Schleppleine für den Hund: Ausrüstungstipp

Warum Sie sich unbedingt eine Schleppleine zulegen sollten, wie Sie die passende für sich und Ihren Hund finden und wie das Schleppleinentraining funktioniert.

Schleppleinen_Aufmacher.jpg
Schleppleinen sind sehr nützlich im Hundetraining.© stock.adobe.com/DoraZett

Die Schleppleine gehört zu den praktischsten Helfern in der Hundeerziehung: Sie ist eine spezielle Hundeleine, die an einem Brustgeschirr befestigt werden kann. Anders als die meisten Leinen ist sie sehr lang: Die Längen reichen von fünf bis zu 30 Meter. Schleppleinen sind oft auch dünner als herkömmliche Leinen.

Allerdings wissen viele nicht, wofür eine Schleppleine wirklich nützlich sein kann. Wir klären auf:

Was ist der Sinn einer Schleppleine?

Die Schleppleine gibt dem Hund mehr Freiheit: Weil sie so lang ist, hat er einen wesentlich weiteren Bewegungsspielraum. In einem relativ großen Radius kann er seine Umgebung erkunden. Gleichzeitig haben Sie über die Schleppleine die Kontrolle über Ihren Hund und er kann nicht weglaufen.

Deswegen kann eine Schleppleine beispielsweise in diesen Situationen sehr sinnvoll sein:

  • Sie trainieren mit einem Hund, der sehr jagdmotiviert ist.
  • Sie trainieren mit einem Hund, den sie nicht gut einschätzen können.
  • Sie trainieren mit einem Hund, der noch jung und unerfahren ist.
  • Es besteht Leinenpflicht, aber Sie möchten Ihrem Hund dennoch Auslauf bieten.
Schleppleinen_Inline1.jpg
Mit der Schleppleine bekommt der Hund trotz Leine Freiheit.© stock.adobe.com/Sonja

Was ist eine gute Schleppleine?

Jede Schleppleine sollte mithilfe eines stabilen Karabiners am Hundegeschirr befestigt werden. Außerdem muss eine Schleppleine stabil sein und im besten Fall bequem in der Hand liegen. Denn es wird sicherlich passieren, dass Ihr Hund nach vorne prescht und Sie die Leine fest in der Hand halten müssen.

Diese drei Schleppleinen für Hunde werden von Amazon-Kunden empfohlen:

Schleppleine von LennieSchleppleine von LooxmeerSchleppleine von Toozey
Material: BiothaneMaterial: NylonMaterial: Polyester

 

 

 

 

Beliebt sind vor allem Schleppleinen aus Biothane. Die BioThane Schleppleine von Lennie* hat geflochtene Verbindungen und soll laut Hersteller deshalb noch stabiler sein als genietete oder geschraubte Leinen. Dank des Materials ist sie wasserfest und einfach zu reinigen.

Der Karabinerhaken soll extra robust sein: Er ist vernickelt. Die Schleppleine wird in Handarbeit in Deutschland gefertigt. Sie ist in vielen verschiedenen Farben und in zwölf unterschiedlichen Längen (1 bis 30 Meter) erhältlich.

Aber auch Schleppleinen aus Nylon können viel aushalten – so zum Beispiel auch die Schleppleine für Hunde von Looxmeer*. Der Karabiner besteht aus robustem Metall, die Verbindung der Leine ist doppelt vernäht. Der Hersteller verspricht so Langlebigkeit und Strapazierfähigkeit. Außerdem hat sie eine angenehme Handschlaufe.

Die Schleppleine ist in drei Farben (Schwarz, Neongelb, Neonblau) erhältlich und in sieben unterschiedlichen Längen (5 bis 30 Meter) erhältlich.

Genauso sind andere Materialien denkbar. Die Schleppleine von Toozey* besteht beispielsweise aus hochwertigem Polyvinylchlorid und Polyester und kann laut Hersteller bis zu 200 Kilo Spannung aushalten. Das Material macht sie wasserdicht und temperaturbeständig. Sie hat eine Handschlaufe.

