Akutes Nierenversagen bei Hunden: Symptome und Behandlung

Gifte, Verbrennungen und Blutverlust können zum Nierenversagen führen. Wie Sie es frühzeitig bemerken und im Ernstfall richtig handeln, lesen Sie hier.

Hund akutes Nierenversagen
Bei akutem Nierenversagen kann nur der Tierarzt helfen.© stock.adobe.com/pressmaster

Akutes Nierenversagen hat andere Ursachen und Symptome als chronisches. Es ist wichtig, dass Sie sich über die Anzeichen dieser Krankheit informieren, damit Sie sie rechtzeitig erkennen können. Lesen Sie hier, wie Sie im Ernstfall richtig handeln, wenn Ihr Hund vom akuten Nierenversagen betroffen ist.

Ursache für akutes Nierenversagen

Durchblutungsstörungen der Nieren gelten als die Hauptursache für akutes Nierenversagen beim Hund. Das kann zum Beispiel passieren, wenn der Hund nach einem Unfall viel Blut oder durch Verbrennungen eine Menge Flüssigkeit verliert.

Auch wenn Giftstoffe vom Hund aufgenommen werden, kann das seine Nieren schädigen. Das kommt zum Beispiel bei Ethylenglycol, das in Frostschutzmittel enthalten ist, immer wieder vor, da Hunde es aufgrund des süßen Geschmacks gerne auflecken.

Ungeimpfte Hunde sind auch durch Leptospiren, die Erreger der Stuttgarter Hundeseuche, gefährdet. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Erreger.

Symptome für Nierenversagen

Anders als beim chronischen Nierenversagen tritt kein vermehrter Durst auf. Vielmehr verschlechtert sich abrupt das Allgemeinbefinden: Der Hund erbricht, ist appetitlos, schwach und apathisch. Der Harnabsatz verringert sich oder fehlt völlig.

Gelegentlich haben betroffene Hunde starke Schmerzen in der Lendengegend und stehen oder liegen mit aufgekrümmtem Rücken.

Behandlung von Nierenversagen

Bei Nierenversagen kann nur der Tierarzt helfen: Mit Infusionen, harnfördernden Medikamenten und Elektrolytausgleich kann ein betroffener Hund gerettet werden. Hunde mit Nierenversagen müssen umgehend in eine Tierklinik gebracht werden.

Ist eine Vergiftung die Ursache, kann es helfen, innerhalb der ersten vier bis sechs Stunden Erbrechen auszulösen – in jedem Fall muss der kranke Hund zum Tierarzt.

Nierenversagen vorbeugen

Große Flüssigkeitsverluste, die die Nieren schädigen können, müssen verhindert werden. Hunde, die an Durchfall, Erbrechen oder Verbrennungen leiden, sollten tierärztlich überwacht oder zumindest vom Besitzer genau beobachtet werden, insofern dieser erste Anzeichen des Nierenversagens rechtzeitig erkennen kann. Gleiches gilt auch bei Kreislaufproblemen.

Verhindern Sie generell, dass Ihr Hund giftige Stoffe aufnimmt. Halten Sie ihn von Tankstellen, Müllhalden oder ähnlichen Gefahrenzonen fern.

 

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