Grundregeln für das Zusammenleben mit Hund

Mit unserem Verhalten senden wir permanent Botschaften an unseren Hund. Aus Unwissenheit vermitteln wir dem Tier dabei oft das Gegenteil von dem, was wir eigentlich meinen. Hier drei Grundregeln für das Zusammenleben von Mensch und Hund.

Mensch Hund Beziehung Kommunikation
Um Missverständnisse zu vermeiden, muss die ganze Familie sich an die Regeln der Kommunikation halten.© Vasyl-stock.adobe.com

Ein Hund kann zwar viele unserer Signale richtig deuten, doch oft vermitteln wir ihm unbewusst die falsche Botschaft und wundern uns anschließend über das "merkwürdige" Verhalten des Tieres. Oder wir interpretieren das Verhalten des Tieres falsch, was zwangsläufig zu weiteren Missverständnissen führt. Damit erst gar keine Missverständnisse entstehen und das Zusammenleben mit Hund wirklich funktioniert, sollten die folgenden drei grundlegenden Regeln konsequent eingehalten werden. 

1. Die ganze Familie muss mitmachen

Vor allem für Familien gilt: Alle müssen sich dem Hund gegenüber von Anfang an gleich verhalten. Wenn der eine etwas erlaubt, was der andere verbietet, verwirrt und verunsichert das den Hund unnötig. Er weiß zunächst nicht mehr, was er tun darf und wird sich daher das aussuchen, das ihm gefällt. Verschiedene Regeln senden außerdem die Botschaft, dass im Rudel Chaos herrscht bzw. Herrchen und Frauchen die Familie nicht im Griff haben. Das kann später zu Rangordnungsproblemen führen, weil der Hund glaubt, die Chefrolle übernehmen zu müssen.

2. Ruheplatz des Hundes akzeptieren

Der Schlafplatz des Hundes sollte von vornherein so gewählt werden, dass der Hund in der Nähe der Familie sein kann, aber dennoch seine Ruhe hat. Diesen Bereich sollte jeder akzeptieren und ihn dort möglichst nicht stören. Welpen sollten, wenn sie schlafen, nicht geweckt werden.Sie brauchen Schlaf für ihre Entwicklung und Ruhe. Schlaf vermittelt ihnen auch Sicherheit und Vertrauen.

3. Richtig loben

Richtig loben ist entscheidend beim Zusammenleben mit Hund: Freuen Sie sich mit hoher Stimme und sofort, wenn der Hund ein erwünschtes Verhalten zeigt. Lob kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, zum Beispiel verbal, als Streicheleinheit oder mit Leckerchen.

Ignorieren Sie dagegen das Fehlverhalten des Hundes. Schimpfen Sie nicht! Für den Hund ist nämlich oft schon Ihre negative Aufmerksamkeit Lob genug. Beachten Sie ihn also möglichst nicht, wenn er etwas tut, was er nicht soll, wie etwa Hochspringen oder Betteln. Sonst fühlt er sich bestätigt und wiederholt das Verhalten.

Wichtig ist natürlich auch die Erziehung des Hundes, und die beginnt schon im Welpenalter: Denn der Besitzer muss nicht nur in der Hundeschule, sondern auch im Alltag die goldenen Regeln der Hundeerziehung beachten, damit Mensch und Tier lange Spaß am Zusammenleben haben.

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