Diese Schleppleine ist in sechs knalligen Farben und in sechs Größen (3 bis 20 Meter) erhältlich.

Haben Sie einen kleinen Hund, sollten Sie auf schwere Schleppleinen (beispielsweise aus Leder) verzichten. Ansonsten können Sie Schleppleinen für jeden Hund, egal welches Alter oder welche Rasse, verwenden.

Das könnte Sie auch interessieren
Sicherheitsgeschirre_Hund_Aufmacher.jpg
Top 10 Sicherheitsgeschirre für Hunde
Sicherheitsgeschirre sollen verhindern, dass sich der Hund beim Gassigehen losreißt. Wir haben verschiedene Sicherheitsgeschirre verglichen, damit Sie wissen, welches Geschirr den Ansprüchen Ihres Hundes wirklich gerecht wird.

Wie geht das Schleppleinentraining?

Das Schleppleinentraining ist sehr vielfältig. Denn eine Schleppleine kann ganz unterschiedlich im Hundetraining eingesetzt werden. Das sind die beliebesten Übungen beim Schleppleinentraining:

Das brauchen Sie für das Schleppleinentraining

Zur Ausrüstung beim Schleppleinentraining gehören:

Wichtig ist, dass Sie beim Schleppleinentraining ein Geschirr und kein Halsband verwenden. Ihr Hund wird sicherlich in die Leine springen und da ist es wichtig, dass sich der Druck gleichmäßig auf seinen Körper verteilt. Mit einem Halsband ist der Druck zu groß für den Hundehals.

Zu den beliebtesten Hundegeschirren auf Amazon gehört beispielsweise das Hundegeschirr von Icefang*. Laut Hersteller ist es extrem robust und kann passgenau auf den Hundekörper eingestellt werden, um lästiges Umherrutschen zu vermeiden.

Festes Schuhwerk ist ganz wichtig, wenn Sie draußen das Schleppleinentraining starten möchten. Die Dog Walker von BAAK* sind laut Herstellerangaben besonders bequem, gleichzeitig sorgen Sie aber auch für einen festen Halt. Sie sind echte Allrounder-Schuhe aus hochwertigem Nabuleder. Bei Nässe sind zum Beispiel die rutschfesten Bella Brushed Damensteifel von DOGGO* zu empfehlen.

Mit den richtigen Leckerlis motivieren Sie Ihren Hund beim Schleppleinentraining. Die Trainings-Happen von Chewies* sollen sehr verträglich und eine leckere Belohnung im Hundetraining sein. Sie sind getreidefrei und versorgen Ihren Hund mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Schleppleinen_Inline2.jpg
Für das Schleppleinentraining brauchen Sie Leckerlis.© stock.adobe.com/koldunova_anna

So geht das Antijagdtraining mit Hund

Wichtig: Sie können Ihrem Hund seine Jagdmotivation niemals abtrainieren. Das Antijagdtraining funktioniert so, dass Sie seine Jagdmotivation lediglich umleiten. Verwenden Sie für das Antijagdtraining eine Schleppleine von etwa zehn Metern Länge.

Sobald Ihr Hund einen Hasen oder anderes Wild wittert, rufen Sie ihn zu sich. Ihn erst zu rufen, wenn er bereits losgerannt ist, ist weniger effektiv. Unterbinden Sie das Jagdverhalten noch bevor der Hund richtig loslegt. Sie erkennen, dass Ihr Hund etwas gewittert hat und gleich losrennen wird, wenn

  • seine Körperhaltung erstarrt
  • er die Nase hebt
  • er schnell atmet
  • er leise winselt
Bereits das sogenannte Vorstehen oder das Erschnüffeln von Wild zählt zum Jagdverhalten.

