Spielespaß für Stubentiger

Katzen-Spiele: 10 Spielideen für Katzen

Bewegung und Spielen ist wichtig für das Wohlbefinden der Katzen. Sie trainieren ihre Geschicklichkeit und halten sich so gesund. Mit abwechslungsreichen Katzenspielen können Sie das fördern.
 
 
Katzen-Spiele sind wichtig für das Wohlbefinden der Katze. © shutterstock.com
Katzen-Spiele sind wichtig für das Wohlbefinden der Katze.
Warum spielen Katzen? Vermutlich aus dem gleichen Grund, wie wir Menschen. Es macht einfach Spaß! Doch es steckt noch mehr dahinter.


Warum sind Katzen-Spiele wichtig?

Vor allem junge Katzen spielen, um zu lernen. Dabei wird die Koordination von Auge und Pfote geschult, außerdem Geschicklichkeit, Bewegungsabläufe und die Kommunikation. Spiel ersetzt die Jagd und den Beutefang. Katzen-Spiele sind also dann notwendig, wenn die Katze mit Nahrung versorgt ist und keine Notwendigkeit zum Jagen besteht. Die Jagdmotivation und Energie bauen Katzen dann durch Spielen ab. Jux und Tollerei gehören daher zum Katzenalltag vor allem von Wohnungskatzen. Auch für den Katzenhalter ist es wichtig, sich ausreichend mit der Katze zu beschäftigen, denn gemeinsame Spiele fördern die Bindung zwischen Tier und Halter. Erfahren Sie mehr darüber, warum Spielen für Katzen sehr wichtig ist .


10 Katzen-Spiele, die Spaß bringen

Es gibt zahlreiche Spielmöglichkeiten für Katzen. Nicht immer ist es nötig, Spielzeug für Katzen im Fachhandel zu kaufen. Auch Gegenstände und Materialien, die Sie im Alltag benutzen, wecken den Spieltrieb der Katze. Alles, was rollt und raschelt, als Höhle dient oder durch die Luft fliegt, zieht das Interesse der Katze magisch an. Testen Sie einfach, worauf Ihre Katze reagiert und womit sie am meisten Spaß hat. Und wechseln Sie das Spielzeug auch mal aus. Das sorgt für Abwechslung! Wir haben Ihnen zehn Katzen-Spiele zusammengestellt, die Ihrer Katze Freude bringen.
 
1. Bälle
 
Anders als Spielmäuse haben Bälle den Vorteil, dass sie sich bewegen und weit rollen. Der Jagdinstinkt der Katze wird geweckt und die Katze wird dem Ball hinterherjagen. Einige Katzen bevorzugen weiche Bälle, die sie nach erfolgreicher Jagd im Mäulchen stolz durch die Wohnung tragen können. Solche Bälle erhalten Sie im Tierfachhandel. Garantiert haben Sie Bälle aber auch in Ihrem Haushalt. Tischtennisbälle und Flummis zu Beispiel eignen sich ebenfalls als Katzenspielzeug. Tischtennisbälle sind sehr leicht und rollen beim kleinen Stupser davon. So werden Sie zur großen Herausforderung für den kleinen Jäger. Flummis hüpfen über den Boden und sind vor allem für Katzen interessant, die gern Beute aus der Luft fangen. Auch in der Natur bieten sich tolle Alternativen zu Bällen aus Plastik, Gummi und Schaumstoff. Rollen Sie doch mal eine Walnuss über den Boden oder versuchen Sie es auch mal mit Kastanien. Achten Sie aber darauf, dass die Bälle nicht zu klein sind und nicht verschluckt werden können.
 
2. Katzenangel

Der Tierfachhandel bietet Katzenangeln in verschiedenen Varianten aus Plastik oder aus Holz mit Federn, Plüschtierchen oder Kordeln. Doch Katzenangeln lassen sich auch ganz leicht mit Materialien aus dem Haushalt selbst gestalten. Binden Sie einfach ein paar Federn, Blätter, kleine Zweige oder Bänder an das Ende eines biegsamen Stocks – und schon ist die Katzenangel fertig. Wenn Sie das Gebinde noch an einer langen Kordel oder Schnur befestigen und die Katzenangel hinter sich durch die Wohnung ziehen, macht das Hinterherjagen gleich noch mehr Spaß. Tipp: Führen Sie die Angel hinter größere Gegenstände oder ziehen Sie sie hinter die Tür. Die Neugier der Katze ist geweckt und sie wird versuchen, die „Beute“, die sich versteckt hat, aufzuspüren.

