Wohnungsgröße bei Katzenhaltung

Wer sich überlegt, eine Katze in eine reine Wohnungshaltung aufzunehmen, sollte zuvor genau bedenken, ob die Wohnung wirklich für eine Katze geeignet ist. Lesen Sie hier, welche Kriterien Sie dabei beachten sollten. 

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So viel Platz benötigt eine Katze bei reiner Wohnungshaltung. © Stock.adobe.com/foaloce

Die Katze ist das häufigste Haustier in Deutschland. Auch in einer Wohnung kann eine Katze ein artgerechtes Leben führen, wenn die Bedingungen stimmen. Hier erfahren Sie, was Sie bei der Größe und Einrichtung der Wohnung bedenken müssen, wenn Sie eine oder mehrere Katzen halten wollen. 

Wohnungsgröße bei einer Katze

Soll eine Katze einziehen, empfehlen Tierexperten eine Wohnungsgröße von mindestens 50 m2 für eine Katze. Doch wichtiger als die Quadratmeterzahl ist der Aufbau und die Einrichtung der Wohnung. 

Katzen brauchen Anreize, um sich zu bewegen. Eine Wohnung, in der die Katze von einem Punkt aus ihr komplettes Revier überblicken kann, wird auf Dauer für die Katze zu langweilig. Das heißt jedoch nicht, dass Katzenhaltung in einer Einzimmerwohnung nicht möglich ist. Schon ein abgetrennter Flur, eine Wohnküche oder ein katzensicherer Balkon sorgen für Abwechslung. Wichtig ist nur, dass die Katze jeden Bereich der Wohnung auch betreten darf. 

Auch die Einrichtungsgegenstände für die Katze brauchen Platz, das sollten Sie vor der Anschaffung unbedingt überdenken. Eine Katze benötigt:

  • Einen Kratzbaum zum Toben, Spielen und Schlafen. 
  • Einen Rückzugsort, an dem sie ihre Ruhe hat – zum Beispiel, wenn Gäste zu Besuch sind. 
  • Einen ruhigen Futterplatz, der nicht in der Nähe der Katzentoilette ist. 
  • Zwei Katzentoiletten, die jederzeit zugänglich sind. 
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Wichtiger als die Wohnungsgröße ist die Raumaufteilung. © Stock.adobe.com/Page Light Studios

Eignet sich jede Katze für Wohnungshaltung? 

Jungtiere und sehr temperamentvolle Katzen benötigen unbedingt Platz zum Toben und Laufen. Das sollte bei der Wahl der Katze für eine reine Wohnungshaltung unbedingt bedacht werden. 

Informieren Sie sich vor der Anschaffung genau über die Ansprüche der Rasse. Katzenrassen mit hohem Bewegungsdrang wie Waldkatzen eignen sich weniger für die Wohnungshaltung als gemütlichere Rassen wie Britisch Kurzhaar

Auch sollte die Katze vor ihrem Einzug unter ähnlichen Bedingungen gelebt haben. Ein ehemaliger Freigänger mit großem Revier wird in einer kleinen Wohnung nicht glücklich werden. 

Wohnungsgröße für zwei Katzen

Bei zwei Katzen wird eine Mindestgröße der Wohnung von 60 m2 empfohlen. Wichtiger als die Quadratmeterzahl ist aber auch hier die Aufteilung der Wohnung. Die Wohnung sollte über mindestens zwei Zimmer verfügen, sodass sich die Katzen auch mal aus dem Weg gehen können.

Bei zwei Katzen steigt auch die Anzahl an Katzentoiletten. Mindestens drei Toiletten werden bei der Haltung von zwei Katzen empfohlen. Auch diese müssen an Orten in die Wohnung integriert werden, zu denen die Katzen ständig Zugang haben. 

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Ein katzensicherer Balkon ist eine große Bereicherung. © Stock.adobe.com/vitamaq

Wohnung für Katzen spannend gestalten 

Um das Leben in einer Wohnung für die Katze artgerecht zu gestalten, müssen Halter etwas kreativ werden. Katzen brauchen immer wieder neue Anreize. Ein Geräusch aus dem Nebenzimmer, kleinste Veränderungen – Katzen registrieren alles. Mit folgenden Ideen können Sie Ihre Wohnung zu einem kleinen Katzenparadies umgestalten: 

  • Viele Kletter- und Kratzmöglichkeiten schaffen.
  • Wände mit einbeziehen: Laufstege und Liegeflächen anbringen.
  • Fensterbretter freiräumen, sodass die Katze die Außenwelt beobachten kann. 
  • Fenster (oder noch besser den Balkon) katzensicher gestalten für Umweltreize und Frischluft. 
  • Viel interaktive Beschäftigung mit der Katze.
  • Abwechslung beim Spielzeug
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