Belohnen Sie Ihren Hund ausgiebig, wenn er auf Ihren Ruf zu ihnen kommt. Lassen Sie ihn seine Jagdmotivation kontrolliert ausleben, indem Sie mit einer Reizangel* mit ihm spielen, ihm einen Ball zum hinterherjagen zuwerfen oder Sie ihn einen Futterdummy apportieren lassen. So klappt das Antijagdtraining!

Schleppleinen_Inline3.jpg
Rufen Sie ihn, wenn er schon losgerannt ist, ist es zu spät.© stock.adobe.com/ Matthias

Mit der Schleppleine den Rückruf üben

Den Rückruf sollten Sie zuerst Zuhause üben, bevor Sie draußen trainieren. Hier gibt es nämlich viel mehr Reize, die den Hund ablenken. Die Schleppleine dient als Absicherung, falls es mit dem Rückruf die ersten Male noch nicht richtig klappt.

Überlegen Sie sich ein Signalwort, das Sie ab jetzt immer verwenden, wenn Sie Ihren Hund zu sich rufen wollen. Dazu eignet sich "Komm" oder "Hier". Lassen Sie Ihren Hund eine Weile mit einem kurzen Radius an der Schleppleine herumlaufen. Am Anfang sollte die Distanz noch nicht zu groß sein, Sie können diese schrittweise erhöhen. Will der Hund diesen Radius verlassen, rufen Sie ihn zu sich.

Ist er bereits losgerannt, warten Sie, bis er wieder zum Stehen kommt. Dank der Schleppleine kann Ihr Hund nicht davonlaufen. Rufen (oder pfeifen) Sie ihn jetzt wieder zu sich, seien Sie dabei aber niemals ängstlich, wütend oder angespannt. Ihr Hund kommt zuverlässiger zurück, wenn Sie entspannt, aber dennoch bestimmt wirken.

Schleppleinen_Inline4.jpg
Mit der Schleppleine können Sie auch den Rückruf üben.© stock.adobe.com/Matthias
Das könnte Sie auch interessieren
Hund Rückruf
Schritt für Schritt: So gelingt der Rückruf beim Hund
Manchmal ist es sehr mühsam, den eigenen Hund zurückzurufen. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, dass der Rückruf künftig besser klappt.

Aufmerksamkeitstraining mit der Schleppleine

Eine weitere beliebte Übung mit der Schleppleine ist das Aufmerksamkeitstraining. Lassen Sie Ihren Hund neben sich herlaufen. Geht er zu weit nach vorne oder wird er unaufmerksam, wechseln Sie die Richtung. Loben Sie ihn mit Worten oder Leckerlis, wenn er brav auf derselben Höhe wie Sie bleibt.

Um zu vermeiden, dass Sie Ihren Hund an der Schleppleineine hin- und herziehen, sollten Sie ein Abbruchsignal verwenden, um Ihrem Hund zu sagen, dass er anhalten soll. Dafür eignen sich die Begriffe "Stopp" oder "Ende" gut. Erst, wenn Ihr Hund stehen geblieben ist, wechseln Sie die Richtung.

Sie können diese Übung mit unterschiedlichen Leinenlängen ausprobieren. Die Schleppleine eignet sich für diese Übung so gut, weil Sie beliebig lang und kurz genommen werden kann.

Schleppleinen_Inline5.jpg
Trainieren Sie mit der Schleppleine die Aufmerksamkeit Ihres Hundes.© stock.adobe.com/DoraZett

Schleppleine ist vielseitig einsetzbar

Mit einer Schleppleine können Sie im Hundetraining viel erreichen. Wichtig ist, dass sie robust ist und auch wirklich sämtlicher Spannung standhält. Dann können Sie auch mit sehr jagdmotivierten Hunden arbeiten.

40 Jahre "Ein Herz für Tiere" – Die Jubiläums-Ausgabe jetzt am Kiosk
Aktuelle Meldungen aus der Tierwelt
Großer Haustierratgeber
Mensch & Tier
Wildes Tierleben
Spannende Unterhaltung
EHfT03_001.jpg