Katzengras: Gefahren und Alternativen

Katzen knabbern sehr gerne an Gräsern. Das Gras hilft beim Herauswürgen von verschlucktem Fell. Lesen Sie, wann das Knabbern von Katzengras gefährlich werden kann und welche Alternativen zum Katzengras es gibt.

Katzengras
Katzen lieben Katzengras.© stock.adobe.com/denisval

Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, brauchen eine Hilfe, damit sie Haare, die sie bei der Fellpflege verschlucken, leichter herauswürgen können.

Katzengras, das von den meisten Katzen gerne angenommen wird, hat genau diese Wirkung: Die Katzer erbricht sich leichter. Das im Fachhandel, in Gärtnereien oder im Baumarkt erhältliche Katzengras ist normalerweise nichts anderes als frisch getriebener Weizen.

Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen zu Katzengras:

Katzengras soll bei der Verdauung helfen und den Magen der Katze reinigen. Denn durch den Verzehr von Katzengras kann sie Haarballen, die sie beim Putzen verschluckt hat, wieder hochwürgen. Diese Haare sind nämlich unverdaulich und werden so wieder ausgeschieden.

Normalerweise frisst eine Katze nur so viel Katzengras, wie sie auch braucht. Deswegen kann Katzengras problemlos frei im Raum stehen, sodass Ihre Katze jederzeit freien Zugang dazu hat.

Sollten Sie bemerken, dass Ihre Katze exzessiv Katzengras frisst, sollten Sie darüber mit Ihrem Tierarzt sprechen. Vielleicht steckt ein Verdauungsproblem dahinter.

Mithilfe von Katzengras können Haarballen, die die Katze beim Putzen herunterschluckt, wieder hochgewürgt werden. Die Katze erbricht deswegen wegen Katzengras. Das passiert in er Regel einige Stunden nach dem Verzehr von Katzengras.

Am besten stellen Sie das Katzengras an einen Ort, an dem es hell ist. Eine direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie aber vermeiden. Wichtig ist, dass auch die Katze problemlos an das Katzengras gelangen kann und genug Platz hat, um sich neben den Topf mit Katzengras hinzusetzen.

Inhaltsübersicht

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Ist Katzengras gefährlich?

Manche Tierärzte raten dazu, auf Katzengras lieber zu verzichten. Im schlimmsten Fall kann eine Katze nach dem Verzehr von Katzengras zum Patienten werden. Denn im Nasen- oder Rachenraum könnten Halme steckenbleiben.

Bedenken Sie aber bitte, dass Freiläufer sehr wohl Grashalme fressen, ohne dass sie dabei ihre Gesundheit in irgendeiner Weise beeinträchtigen.

Ein weiterer Grund, weshalb Katzengras gefährlich werden könnte: Das fertig gekaufte Katzengras könnte versehentlich in Berührung mit Pflanzenschutzmitteln gekommen sein.

Diese können bei Katzen zu gefährlichen Vergiftungen führen. Daher gilt immer: Katzengras vor dem Servieren gründlich abwaschen, damit keine Rückstände von giftigen Mitteln mehr zurückbleiben können.

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© stock.adobe.com/denisval

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Katzengras-Samen anpflanzen – so machen Sie es selbst

Anstatt Katzengras fertig gezogen zu kaufen, können Sie es ganz leicht selber anpflanzen. Das brauchen Sie dazu:

  • Schale
  • Pflanzsubstrat
  • Bio-Weizenkörner (alternativ: Gerste oder Roggen)

Wir empfehlen die Katzengras-Samen von Fressnapf. Je nach Vorliebe können Sie sich für eine andere Sorte entscheiden:

Sie können sich aber auch für Katzengras-Sets zum Anpflanzen entscheiden. So müssen Sie nicht Samen, Schale und Co. separat bestellen, sondern kaufen alles zusammen. Pfotenolymp bietet zwei attraktive Katzengras-Sets:

So können Sie die Katzengras-Samen anpflanzen:

  1. Einfach die Schale mit einer dünnen Schicht Pflanzensubstrat bestreuen. 
  2. Die Körner aussäen.
  3. Mit einer etwa 1 cm dicken Schicht Pflanzensubstrat bedecken.
  4. Gießen.
  5. Schale an einen warmen und hellen Ort stellen (keine direkte Sonneneinstrahlung).
  6. Feuchthalten.

Haben Sie alles richtig gemacht, dann steht Ihrer Katze schon nach drei bis vier Wochen frisches Katzengras zur Verfügung.

Katzengras
Katzen knabbern gerne an Katzengras.© stock.adobe.com/eevl
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Katzengras Pflege: So geht es richtig

Um das Katzengras zu pflegen, sollten Sie die Erde immer feucht halten. Im Sommer oder bei heißen Temperaturen empfehlen wir, das Katzengras mithilfe einer sauberen Sprühflasche mit Wasser zu besprühen.

