So wird der Welpe schnell stubenrein

Mit der Erziehung des Welpen sollte man so schnell wie möglich anfangen, denn bis zum sechsten Lebensmonat lernt der Junghund am schnellsten. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Welpen zur Stubenreinheit erziehen. 

ehft_00954.jpg
Damit der Welpe stubenrein wird, müssen Sie ihn in der ersten Zeit ganz genau beobachten.© Thomas Brodmann / animals-digital.de

Wer annimmt, dass man bei einem Welpen nicht gleich mit der Erziehung anfangen, sondern dem Hundebaby erst mal eine "Schonfrist" gewähren sollte, der irrt. Genau das Gegenteil ist der Fall: am leichtesten lernt ein Junghund bis zu seiner 20. Lebenswoche, das ist die so genannte Prägephase. Mit der Grunderziehung beginnen Sie deshalb am besten schon wenige Tage nach der Ankunft des kleinen Vierbeiners. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Erziehung ist, dass Sie Geduld zeigen und Ruhe bewahren, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Das Hundebaby zu bestrafen, ist absolut tabu!

Stubenrein werden: Den richtigen Zeitpunkt abpassen

Damit der Welpe stubenrein wird, müssen Sie ihn in der ersten Zeit ganz genau beobachten. Das Ziel ist, ihn nach draußen zu bringen, wenn er "muss" und zwar bevor er sich zu Hause erleichtert.

"Gefährliche" Zeitpunkte sind:

  • nach dem Fressen
  • nach dem Aufwachen
  • beim Spielen
Junge Hunde urinieren noch sehr oft, also gehen Sie lieber öfter. Wenn er in der Wohnung unruhig wirkt und anfängt, intensiv zu schnuppern, sollten Sie sich beeilen. Löst er sich im Freien, ausgiebig loben!

Sicherlich wird trotzdem ab und zu ein Malheur im Haus passieren. Schimpfen Sie Ihren Welpen dann aber nicht. Ermahnen Sie ihn höchstens mit einem "Nein" und tragen Sie ihn trotzdem noch rasch hinaus. Löst er sich dort noch Mal, loben Sie ihn wieder sehr. Damit er nachts möglichst durchschläft, gehen Sie vor dem Schlafen noch einmal mit ihm hinaus.

Stubenrein werden: Das Schlafplätzchen umbauen

Als Nachtlager hat sich für die erste Zeit ein großer, hoher Karton bewährt, in den das Hundekörbchen hineingestellt wird und aus dem der Hund nicht hinaus kann. Da der Welpe sein Lager instinktiv nicht beschmutzen möchte, wird er sich hier durch Winseln bemerkbar machen, falls er dringende Geschäfte erledigen muss. Gehen Sie auch dann wieder rasch mit ihm vor die Tür und vergessen Sie das Lob nicht.

An Halsband und Leinewird sich Ihr Hund schnell gewöhnen, doch auch hier sollten Sie wieder ganz behutsam vorgehen. Sträubt sich der Welpe anfangs an der Leine mitzugehen, locken Sie ihn spielerisch mit Leckerli und aufmunternden Worten zu sich. Geübt wird am besten, wenn der Kleine ausgeruht und aktiv ist, aber nie länger als 5 bis 10 Minuten. Beenden Sie das "Kindertraining" immer mit einem Erfolgserlebnis für den Hund, d.h. mit einer leichten Übung, die immer klappt, damit er sich auch auf das nächste Mal freuen kann.

"Ein Herz für Tiere" – Die neue Ausgabe jetzt am Kiosk
Aktuelle Meldungen aus der Tierwelt
Großer Haustierratgeber
Mensch & Tier
Wildes Tierleben
Spannende Unterhaltung
EHfT12_001_U1.jpg