Haltung

So sieht der ideale Freilauf für Ihren Hamster aus

Für einen Hamster ist der Auslauf ein absolutes Muss! Sie müssen jedoch einiges beachten, um Ihrem Hamster einen artgerechten und abwechslungsreichen Freigang bieten zu können. Wir zeigen Ihnen, wie Ihr Hamster seinen Freilauf genießen wird!

Freilauf Hamster
Der Hamster geht auf Erkundungstour.© ©shutterstock.com/Stanislaw Sulica

In freier Wildbahn leben Hamster in Wüstengegenden – auf Futtersuche müssen die Nager täglich weite Strecken zurücklegen. Für Ihren Hamster ist das zwar nicht notwendig, da Sie ihn ausreichend mit köstlicher Nahrung versorgen, doch auch ihm sollte ein regelmäßiger Freilauf ermöglicht werden – selbst wenn der Hamsterkäfig ausreichend groß ist. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei dem Freigang für Ihren Hamster wirklich ankommt! 

5 Grundregeln für den Hamster-Freigang

1. Auslauf im Freien vermeiden

Gut gemeint, aber auch riskant: Bringen Sie Ihren Hamster besser nicht nach draußen! Er kann sich dort nicht nur Parasiten, wie Würmer oder Zecken, einfangen, sondern auch verkühlen. Außerdem kann er sich im lockeren Erdreich ganz schnell vergraben – die Gefahr, dass Sie Ihren Hamster aus den Augen verlieren, ist sehr groß. Nur in einem gut gesicherten Außengehege ist ein Auslauf im Freien für Ihren Hamster möglich.

2. Timing des Freilaufs

Es ist Zeit für den Freilauf, wenn der Hamster dazu bereit ist. Der nachtaktive Nager sollte vor dem Freigang mindestens schon eine halbe Stunde lang im Käfig herumgetobt haben, bevor er mit neuen Eindrücken konfrontiert wird.

3. Ihr Hamster entscheidet

Ihr Hamster setzt auf seine Orientierung – setzen Sie ihn niemals einfach so in das Freilaufgehege. Entweder stellen Sie seinen Käfig in den Auslauf oder verbinden Käfig und Freilauf durch eine Leiter. Wichtig: Der Hamster entscheidet selbstständig, wann und ob er sich auf eine Erkundungstour begeben möchte.

4. Nur handzahme Hamster dürfen in den Auslauf

Es ist notwendig, dass Sie Ihren Hamster vor dem ersten Freigang auch handzahm gemacht haben. Der Grund: Nur ein Hamster, der sich problemlos anfassen lässt, kann stressfrei wieder eingefangen werden. 

5. Routine einkehren lassen

Wenn Sie Ihrem Hamster einige Male einen idealen Auslauf bieten konnten, wird er sich daran gewöhnen. Durch verschiedene Signale, wie Knabbern am Gitter, gibt Ihr Hamster Ihnen zu verstehen, dass er seinen Freigang machen möchte.

Freilauf für Hamster im selbst gestalteten Gehege

Ihrem Hamster können Sie einen idealen Auslauf bieten, indem Sie ein Freilaufgehege selbst gestalten. Grenzen Sie dafür einen bestimmten Bereich mit Spanplatten, Holzbrettern oder Kartonagen (Mindesthöhe 30 cm) ab – alle Ritzen müssen abgedichtet werden, um das Gehege absolut ausbruchsicher zu machen.

Den Freilauf machen Sie "hamstersicher", indem Sie Steckdosen abkleben und spitze Gegenstände entfernen. Stellen Sie auch für Hamster giftige Pflanzen unbedingt aus dem Gehege. In dem gesamten Freilauf darf sich kein Gegenstand mehr befinden, den der Hamster nicht auch anknabbern darf. Bleiben Sie trotz aller Vorbereitungen immer in der Nähe Ihres Hamsters – im Notfall können Sie so immer eingreifen. 

Abgrenzung.jpg

Grenzen Sie den Bereich für Ihren Hamster ab.    ©shutterstock.com/Yheampa

Hamster-Freilauf im gesamten Zimmer

Ein komplettes Zimmer bietet dem Hamster natürlich besonders viel Freilauf. Damit Ihrem Hamster nichts passiert, müssen aber viele Vorkehrungen getroffen werden: Kabel werden abgesteckt und für den Hamster unzugänglich verstaut. Steckdosen können für Ihren Hamster gefährlich werden: Mithilfe von Holzbrettern oder Spanplatten, die mindestens 30 cm hoch sind, bewahren Sie Ihren Hamster vor der Gefahr.

Hinter und unter Möbeln darf der Hamster sich nicht verkriechen: Er könnte stecken bleiben oder dort auf spitze Gegenstände im Staub treffen. Versperren Sie also alle Zwischenräume. Die untersten Etagen von Regalen sollten Sie für alle Fälle leerräumen. Bedenken Sie: Hamster nagen liebend gerne Kartons oder Bücher an – entfernen Sie alles, was der Hamster nicht zwischen die Zähne kriegen darf.

Unterschätzen Sie niemals die Kletterkunst Ihres Hamsters! Die Nager sind geschickte Kletterer – achten Sie also darauf, alles in Hamsterreichweite für das Tier sicher zu machen. Außerdem können Hamster aufgrund der Höhe schnell in Panik geraten und abstürzen – bereits eine Höhe von einem Meter kann für Ihren Hamster lebensgefährlich sein. Lassen Sie Ihren Hamster während des Auslaufs niemals unbeaufsichtigt, um Unfälle zu vermeiden!

knabbern.jpg

Im Auslauf darf der Hamster alles anknabbern.     ©shutterstock.com/Anna Ivanovskaya

Den Freilauf für den Hamster einrichten

Während seines Ausgangs, sollten Sie Ihrem Hamster viel Abwechslung bieten – denn einfach nur herumzurennen, reicht dem Nager nicht. Rampen, Wurzeln und Pappröhren bieten dem Hamster die Möglichkeit zu klettern und durch kurze Tunnel zu düsen. Auch eine Schüssel mit Chinchilla-Sand freut den Hamster: Hier kann er ordentlich buddeln.

Um Ihrem Hamster auch abwechslungsreich zu füttern, können Sie eine Schnur von dem einen Ende des Freilaufgeheges bis zum anderen spannen und verschiedene Leckereien anbringen – durch Kletterhilfen kann der Hamster an die Nahrung gelangen.

Damit Ihr Hamster im Freilauf sich auch erholen kann, bieten kleine Häuschen eine Rückzugsmöglichkeit. Außerdem: In Katzengras können sich Hamster ebenso gut verstecken – sie nagen auch gern an den Stängeln oder klettern an ihnen hoch.

Alle Spielzeuge für den Hamster müssen kippsicher, ungiftig und nagefest sein! Denken Sie außerdem daran, dass der Freilauf immer mit dem vertrauten Hamsterheim verbunden sein muss.

Inneneinrichtung.jpg

Auch im Freilauf muss sich der Hamster verstecken können.     ©shutterstock.com/mswald

"Ein Herz für Tiere" – Die neue Ausgabe jetzt am Kiosk
Aktuelle Meldungen aus der Tierwelt
Großer Haustierratgeber
Mensch & Tier
Wildes Tierleben
Spannende Unterhaltung
EHfT11_001_U1.jpg