Die 7 Todsünden der Hundeerziehung

Hunde zu erziehen ist nicht einfach. Vermeiden Sie diese Todsünden in der Hunde-Erziehung, um besser mit Ihrem Hund zu kommunizieren.

Fehler in der Hundeerziehung vermeiden
Sie sagen "Sitz" und er legt sich hin? Dann haben Sie wohl einen oder mehrere Erziehungsfehler gemacht.© shutterstock.com / SeventyFour

Sie rufen sich die Seele aus dem Leib, doch Ihr Hund spielt munter weiter? Sie sagen "Sitz" und er legt sich hin? Dann haben Sie vielleicht einen Fehler in der Hunde-Erziehung gemacht. Diese sieben typischen Fehler sollten Sie vermeiden.  

1. Dauerbeschallung vermeiden

Ihr Hund ist nicht schwerhörig. Wenn er das Kommando kennt, genügt ein einziger Ruf. Jedes weitere Wort ist überflüssig und untergräbt Ihre Autorität. Wenn Sie immer wieder "Hier!" brüllen, kommt er garantiert nicht. Sie sagen ihm ja laufend, wo Sie sind und dass Sie auf ihn warten (oder ihm sogar folgen?).

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Einmal zu rufen, muss reichen.© Stock.adobe.com/Kzenon

2. Wort und Geste

Ihr Hund deutet Ihr Mienenspiel, Ihre Körpersprache und die Betonung Ihrer Worte – und kombiniert diese. Stimmen Ihre Haltung und Ihre Gesten nicht überein, haben Sie verloren. Wer zitternd vor Wut und "Komm her" säuselt, kann lange auf seinen Hund warten.

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Ihr Hund liest Ihre Mimik und Gestik.© stock.adobe.com/GarkushaArt

3. Konsequenz ist wichtig

Wenn Sie anfangs konsequent waren und jetzt nachlässig werden, weil er es jetzt "kann", hat er sie. Er wird bald gar nichts mehr tun. Gleiches droht, wenn Sie grundsätzlich jede brave Handlung mit einem Leckerli belohnen. Er wird nur noch "gegen Bezahlung" arbeiten wollen.

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Bleiben Sie konsequent.© shutterstock.com/Soloviova Liudmyla

4. Einmal reicht

Der Hund liegt, Sie gehen zurück und sagen dabei ständig "bleib!". Sobald Sie verstummen, rast der Hund Ihnen strahlend hinterher. Denn er hat gelernt: Nur solange das Kommando ertönt, darf er sich nicht rühren. Diesen Fehler sollten Sie daher unbedingt vermeiden.

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Ein klares Zeichen führt eher zum Ziel.© stock.adobe.com/leungchopan

5. Das richtige Timing

Er hat sich entfernt, da rufen Sie "Bei Fuß!". Möglich, dass er es gehört hat, doch jetzt wird es ihn nur irritieren. Ähnlich wirkungslos sind "Hopp"-Kommandos fünf Meter vor dem Graben. Der Hund kann die Worte nicht mit ihrer Bedeutung verknüpfen. Kommandos müssen daher unbedingt im richtigen Moment gegeben werden. 

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Verwirren Sie Ihren Hund nicht.© stock.adobe.com/Scott

6. Lob zur richtigen Zeit

Ein guter Hund will Anerkennung für das, was er getan hat. Doch es dauert, bis Sie das Leckerli aus der Tasche rauskriegen. Vor lauter Hektik schieben Sie es dem Vierbeiner in dem Moment in den Rachen, in dem er winselnd darum bettelt. Letzteres wird er jetzt vermutlich immer tun. Deshalb muss auch Lob immer im richtigen Augenblick gegeben werden. Besonders gut funktioniert dies mit einem Clicker.

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Ein Clicker ist hilfreich im Hundetraining.© stock.adobe.com/Justyna

Clicker und Dummys als Hilfe

Dummys, in denen Sie Snacks verstecken und den Hund herausfressen lassen können, helfen dabei, Ihren Hund gezielter und schneller zu belohnen. Auch mit einem Clicker können Sie Ihr Lob noch besser timen. Hilfreiche Snack-Dummys und Clicker finden Sie hier:

7. Innere Uhr beachten

Auf dem Hundeplatz funktioniert Ihr Hund perfekt, zu Hause benimmt er sich wieder total daneben. Das können die Gründe sein:

  • Sie haben draußen zu wenig geübt, der Hund glaubt, dass er nur in der Hundeschule gehorchen muss.
  • Sie sind nur im Kurs konsequent.
  • Sie motivieren im Kurs mit Leckerlis und Spielzeug, außerhalb soll es plötzlich auch ohne funktionieren.

Es ist nicht schlimm, wenn man Fehler macht. Wichtig ist, dass man daraus lernt und das Hunde-Training dementsprechend verfeinert. So werden Sie und Ihr Hund ein gutes Team.

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