Woher eine Katze holen?

Ist die Entscheidung für eine Katze gefallen, stellt man sich die Frage, ob man diese im Tierheim, beim Züchter oder über private Angebote suchen soll. Lesen Sie hier, welche Optionen es gibt und worauf Sie unbedingt achten müssen.

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Tierheim, Züchter, Privatangebot – so finden Sie Ihre Katze. © Stock.adobe.com/meriluxa

Wenn man sich erst einmal für die Anschaffung einer Katze entschieden hat, kann es den meisten Leuten gar nicht schnell genug gehen. Doch so groß die Freude auf den Familienzuwachs ist – bei der Wahl sollte man sich unbedingt Zeit nehmen. Welche Möglichkeiten Sie haben und worauf Sie achten müssen, damit Sie eine gesunde, gut sozialisierte Katze aufnehmen und nicht auf Tierhändler hereinfallen, erfahren Sie hier. 

Tierheim, Züchter oder private Angebote: Das müssen Sie wissen

Eigentlich gibt es nur drei Möglichkeiten, woher man eine Katze aufnehmen kann: Aus dem Tierheim oder vom Tierschutz, von einem Katzenzüchter oder man nimmt eine Katze aus privaten Angeboten auf, wie sie in Zeitungsannoncen oder im Internet eingestellt werden. Bei jeder Variante gibt es wichtige Entscheidungskriterien. 

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Die Entscheidung für eine Katze sollte nicht überstürzt werden. © Stock.adobe.com/sashamolly

Katze aus dem Tierheim aufnehmen

Unzählige Katzen warten in Tierheimen auf ein neues Zuhause. Auch wenn Sie auf der Suche nach einer bestimmten Katzenrasse sind, lohnt sich ein Besuch im Tierheim, denn auch Rassekatzen landen immer wieder dort. Überhaupt ist die Auswahl an Katzen im Tierheim besonders groß. Sie finden dort in der Regel Katzen aller Altersstufen und Wesensarten. Gängige Vorurteile gegenüber Tierheimkatzen, etwa dass alle Katze aus dem Tierheim scheu oder verhaltensauffällig sind, sind unbegründet.

Die Tierheimmitarbeiter kennen die Tiere aus dem täglichen Umgang und können Sie beraten, welche Katze von Haltungsansprüchen und Charakter am besten zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt. Auch können Sie die Katze im Tierheim schon öfter besuchen und besser kennenlernen, ehe Sie sie mit nach Hause nehmen. Ein weiterer Pluspunkt: Tierheimkatzen sind in der Regel bereits kastriert, umfangreich geimpft und stehen unter tierärztlicher Kontrolle.

Lassen Sie sich von anstehenden Vor- und Nachkontrollen nicht beunruhigen. Das Wohl der Katze sollte immer im Vordergrund stehen. Auch haben Sie bei diesen Terminen die Gelegenheit, Fragen zur Katze zu stellen und wertvolle Tipps zu erhalten. 
Bei der Adoption einer Tierheimkatze wird eine sogenannte Schutzgebühr fällig. Bei Katzen beträgt diese etwa 100 Euro. Durch die Schutzgebühr sollen unüberlegte Spontananschaffungen verhindert werden. 

Weitere Informationen zu Vorteilen, Kosten und Ablauf bei der Aufnahme von Tierheimkatzen finden Sie hier

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Im Tierheim warten ganz unterschiedliche Katzen auf Sie. © Stock.adobe.com/hedgehog94

Katze vom Züchter holen

Haben Sie sich für eine bestimmte Katzenrasse entschieden und wollen ein Jungtier aufnehmen, können Sie Kontakt zu einem Katzenzüchter aufnehmen. Hier gilt es, besonders darauf zu achten, dass es sich um eine seriöse Katzenzucht handelt. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie eine gesunde Katze aufnehmen und nicht viel Geld an einen Tierquäler zahlen, der sich als Katzenzüchter ausgibt. 

Recherchieren Sie gründlich:

  • Ist der Züchter Mitglied in einem seriösen Zuchtverein?
  • Ist er auf die Zucht von maximal zwei Rassen spezialisiert?
  • Lebt die Mutterkatze beim Züchter und kann besucht werden?
  • Werden Jungtiere nicht vor der zwölften Lebenswoche abgegeben?