3. Kartons

Nichts findet Katze so interessant wie Kartons. Man kann sich darin verstecken, er ist mit spannenden Dingen gefüllt, die es zu entdecken gibt, und zuweilen ist auch ein Leckerli darin zu finden. Füllen Sie den Karton doch mit Zeitungspapier, das knistert und raschelt, und verstecken Sie Leckerlis dazwischen. Kartons eignen sich auch sehr gut als Alternative zu teuren Intelligenzspielzeugen: Schneiden Sie Löcher in unterschiedlichen Größen in ein Schuhkarton und füllen Sie ihn mit den Lieblingsleckerlis Ihrer Katze. Die Katze wird versuchen, an die Leckerlis zu gelangen. Doch muss sie das passende Loch finden, in das ihre Pfote durchpasst. Hat sie einmal Erfolg ist der Ehrgeiz geweckt!

4. Wasserspiele

Das perfekte Katzenspiel für den Sommer – wenn Ihre Katze Wasser nicht scheut. Viele Katzen angeln gern schwimmende Objekte aus kleinen Bassins. Das sorgt für jede Menge Spaß und Erfrischung. Füllen Sie eine flache Schale mit Wasser. Es eignen sich Untersetzer für Blumentöpfe, ausgediente Katzenklos oder Wäschekörbe. Werfen Sie Tischtennisbälle oder andere Objekte, die an der Oberfläche schwimmen können, hinein. Jetzt kann die Katze darin planschen. Ein besonderer Spaß: Füllen Sie leere Teelichter oder Flaschendeckel mit einem Leckerli und setzen Sie es vorsichtig in die Wasserwanne. Die Katze wird versuchen, danach zu angeln, um so an das Leckerli zu gelangen.

5. Apportieren

Nicht nur Hunde bringen gern Gegenstände, die Herrchen oder Frauchen wirft, wieder zurück. Auch viele Katzen finden daran großen Gefallen. Meist ist es die Katze, die diese Art des gemeinsamen Spiels, selbst entdeckt. Es ist also nicht notwendig, ihr das Apportieren beizubringen. Achten Sie darauf, dass das Objekt, dass Sie werfen, gut ins Mäulchen passt, sodass die Katze es bequem herumtragen aber es nicht verschlucken kann.  Besonders eignen sich kleine Spielmäuschen aus dem Tierfachhandel.

6. Catnip Kissen

Nicht alle Katzen reagieren auf Katzenminze. Diejenigen aber, die dem betörenden Duft nicht widerstehen können, beschäftigen sich gerne und lange mit einem kleinen Catnip-Kissen. Sie schlecken es ab, kuscheln damit und reiben es sich über das Gesichtchen – ein süßer Anblick für den Katzenhalter! Catnip-Kissen können Sie ganz leicht selber herstellen. Füllen Sie ein kleines Stoffsäckchen oder eine Socke mit kurzem Schaft mit einem Füllmaterial. Als Füllmaterial eignen sich Watte, Stoffreste, Zeitung oder andere weiche und / oder knisternde Stoffe. Geben Sie etwas getrocknete Katzenminze oder Baldrian dazu – und fertig ist das selbstgemachte Catnip-Kissen.

7. Spieltunnel

Sie sausen durch, verstecken sich darin, und schleppen manchmal auch ihre Beute hinein, um sie in Sicherheit zu bringen. Ein Spieltunnel ist recht vielfältig und viele Katzen nutzen ihn sehr gern. Meist ist er aus einem raschelnden oder knisternden Obermaterial gefertigt, was die Katze noch mehr animiert, sich mit diesem Spielzeug zu beschäftigen. Der Katzentunnel ist im Tierfachhandel erhältlich.

