Energie abbauen zu können.

Wellensittiche, sowohl Männchen als auch Weibchen, zeichnen sich außerdem durch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten aus. Diese kleinen Vögel sind bekannt dafür, in Schwärmen oder Gruppen von bis zu 2.000 Vögeln zu leben, wobei ihre Interaktionen oft von lebhaften Unterhaltungen und gemeinsamen Aktivitäten geprägt sind. Laute und Körpersprache, mit denen Wellensittiche kommunizieren sind äußerst beeindruckend. Auch als Haustier wollen Wellensittiche daher nicht alleine leben und haben gerne mindestens einen weiteren Artgenossen (gerne leben sie auch hier in Gruppen oder Schwärmen) in ihrem Lebensraum.

Wellensittiche haben ein einzigartiges Gruppenverhalten und besitzen die Fähigkeit, sich an die Dynamik ihrer gefiederten Gemeinschaft anzupassen. Wenn sie ausreichend Bewegungsfreiraum haben und ihrem Bewegungsdrang nachkommen können, leben Wellensittiche in einem harmonischen Miteinander. Wenn dies nicht der Fall ist kann es aber auch zu Aggression untereinander kommen.

Wellensittiche haben eine ausgeprägte Körpersprache, um mit Artgenossen zu kommunizieren. Als Halter ist es daher wichtig, typische Ausdrucksmittel richtig deuten zu können.

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Wenn Wellensittiche sich putzen

Wenn Ihr Wellensittich sich viel und ausgiebig putzt, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Er fühlt sich in seiner Umgebung so entspannt und sicher, dass er sich ganz der Gefiederpflege widmen kann. Beim Putzen nehmen Wellensittiche ihren Schnabel und die Krallen der Füße zu Hilfe. Besonders während der Mauser kratzen sich die Wellensittiche mit den Füßen und reiben ihren Kopf an den Gitterstäben des Käfigs. Ist die Reinigung beendet, schüttelt der Wellensittich sein Gefieder aus.

Wenn Wellensittiche mit dem Schnabel knirschen

Ihr Wellensittich knirscht mit dem Schnabel? Keine Sorge! Bei Wellensittichen ist dies ein Zeichen völliger Entspannung. Meistens knirschen Wellensittiche kurz vor dem Einschlafen mit ihrem Schnabel. Dann vergraben sie ihren Schnabel im Rückengefieder, oft auch ein Bein im Bauchgefieder – und schon ist der Wellensittich im Land der Träume.

Wenn Wellensittiche ihren Körper lang aufrichten

Macht der Wellensittich seinen Körper ganz lang und geht dabei in die Hocke? Schaut er mit stark verkleinerten Pupillen nach oben und sein Gesang ist verstummt? All dies sind Anzeichen dafür, dass Ihr Wellensittich gerade unter großem Stress steht und Angst empfindet. Suchen Sie unbedingt den Auslöser für dieses Angstverhalten Ihres Wellensittichs.

Wenn Wellensittiche sich aufplustern

Durch ein aufgeplustertes Gefieder will sich der Wellensittich wärmen. Die Luft zwischen dem Gefieder dient ihm so als Isolierschicht und schützt ihn vor der Kälte. Plustert sich Ihr Wellensittich allerdings besonders häufig auf und zeigt er andere ungewöhnliche Verhaltensmuster (etwa eine ungewohnte Sitzhaltung), könnte das Aufplustern auch Zeichen einer Erkrankung sein.

Wenn Wellensittiche die Flügel aufstellen

Wellensittiche, die ihre Flügel aufstellen, machen sich damit besonders groß und eindrucksvoll. Mit diesem Verhalten wollen Wellensittiche ihre Artgenossen einschüchtern oder ihnen imponieren. An besonders warmen Sommertagen kann das Aufstellen der Flügel aber auch ganz einfach einen praktischen Nutzen haben: Wellensittiche besitzen keine Schweißdrüsen und verschaffen sich durch das Aufstellen ihrer Flügel Abkühlung.

Wellensittiche auf einem Ast
Wellensittiche sind Schwarmvögel © shutterstock.com/ Ronald Wittek

Anschaffung von Wellensittichen

Beim Kauf von Wellensittichen sollten Sie genau hinsehen. Wellensittiche leben in Gefangenschaft durchschnittlich acht Jahre, es gibt jedoch auch Wellensittiche, die das stolze Alter von 20 Jahren erreichen. Sie werden also bestenfalls eine lange Zeit mit Ihren Wellensittichen verbringen. Eine sorgfältige Auswahl ist daher wichtig.