Wichtig: Düngen Sie das Katzengras nicht! Der Dünger wird sonst von der Katze mit aufgenommen, was sie schädigen kann.

Damit das Katzengras durchweg grün und frisch bleibt, sollten Sie es immer im Frühjahr umtopfen. Es ist sinnvoll, das Katzengras alle zwei bis drei Jahre in einen jeweils größeren Topf zu geben.

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© stock.adobe.com/Sviatoslava
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Katzengras: Wirkung auf Ihre Katze

Katzengras soll die Wirkung haben, bei der Verdauung zu helfen. Haarballen, die sich durch das Putzen im Magen ansammeln, kann die Katze so besser heraufwürgen und loswerden. Da auch Freigänger-Katzen draußen an Grashalmen knabbern, wollen viele ihren Wohnungskatzen Katzengras als Alternative anbieten. Allerdings birgt Katzengras auch gewisse Gefahren.

Katzengras hat keine weitere Wirkung auf Ihre Katze. Bei Katzenminze und Baldrian verfallen die Katzen augenscheinlich in einen "rauschähnlichen" Zustand. Sie reiben ein Kissen mit Minze oder Baldrian an sich und lecken es stark ab. Das ist bei Katzengras in der Regel nicht der Fall.

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© stock.adobe.com/luchschenF

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Alternativen zu Katzengras

Katzengras hat aus der Sicht von Katzenhaltern einen großen Nachteil: Es bringt die Katze dazu, sich zu erbrechen – vorzugsweise auf den besten Teppich, der am schwersten zu reinigen ist.

Deswegen stellen wir Ihnen mögliche Alternativen zu Katzengras vor.

Malzpaste für Katzen

Wer das vermeiden will, der kann auf Katzengras verzichten und Malzpaste als Alternative anbieten. Anders als Katzengras bewirkt Malzpaste, dass Haare oder Haarballen mit dem Kot ausgeschieden werden.

Die Teppiche und andere Textilien bleiben damit verschont und auch die Gefahr, dass Halme in Nasen- oder Rachenraum steckenbleiben, ist damit gebannt.

Wir können folgende Malzpasten als Alternative zu Katzengras empfehlen:

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© stock.adobe.com/Evgeny

Andere Pflanzen für Katzen

Wem das Saubermachen der Teppiche nichts ausmacht, der kann Ersatzpflanzen als Alternative zu Katzengras anbieten, die in der Wohnung häufig etwas dekorativer aussehen:

  • Grünlilie: Die beliebte Knabberpflanze filtert Schadstoffe aus der Luft. Wenn Sie aus einem Raucherhaushalt sind, dann sollten Sie diese Pflanze daher nicht anbieten. Achten Sie darauf, die Blütenstände abzuknipsen. Denn die Samenkapseln enthalten Stoffe, die bei Katzen Durchfall verursachen.
  • Zwerg-Zyperngras: Die Zwergform des Zyperngrases hat weichere, weniger scharfkantige Blätter als die große Schwester. Dennoch kann es dazu kommen, das Grashalme in Nase und Rachen stecken bleiben. Manche Tierärzte raten daher völlig von dieser Pflanze ab.
  • Gerstenhalme: Viele Katzen bevorzugen Gerste. Wenn Sie die Gerste selber anpflanzen, dann achten Sie darauf Saatgut in Bio-Qualität zu verwenden. Im Handel sind alternativ auch Komplettsets mit Minigewächshaus erhältlich.
  • Normales Gras: Wenn Sie herkömmliches Gras anbieten dann achten Sie darauf, dass es nicht aus der Nähe einer vielbefahrenen Straße (Schadstoffgefahr), von einer bewirtschafteten Wiese (giftige Düngemittel) oder von der Hundewiese stammt (Gefahr von Wurmbefall).
Bitte beachten Sie: Manche Katzen können auf diese Alternativen zum Katzengras allergisch reagieren. Außerdem sollten Sie, wie auch schon beim fertig gekauften Katzengras, darauf achten, die Ersatzpflanzen gut abzuwaschen, um zu vermeiden, dass von der Katze giftige Pflanzenschutzmittel aufgenommen werden.

Die Gefahr, dass ein Halm in Nasen- oder Rachenraum stecken bleibt, ist immer gegeben. Lassen Sie also bei allen Experimenten rund um das Katzengras und seine Alternativen Vorsicht walten.

Und lassen Sie Ihre Katze keinesfalls an anderen Zimmerpflanzen knabbern. Denn viele Pflanzen sind hochgiftig für Katzen!

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