Kaninchen artgerecht füttern

Kaninchenfutter: Das dürfen Kaninchen nicht fressen

Als Kaninchenfutter sind Leckerlies wie Knabberstangen und Joghurtdrops nicht geeignet. Sie schaden Ihrem Kaninchen mehr als sie nützen. Lesen Sie, was Ihr Kaninchen lieber nicht fressen sollte und welche Alternativen es gibt, um Kaninchen artgerecht zu füttern.
 
Kaninchenfutter, das das Kaninchen nicht fressen darf © shutterstock.com / Elizabett
Nicht jedes Kaninchenfutter ist im Sinne einer artgerechten Fütterung.
Als Zusatz zum Kaninchenfutter gibt es im Zoofachhandel ein großes Angebot an verschiedenen Leckerlis – und zwar in allen Farben und Varianten. Besonders beliebt bei vielen Kaninchenhaltern: Knabberstangen und Joghurtdrops, mit denen Sie das Kaninchen aber lieber nicht füttern sollten.


Ungesundes Kaninchenfutter: Knabberstangen, Joghurtdrops und andere Leckerlis

Knabberstangen und Kräcker enthalten u.a. Getreide, Honig und Nüsse und sollen angeblich dem Nagebedürfnis gerecht werden und dem Zahnabrieb dienen. Dies trifft aber nicht zu! Daher sollten Sie Ihr Kaninchen lieber nicht damit füttern. Denn Futterbestandteile wie Getreide und Nüsse machen Ihr Kaninchen krank: Kaninchenfutter mit diesen Bestandteilen führt zu Übergewicht und schweren Störungen des Magen- / Darmtrakts.
 
Tipp: Regelmäßiger Zahnabrieb durch intensives Mahlen der Backenzähne ist wichtig für die Zahngesundheit Ihres Kaninchens . Um eine ausreichende Zahnabnutzung zu gewährleisten, Bieten Sie Ihrem Kaninchen rohfaserreiches Kaninchenfutter wie Heu und Grünfutter an. Nur so gewährleisten Sie eine ausreichende Zahnabnutzung.

Weitere Snacks, die Sie besser vom  Futterplan Ihrer Kaninchen streichen, enthalten ülicherweise dieses Bestandteile:
  • Getreide
  • Zucker
  • Honig
  • Bäckerei-Nebenerzeugnisse
  • Milch- und Molkerei-Erzeugnisse
  • pflanzliche Nebenerzeugnisse
  • Nüsse
Kaninchenfutter und Leckerlis mit diesen Bestandteilen sind nicht im Sinne einer artgerechten Ernährung von Kaninchen .


Unverträglich für Kaninchen

Hartes (getrocknetes) Brot wird Kaninchen häufig als Leckerbissen angeboten. Damit sollten Sie Ihre Kaninchen aber besser nicht füttern. Brot ist für die Tiere schwer verdaulich und hat keinen Nutzen für den Zahnabrieb.
 
Alternative: Anstatt hartes Brot bieten Sie Ihrem Kaninchen lieber frische Zweige mit Blättern an (z.B. von Apfel, Birne, Haselnuss, Johannis- und Heidelbeere). Ihr Kaninchen wird gern daran knabbern. So fördern Sie auf gesunde Weise den Zahnabrieb.

Salzleck- und Kalksteine sind bei einer gesunden Ernährung von Kaninchen nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich. Die Tiere nehmen durch die Zusätze viel zu viele Mineralien zu sich. Durch die Überversorgung kann es z.B. zu Nierenproblemen, Harnsteinbildung und anderen Krankheiten bei Kaninchen kommen.

Einige Gemüse- und Obstsorten sowie Hülsenfrüchte sind grundsätzlich unverträglich für Kaninchen und sollten vom Futterplan verbannt werden. Dazu zählen:
  • Zwiebelgewächse
  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen)
  • exotische Früchte (z.B. Mangos, Papaya, Litchi etc.)
  • Avocados
Grundsätzlich ist Frischfutter aber ein wesentlicher Bestandteil der gesunden Kaninchen-Ernährung. Lesen Sie daher, welches Obst und Gemüse sich als Frischfutter für Kaninchen eignet und wie es richtig dosiert wird .


Fazit: Das dürfen Kaninchen nicht fressen

Kaninchenfutter und Leckerli, die u.a. Getreide, Honig und Nüsse enthälten, sollten Sie nicht an Kaninchen verfüttern. Knabberstangen und andere Snacks nutzen nicht dem Zahnabrieb, wie oft von der Futtermittelindustrie propagiert, sondern schaden vielmehr der Gesundheit Ihrer Kaninchen. Auch getrocknetes Brot ist für Ihre Kaninchen schwer verdaulich. Ebenso sind etliches Gemüse und Obst (Zwiebelgewächse, exotisches Obst, Avocado) sowie einige Hülsenfrüchte (Bohne, Erbsen, Linsen) nicht geeignet als Kaninchenfutter, sondern sind grundsätzlich unverträglich für Kaninchen. Salzleck- und Kalksteine sollten Sie bei einer ansonsten ausgewogenen Ernährung ebenfalls meiden.
 
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