Als erstes sollten Sie sich im Tierheim in Ihrer Nähe nach Wellensittichen erkundigen. Manchmal werden hier Paare abgegeben. So geben Sie verlassenen Wellensittichen noch die Chance auf ein neues Zuhause.

Entscheiden Sie sich für einen Neukauf, können Sie sich bei einem guten Züchter erkundigen und umsehen. Lassen Sie sich dabei Zeit.

Achten Sie beim Kauf von Wellensittichen auf folgende Dinge:

  • Der Käfig, in dem die Wellensittiche untergebracht sind, sollte sauber und hell sein. Es gibt frisches Wasser, Futter und frische Einstreu aus Sand.
  • Die Wellensittiche sind munter und verhalten sich entspannt.
  • Schnabel, Kloake und Füße der Wellensittiche haben keine Auflagerungen, sind also parasitenfrei.
  • Die Füße der Wellensittiche sind beringt.
  • Der Verkäufer nimmt sich Zeit, beantwortet Ihre Fragen rund um die Wellensittiche und gibt kompetent Auskunft.

Checkliste: Passen Wellensittiche zu mir?

Die Haltung von Wellensittichen macht viel Freude – wenn man sich mit den Vögeln auskennt und weiß, was sie zum Glücklichsein brauchen. Mit dieser Checkliste können Sie überprüfen, ob die Wellensittich-Haltung das Richtige für Sie ist:

  • Bei mir werden mindestens zwei Wellensittiche einziehen. Mir ist bewusst, dass ich einen Wellensittich nicht alleine halten darf.
  • Ich weiß, dass Wellensittiche einen großen Käfig oder eine Voliere und die Möglichkeit zum Freiflug brauchen. Dafür habe ich Platz.
  • Ich kann die Wellensittiche sogar in einem eigenen Vogelzimmer unterbringen.
  • Wellensittiche zwitschern gerne recht laut und ausdauernd. Das stört weder mich noch meine Familie, meine Nachbarn oder meinen Vermieter.
  • Mir ist klar, dass die Haltung von Wellensittichen auch mehr "Schmutz" und Arbeit bedeutet. Ich muss öfter putzen und habe ab und zu auch Federn, Kot- und Körnerreste in der Wohnung.
  • Wenn ich verreise, habe ich jemanden, der sich gut um meine Wellensittiche kümmert.
  • Ich habe bereits einen vogelkundigen Tierarzt in meiner Nähe gefunden, der mir hilft, wenn meine Wellensittiche krank sind.
  • Wellensittiche werden im Durchschnitt etwa acht Jahre alt, in Einzelfällen werden die Vögel sogar bis zu 20 Jahre alt. Solange kann und werde ich mich gut um meine Wellensittiche kümmern.

Können Sie all diese Punkte schon mit "Ja" beantworten? Dann steht dem Einzug von Wellensittichen nichts mehr im Wege. Hier erfahren Sie jetzt, was Sie zu Kauf, Käfig, Freiflug, Ernährung und Verhalten unbedingt wissen sollten.

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In einer Voliere können Wellensittiche draußen gehalten werden. © Shutterstock/js59

Haltung von Wellensittichen

Die Haltung von Wellensittichen erfordert eine sorgfältige Berücksichtigung ihrer natürlichen Bedürfnisse. Idealerweise sollten Wellensittiche nicht in Einzelhaltung, sondern paarweise oder in kleinen Gruppen gehalten werden, da sie äußerst soziale Tiere sind und die Gesellschaft ihres eigenen Artgenossen schätzen. Durch liebevolle Interaktion und Geduld kann auch eine enge Bindung zwischen Mensch und Wellensittich entstehen, was die Haltung von Wellensittichen zu einer erfüllenden Erfahrung macht.

Gesundheit und Pflege von Wellensittichen

Die Gesundheit und Pflege von Wellensittichen erfordert eine aufmerksame und regelmäßige Betreuung. Eine ausgewogene Ernährung und sauberes, frisches Trinkwasser sind entscheidend für ihre Gesundheit. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und Impfungen sind wichtig, um mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Die Pflege des Federkleids erfolgt durch regelmäßiges Baden oder Sprühen von Wasser, um Staub und Schmutz zu entfernen. Ein gut belüfteter und sauberer Käfig unterstützt die allgemeine Hygiene.