Weitere Informationen, wie Sie einen seriösen Katzenzüchter erkennen, finden Sie hier.

Der Vorteil, wenn Sie sich für eine Katze aus einer seriösen Katzenzucht entscheiden ist, dass sie ein gesundes und gut sozialisiertes Jungtier erhalten, das in seinem Leben vermutlich noch keine negativen Erfahrungen gemacht hat. Der Züchter steht Ihnen vermutlich ein Katzenleben lang bei allen Fragen und Problemen rund um die Katze zur Verfügung und kann kompetente Ratschläge und Tipps erteilen.

Die Katze ist bei Abgabe alt genug, umfassend geimpft und in einem guten Allgemeinzustand. Außerdem erhalten Sie Papiere, die von einem anerkannten Zuchtverein stammen. Bitte bedenken Sie: Seriöse Katzenzucht hat ihren Preis. Billigangebote sollten Sie stutzig machen. 

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Katzen aus seriöser Zucht sind gesund und gut sozialisiert. © Stock.adobe.com/mma23

Katze über private Angebote finden

Eine weitere und durchaus häufige Quelle für Katzen sind private Angebote. Hier müssen Sie jedoch besonders gut hinschauen. Ungewollter Nachwuchs bei Haltern einer Katzendame oder Bauernhofkätzchen werden gerne über Zeitungs- und Internetinserate angeboten. 

Selbstverständlich können Sie auch hier eine tolle, gesunde Katze finden, die gut zu Ihnen passt – dennoch ist Vorsicht geboten. Erkundigen Sie sich unbedingt, woher die Jungkatzen stammen, wie die Mutterkatze gehalten wird und was der Grund für die Abgabe ist. Sie sollten darauf bestehen, die Katzen vor Ort besuchen zu dürfen. Glauben Sie nur, was Sie selbst gesehen haben. Fotos können gefälscht sein, wenn Übergabetreffpunkte z.B. auf Parkplätzen vorgeschlagen werden. 

Versichern Sie sich, dass die Katze bei der Abgabe alt genug ist. Sie sollte mindestens 12 Wochen bei Mutter und Geschwistern bleiben dürfen. Außerdem sollte sie bereits tierärztlich untersucht worden sein und die notwendigen Grundimpfungen erhalten haben. Diese sind in einem gelben Impfausweis dokumentiert. Die Kätzchen und auch die Katzenmutter sollten gepflegt und gesund aussehen und im besten Fall keine Angst vor dem Menschen haben. Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl: Scheint der Katzenhalter wirklich das Beste für seine Katzen im Sinn zu haben oder will er die Katzen nur loswerden und Geld damit verdienen?

Wenn Sie einen wichtigen Beitrag zum Katzenschutz leisten möchten, bestehen Sie darauf, dass die Katzenmutter kastriert wird. Vielleicht können Sie ja als Bezahlung für die Jungkatze anbieten, die Kastrationskosten der Mutter zu übernehmen.

Verzichten Sie unbedingt auf Mitleidskäufe bei unseriösen und schlechten Haltungsbedingungen. Mit einem Kauf unterstützen Sie das Katzenelend nur – melden Sie solche Fälle lieber beim Tierschutz. 
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Kätzchen vom Bauernhof sind oft kleine Wildfänge. © Stock.adobe.com/Dmytro S

Das ist vor dem Einzug der Katze zu tun

Spätestens wenn die Entscheidung für eine Katze getroffen ist, sollten Sie beginnen, Ihre Wohnung katzengerecht einzurichten – und zwar bevor die Katze einzieht. Kaufen Sie eine komplette Erstausstattung für Katzen und achten Sie dabei auf Qualität – sonst müssen Sie spätestens in ein paar Wochen wieder Geld ausgeben. 

Legen Sie einen kleinen Vorrat an Katzenstreu und Katzenfutter an. Um der Katze den Einzug in das neue Zuhause zu erleichtern, sollten Sie sich dabei an dem Futter bzw. der Einstreu orientieren, die die Katze bereits kennt. Verschiedene Spielsachen sorgen für Ablenkung und locken auch ängstliche Katzen aus der Reserve. 

Nehmen Sie sich nach dem Einzug der Katze Urlaub und Zeit für das Tier. So gelingt die Eingewöhnung am besten und Sie werden bald große Freude an Ihrer neuen Katze haben.  
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