Vor Tötung gerettet: Listenhund Fred darf weiterleben

Eigentlich hätte Fred zurück nach Dänemark geschickt werden sollen – doch dort hätte ihn der sichere Tod erwartet. Hunde wie Fred werden nach dänischem Gesetzt ausnahmslos eingeschläfert! Doch der Hamburger Tierschutz kämpft um Fred – und rettet ihm sein Leben.
 
Rettung Fred Listenhund Dänemark Tötung © facebook.com/Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
Rettung für Fred: Er darf weiterleben.
Freds dramatische Geschichte beginnt damit, dass er von der Türkei nach Dänemark fliegen soll. Doch am Hamburger Flughafen stellt man fest, dass der Rüde nicht ausreichend geimpft ist – es fehlt eine Tollwut-Titerbestimmung. Der Vierbeiner wird von den örtlichen Behörden beschlagnahmt und im Hamburger Tierheim untergebracht. Anschließend soll Fred allerdings wieder seinem Besitzer in Dänemark übergeben werden. Doch das würde für Fred nur eines bedeuten: den sicheren Tod!
 

Hunde wie Fred werden in Dänemark eingeschläfert

Fred ist mit größter Wahrscheinlichkeit ein American-Staffordshire – diese Rasse ist in Dänemark verboten. Hunde dieser Rasse werden in diesem Land auf behördliche Anordnung hin eingeschläfertegal ob sie tatsächlich gefährlich sind. Doch nicht nur die drohende Tötung ist der Grund, weshalb sich der Hamburger Tierschutz im Falle „Fred“ einschaltet.

Auch die Spuren erlittener Verletzungen, die Fred buchstäblich ins Gesicht geschrieben sind, wecken die Aufmerksamkeit der Tierschützer: Seine Ohren sind verstümmelt, sein rechtes Auge fehlt komplett. Man geht davon aus, dass Fred sogar für Hundekämpfe eingesetzt wurde. Für den Hamburger Tierschutzverein (HTV) steht fest: Dieser Hund muss vor der Tötung bewahrt und ihm ein artgerechtes Leben ermöglicht werden!
 

Der unerbittliche Kampf um Freds Überleben

Doch die Lage scheint zunächst aussichtslos. „Trotz aller Argumente und Informationen blieb die zuständige Amtsveterinärin unbeeindruckt und hielt an ihrem Auslieferungs-Vorhaben fest“, berichtet der HTV. Doch die Hamburger Tierschützer lassen nicht locker: Sie weigern sich, den Rüden zurück nach Dänemark zu schicken.

Und sie bekommen Unterstützung: Auch die dänische Tierschutzorganisation „Foreningen Fair Dog“ setzt sich jetzt dafür ein, dass Fred nicht nach Dänemark ausgeliefert wird.
 

Freds spektakuläre Rettung

Die Situation spitzt sich immer weiter zu. Doch dann die Rettung: Ein Hamburger, der anonym bleiben möchte, rettet Fred das Leben! Über seinen Anwalt kontaktiert er Freds Besitzer. Nach zähen Verhandlungen kann der Rüde schließlich freigekauft werden. Fred beginnt jetzt sein neues Leben nördlich von Hamburg – in Schleswig-Holstein. In diesem Bundesland stehen seine Chancen auf Adoption besser.

Fred hatte die ganze Zeit den Tierschutz auf seiner Seite: „Wir mussten das Leben von Fred retten, eine Auslieferung in die Tötung kam für uns nie in Betracht“, versichert Sandra Gulla, die 1. Vorsitzende des HTV. Sie fügt hinzu: „Der Hamburger Tierschutzverein ist ein sicherer Hafen für alle Tiere. Wer einmal in unsere Obhut gelangt, für dessen Leben stehen wir ein. Dafür kämpfen wir jeden Kampf und solange, bis wir erfolgreich sind!“