Ein angemessener Käfig, bei dem die Käfigreinigung nicht vernachlässigt wird, sind entscheidende Faktoren bei der Pflege. Die Bereitstellung von geeignetem Spielsachen und Klettervorrichtungen fördert die geistige und körperliche Aktivität. Zudem ist es wichtig, den Vögeln tägliche Flugphasen außerhalb des Käfigs zu ermöglichen, damit sie ihrem Bewegungsdrang nachkommen können. Bei Innenhaltung benötigen Wellensittiche mehrere Stunden Freiflug pro Tag.

Eine einfühlsame und liebevolle Interaktion trägt ebenfalls zur emotionalen Gesundheit der Wellensittiche bei. Durch aufmerksame Pflege und regelmäßige Aufmerksamkeit können Wellensittichbesitzer eine dauerhafte Verbindung zu ihren gefiederten Freunden aufbauen.

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Ernährung: Das richtige Futter für Wellensittiche 

In Freiheit ernähren sich Wellensittiche in erster Linie von Grassamen und müssen auf der täglichen Futtersuche weit fliegen. In Gefangenschaft bekommen sie ihr Futter geliefert – Tag für Tag, ohne sich dabei bewegen zu müssen. Deshalb neigen Wellensittiche, die in Käfig oder Voliere gehalten werden, schnell zu Übergewicht. Umso wichtiger ist es, zu Hause gehaltene Vögel abwechslungsreich und fettarm zu füttern. Eine ausgewogene Ernährung, bestehend aus hochwertigen Körnermischungen, Samen und Frischkost (frischem Obst und Gemüse) gewährleistet ihre optimale Gesundheit.

  • Körner (Hirse* und Glanz)
  • Verschiedene Kräuter* z.B. Löwenzahn, Vogelmiere, Salbei
  • Obst z.B. Banane, Erdbeere, Apfel (keine Zitrusfrüchte)
  • Gemüse z.B. Gurke, Zucchini, Kürbis (keine Kohlsorten, Nachtschattengewächse, Hülsenfrüchte oder Avocado)
  • Mineralstoffe durch Sepiaschalen* oder Kalksteine
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Wellensittiche brauchen Beschäftigung. © Shutterstock/Kiril Matanov

Käfig und Käfigausstattung für Wellensittiche

Der Käfig gehört zur Grundausstattung bei der Haltung von Wellensittichen. Beim Wellensittich-Käfig gilt: Je größer desto besser für den Wellensittich. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt eine Mindestgröße des Käfigs von 150 x 50 x 80 cm (L x B x H) für ein Wellensittich-Paar. Je mehr Wellensittiche in der Voliere leben, desto größer muss sie auch sein. Dazu brauchen die Vögel täglich die Möglichkeit des Freiflugs.

So sieht der optimale Wellensittich-Käfig aus

  • Die Käfigform muss eckig sein, bitte keinesfalls einen Rundkäfig verwenden. Darin können sich die Wellensittiche schwer bewegen. Je länger der Käfig ist, desto besser.
  • Die Gitterstäbe des Käfigs verlaufen waagerecht, damit die Wellensittiche klettern können.
  • Die Farbe der Käfig-Gitterstäbe ist am besten dunkel.
  • Das Käfig-Material sollte ungiftig sein. Bei Metall bitte auf "zink- und schwermetallfrei" achten.
  • Der Käfig sollte mit passendem Spielzeug und reichlich Knabber- und Klettermöglichkeiten spannend eingerichtet sein.

Ein Käfig, der diesen Ansprüchen gerecht wird, ist beispielsweise die MORE FOR Voliere*. Mit den Innemaßen 97 x 64 x 166 cm (L x B x H) bietet sie genügend Platz für ein Wellensittich-Paar. Die Gitterstäbe sind waagrecht angeordnet und schwarz.