8. Such- und Fummelspiele

Neben Jagdspielen sind auch Suchspiele ein wichtiger Zeitvertreib für Katzen. Such- und Fummelspiele fördern die kognitiven Fähigkeiten der Katze und schärfen die Sinne. Eine einfache Variante zum Selbermachen: Legen Sie ein paar Leckerlis verteilt über eine kleine Fläche, sodass die Katze das sieht. Werfen Sie ein Geschirrtuch darüber und lassen Sie die Katze nach den Leckerlis suchen und sie aus dem Geschirrtuch befreien. Wem Basteln besonders viel Spaß macht, kann für diese Art von Katzenspiel einen Schnüffelteppich selber machen. Alles, was dazu benötigt wird, ist eine Spülbeckeneinlage mit Löchern und Stoffreste (z.B. Flies). Stoff in breite, gleich lange Streifen schneiden und an die Spülbeckeneinlage binden. Jetzt nur noch Leckerlis zwischen den Stoffbändern verstecken und schon kann das Suchspiel beginnen!

9. Brettspiele für Katzen

Katzen lieben Würfelspiele - nur dürfen Sie leider nie mitspielen. Was die Katze so sehr reizt – nämlich die Spielfiguren und Würfel vom Brett zu fegen – ärgert den Menschen ungemein. Bauen Sie das Brettspiel doch nur für Ihre Katze auf. Platzieren Sie die Figuren und ziehen Sie sie über das Brett. Schon kommt der Stubentiger angesprungen, um die Figuren vom Spielbrett und durch die Wohnung zu kicken. Versuchen Sie es auch mit mehreren Würfeln, die Sie in einen Behälter fallen lassen (z.B. Kniffel). Die Katze wird sie sicher aus dem Behälter holen. Oder würfeln Sie gleich mehrere Würfel auf einmal. Welchem Würfel jagt die Katze hinterher? Ein lustiger Spaß für Mensch und Katze. Doch Achtung: Lassen Sie die Katze nie unbeaufsichtigt mit den kleinen Spielfiguren! Sie könnte sie verschlucken.

10. Lichtspiele

Lassen Sie den Strahl einer Taschenlampe durch die Wohnung huschen – hin und her, hoch und runter. Und lassen Sie ihn mal hinter einem Gegenstand verschwinden. Besonders animiert ist die Katze, dem Lichtpunkt hinterherzujagen, wenn Sie das Lichtspiel direkt vor ihrer Nase beginnen und den Lichtpunkt langsam von ihr wegbewegen. Nachteil des Spiels: Da die Katze den Lichtstrahl nie wirklich zu fassen kriegt, erhält sie nicht die Befriedigung, die sie beim Fangen eines realen Spielzeugs bekommt. Daher sollten Sie dieses Katzen-Spiel sehr vorsichtig dosieren und mit anderen Katzen-Spielen abwechseln. Im Tierfachhandel sind Laserpointer erhältlich, mit dem Sie das Lichtspiel ebenfalls durchführen können. Doch hier ist besondere Vorsicht geboten: Leuchten Sie damit niemals direkt in die Augen der Katze. Es droht erhebliche Verletzungsgefahr.


Sorgen Sie beim Spielen mit der Katze für Abwechslung

Der Fantasie sind bei Katzen-Spielen keine Grenzen gesetzt. Abwechslung beim Spielen sorgt dafür, dass jedes Spielzeug interessant bleibt. Nach und nach wird sich zeigen, welches der zahlreichen Katzen-Spiele Ihre Katze bevorzugt. Die einen jagen gern Kordeln hinterher, die anderen reagieren besser auf Objekte, die durch die Luft wirbeln, wieder andere geben bei Fummelspielen schnell auf. Nehmen Sie sich Zeit für ausreichend gemeinsames Spielen. Sie halten so Ihre Katze fit und stärken obendrauf die Bindung. Doch auch beim Spielen gibt es Grenzen. Lesen Sie daher, welche Fehler beim Spielen mit Katzen, Sie lieber vermeiden sollten .
 
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