Hund trinkt nicht: Ursachen, Krankheiten und Abhilfe

Trinkt der Hund nicht oder nur wenig, kann dies zu einer lebensbedrohlichen Dehydration führen. Hier erfahren Sie, welche Ursachen es haben kann, dass der Hund nichts trinkt und wie Sie ihn zum Trinken ermutigen. 

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Will der Hund nicht trinken, kann dies lebensbedrohlich sein. © Stock.adobe.com/Carola Schubbel

Wenn ein Hund nicht trinkt oder auffällig wenig, sind viele Hundehalter schnell besorgt. Dehydration beim Hund kann lebensbedrohlich werden. Warum der Hund nicht trinken will und wie Sie ihn zum Trinken animieren, lesen Sie hier. 

Wie viel muss ein Hund trinken?

Wie viel ein Hund trinken muss, ist von verschiedenen Faktoren wie Größe, Alter, Gewicht und Aktivität abhängig. Auch die Außentemperatur spielt eine Rolle. Vor allem im Sommer ist es wichtig, dass der Hund ausreichend trinkt. 

Durchschnittlich benötigt ein Hund am Tag 60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Einen Teil des benötigten Wassers nimmt der Hund auch durch das Futter auf. Nassfutter besteht etwa zu einem Anteil von ca. 80 % aus Wasser, Trockenfutter nur aus etwa 10 %. 

So viel sollte der Hund trinken 

Gewicht des HundesDurchschnittliche Trinkmenge pro Tag
5 kg300 ml
10 kg600 ml
15 kg900 ml
20 kg1,2 L
25 kg1,5 L
30 kg1,8 L
35 kg2,1 L

Pro zusätzliche 5 Kilogramm Körpergewicht, steigt die benötigte Trinkmenge um 0,3 Liter an. 

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Ist der Hund krank, verweigert er manchmal auch das Wasser. © Stock.adobe.com/Clariella

Hund trinkt nicht: Daran kann es liegen

Hundehalter reagieren oft besorgt, wenn der Hund nicht trinken will. Verweigert der Hund die Flüssigkeitsaufnahme, kann dies zu ernsten Problemen führen.

Gefährlich wird es, wenn der Hund zwei Tage lang nichts trinkt. Dann sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. 

Die 7 häufigsten Ursachen, wenn Hunde nichts trinken

1. Futterumstellung

Erfolgt eine Futterumstellung von Trockenfutter auf Nassfutter oder BARF, kann dies der Grund sein, warum der Hund weniger als gewöhnlich trinkt. Das neue Futter enthält wesentlich mehr Wasser. 

2. Stress und Erkrankungen

Erkrankungen und Stresssituationen können dazu führen, dass Hunde nichts oder weniger trinken. Beobachten Sie dies bei Ihrem Hund und stellen Sie weitere Krankheitssymptome wie Durchfall, Fressunlust oder Verstopfung fest, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. 

3. Impfschaden

Trinkt der Hund nicht oder besonders wenig nach einer Impfung, kann es sein, dass er am Impfschadensyndrom ISS leidet. Beobachten Sie dieses Verhalten kurz nach einer Impfung, sollten Sie sich an Ihre Tierarztpraxis wenden. 

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4. In Folge von Durchfall

Leidet der Hund an Durchfall, ist sein Allgemeinzustand so geschwächt, dass er müde und erschöpft ist. Manche Hunde sind zu schlapp, um an das Trinken zu denken. Dennoch ist es jetzt besonders wichtig, dass der Hund genug Flüssigkeit zu sich nimmt. 

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5. Mobbing durch anderen Hund

Im Haushalt mit mehreren Hunden kann es sein, dass der rangniedrige Hund sich nicht zum Wassernapf traut, wenn der ranghöhere Hund dies nicht zulässt. Stellen Sie unbedingt mehrere Trinkmöglichkeiten an unterschiedlichen Plätzen auf und beobachten Sie Ihre Hunde im Umgang miteinander. 

6. Während der Läufigkeit

Ist eine Hündin läufig, kann es sein, dass die Rüden, die mit ihr zusammenleben, auf Futter und Wasser verzichten – so abgelenkt sind sie von der Läufigkeit ihrer Mitbewohnerin. 

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7. Nach Narkose oder Operation

Nach OPs mit Narkose sind viele Hunde noch benommen oder haben Schmerzen. Erkundigen Sie sich, ab wann der Hund wieder Wasser zu sich nehmen darf und beobachten Sie den Hund, ob er das auch wirklich tut. 

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Auch unterwegs sollte der Hund immer frisches Wasser zur Verfügung haben.© Stock.adobe.com/olezzo

Wie erkenne ich eine Dehydration beim Hund?

Wenn der Hund zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, dehydriert er. Symptome, die auf eine Dehydration beim Hund hindeuten sind: 

  • Unruhe
  • schnelle Atmung
  • häufiges Belecken der Lefzen
  • Fang und Zahnfleisch sind sehr trocken
  • Hund wirkt ängstlich oder desinteressiert

Hautfaltentest durchführen

Auch durch den Hautfaltentest können Sie eine Dehydration beim Hund erkennen. Der Hund sollte sich dazu auf die Seite legen. Ziehen Sie die Haut im Schulter-Nackenbereich zu einer Falte und lassen Sie diese wieder los. Normalerweise sollte diese Falte sich sofort wieder zurückbilden. Verschwindet die Falte nur langsam, ist dies ein Anzeichen für eine Dehydration. Stellen Sie den Hund unbedingt einem Tierarzt vor. 

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Ist der Hund dehydriert, braucht er eine Infusion. © Stock.adobe.com/ibreakstock

Hund trinkt zu wenig? So animieren Sie ihn zum Trinken 

Wenn Ihr Hund nicht oder zu wenig trinkt, sollten Sie ihn animieren, mehr zu trinken. Damit der Hund mehr Flüssigkeit zu sich nimmt, können Sie folgende Tricks anwenden: 

  • Wasser ins Futter mischen 
  • genießbare Obststücke aus Wasserschale schnappen lassen (z.B. Birnen, Äpfel, Erdbeeren)
  • Hundeleberwurst im Wasser ausdrücken 
  • Trinkbrunnen* aufstellen 

Die beliebtesten Trinkbrunnen für Hunde

Um Hunde zum Trinken zu animieren, kann es sich lohnen einen Trinkbrunnen für Hunde aufzustellen. Durch den Fluss von frischem Wasser wird der Hund zum Trinken angeregt. Diese Trinkbrunnen sind unter Hundehaltern besonders beliebt: 

HerstellerLu&BaTomxcutehoneyguardian
Volumen2 Liter3,2 Liter6 Liter
 

 

 

 

Damit der Fußboden unter Trinkbrunnen oder Wassernapf nicht überschwemmt wird, empfiehlt es sich, eine abwaschbare Napfunterlage* zu benutzen. 

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