Optimaler Standort des Wellensittich-Käfigs

Den Standort des Wellensittich-Käfigs wählen Sie am besten nahe an einem Fenster, damit die Wellensittiche so viel Tageslicht wie möglich bekommen. In der dunklen Jahreszeit sind spezielle UV-Vogellampen angebracht. Der Käfig-Standort sollte zugluftfrei und standfest sein. Stellen Sie den Käfig so, dass die Wellensittiche alles überblicken können. Ideal ist es auch, wenn die Wellensittiche nicht allein sind, gerade, wenn Sie sich nur ein Paar halten. Ein guter Käfigstandort ist daher meistens auch im Wohnzimmer – dem Ort, an dem Sie sich selbst viel aufhalten.

Auch innerhalb des Käfigs ist eine bestimmte Grundausstattung notwendig. Wellensittiche benötigen ein Badehäuschen mit geriffeltem Boden, einen Wetzstein und frischen Vogelsand in der Bodenschale ihres Käfigs. Zudem sorgen Sitzstangen aus Naturholz, Schaukeln, Klettermöglichkeiten, Äste zum Knabbern (geeignet sind Äste von Obstbäumen, Weiden und Birken) sorgen für ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten.

Bei Innenhaltung benötigen Wellensittiche mehrere Stunden pro Tag die Möglichkeit zum Freiflug in einem geschlossenen Raum mit sicheren Landemöglichkeiten. Um den Vögeln dauerhaft mehr Platz zum Fliegen zu ermöglichen, bietet sich der Bau einer Voliere an.

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Wellensittiche sitzen gerne an Seilen. © Shutterstock/Vyaseleva Elena

Käfigreinigung bei Wellensittichen

Die Käfigreinigung bei Wellensittichen ist ein entscheidender Aspekt der Pflege, um eine saubere und gesunde Umgebung für die Vögel zu gewährleisten.

Dabei sollten Sie täglich frisches Trinkwasser zur Verfügung stellen, das Badewasser im Badehäuschen austauschen und Essensreste entfernen. Auch Kot sollte täglich vom Käfigboden entfernt werden.

Einmal wöchentlich wird es auch notwendig den Käfig und den Käfigboden zu reinigen. Dabei sollten Sie den Vogelsand in der Käfigschale austauschen, die Schale auswaschen und die Stäbe des Käfigs abwischen. Auch Futterschalen, Trinkgefäß und Spielsachen sollten einmal wöchentlich gereinigt werden.

Es reicht hingegen einmal monatlich eine gesamte Käfigreinigung mit Desinfektion der gesamten Käfigausstattung durchzuführen. Auch Äste und Sitzstangen sollten Sie dann austauschen.

Wellensittiche draußen in der Voliere halten

Eine Möglichkeit, mehrere Wellensittiche unterzubringen, ist die ganzjährige Außenhaltung in der Voliere. Wichtig für die Haltung draußen ist ein beheizbares Schutzhaus. Das Schutzhaus sollte groß genug, hell und attraktiv eingerichtet sein. Nur dann ziehen sich die Wellensittiche bei niedrigen Temperaturen dahin gern zurück.

Sind die Wellensittiche draußen untergebracht, muss die Voliere so gestaltet werden, dass die Vögel genügend Platz zum Fliegen haben. Ausbruchssicher und sicher vor Wildtieren sollte die Voliere ebenfalls sein. Da Wellensittiche eine hohe Lebenserwartung (in Einzelfällen bis zu 20 Jahre) haben, sollten Sie beim Bau gleich auf Langlebigkeit und gute Qualität bei den Materialien achten.

Da Wellensittiche gerne aus Langeweile fressen, sollte fertiges Körnerfutter nicht ständig zur freien Verfügung angeboten werden. Frischfutter wie Obst, Gemüse und frische Kräuter sollte nach maximal drei Stunden wieder aus der Voliere entfernt werden.

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Fortpflanzung und Nachwuchs bei Wellensittichen

Die Fortpflanzung bei Wellensittichen beginnt mit der Geschlechtsreife, die in der Regel im Alter von etwa sechs Monaten eintritt. Sobald die Vögel geschlechtsreif sind, zeigen sie oft verstärktes Interesse an ihrem Umfeld und potenziellen Partnern.

Während der Brutzeit suchen sie nach einem geeigneten Brutplatz, der oft in Nistkästen oder Hohlräumen gefunden wird. Das Weibchen legt dann Eier, normalerweise in einer Serie von zwei bis acht Eiern. Das Brüten der Eier dauert etwa 18 bis 21 Tage, und sowohl das Männchen als auch das Weibchen beteiligen sich an dieser fürsorglichen Pflicht.

Nach dem Schlüpfen kümmern sich beide Elternteile um den Nachwuchs, füttern die Küken und sorgen für ihre Sicherheit. Diese Familienbindung trägt zur positiven Entwicklung der jungen Wellensittiche bei und fördert ein harmonisches Miteinander.

Das Geschlecht des Wellensittichs bestimmen 

Das Geschlecht des Wellensittichs lässt sich im Vergleich zu anderen Papageien- und Sitticharten relativ leicht bestimmen. Die Farbe der Nasen- bzw. Wachshaut, die sich im Bereich der Nasenlöcher befindet, liefert in der Regel genauen Aufschluss über das Geschlecht des Wellensittichs. Hormonstörungen und Erkrankungen können zu einer andersfarbigen Wachshaut führen.

  • Hennen (Weibchen): leicht runzlige Wachshaut, weißlich bis hellblau; während der Brutreife braun bis dunkelbraun
  • Hähne (Männchen): glatte Wachshaut, mittelblau bis dunkelblau

Bei Jungvögeln ist die Wachshaut noch recht blass, doch nach einigen Wochen färbt sie sich immer mehr und verrät das Geschlecht des jungen Wellensittichs.

Wellensittich-Rassen

Wildlebende Wellensittiche sind vorwiegend grün mit einem gelben Kopf und einer schwarzen Streifenzeichnung. Durch gezielte Zucht hat sich das Farbspektrum der Wellensittiche jedoch deutlich vergrößert. Grob lassen sich die Farbschläge beim Wellensittich in zwei Serien gliedern:

Blaue Serie: Hellblau, Himmelblau, Dunkelblau, Mauve, Grau, Albino, Violett, Gelbgesichter

Hellblauer Wellensittich

Grüne Serie: Hellgrün, Dunkelgrün, Olivgrün, Graugrün, Lutino

Hellgrüner Wellensittich

Auch die typische Gefiederzeichnung der Wellensittiche kann schwarz, braun, grau oder blassgrau ausfallen. So entstehen mit Farbschlägen und Zeichnungen beim Wellensittich verschiedenste Gefiederfärbungen und -variationen.

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Wellensittiche: Herkunft und als Haustiere

Wellensittiche (Melopsitticatus undulatus), oft liebevoll "Wellis" genannt, sind faszinierende Haustiere, die sich durch ihre lebendige Persönlichkeit und farbenfrohe Erscheinung auszeichnen. Diese kleinen Sittiche gehören zur Vogelart der Altweltpapageien und erreichen eine durchschnittliche Größe von etwa 18 Zentimetern. Ihr Federkleid präsentiert eine beeindruckende Palette an Farben, wobei das charakteristische himmelblaue Gefieder besonders bekannt ist.

Als Herkunft der Wellensittiche ist Australien (Zentralaustralien) bekannt. Dort leben die Sittiche in Waldgebieten, Savannen und Grassteppen und leben als Nomaden, indem sie auf Futtersuche umherziehen. In drei Stunden Flugzeit können sie rund 100 Kilometer zurücklegen. Länger fliegen sie allerdings nicht ohne Unterbrechung. In Ostaustralien gibt es jedoch Wellensittiche, die nicht umherziehen, weil sie aufgrund der günstigen klimatischen Bedinungen dort zu jeder Jahreszeit ausreichend Nahrung haben.

Nach Europa kamen Wellensittiche erst 1840 mit dem englischen Wissenschaftler John Gould, der Sittiche mit dem Schiff mit nach Großbritannien nahm. In ganz Europa entstand dann schnell eine Nachfrage. Der Export der Tiere war jedoch sehr beschwerlich und viele Vögel überlebten den Transport nicht. Mit einem Ausfuhrverbot setzte Australien letztendlich dem Export vollständig ein Ende. In Europa hatte man aber bereits begonnen Wellensittiche zu züchten und beim Einsatz des Ausfuhrverbots gab es bereits Massenzuchten in England, Deutschland und Frankreich. Auch weltweit fand man Gefallen an Wellensittichen und heute sind es die weltweit beliebtesten Ziervögel.

Wellensittiche halten: Weitere Hinweise und Informationen

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