Ist die Monstera giftig für Katzen? Das müssen Sie wissen

Die Monstera ist eine tropische Dschungelpflanze, die als Zimmerpflanze an Beliebtheit gewinnt. Für Katzen ist das majestätische Fensterblatt jedoch giftig. Hier erfahren Sie, weshalb die Monstera giftig ist und woran eine Vergiftung bei Katzen zu erkennen ist.

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Die Monstera kann für Katzen gefährlich sein, weil der Pflanzensaft giftige Stoffe enthält.© Stock.Adobe.com/New Africa

Die Monstera stammt aus dem Regenwald in den Tropen von Süd- und Mittelamerika. Bei uns ist die Monstera eine beliebte Zimmerpflanze, die wegen ihren auffälligen Blätter geschätzt wird und eine tropische Stimmung ins Zuhause bringt. Die Monstera ist jedoch für Haushalte mit Katzen nicht geeignet, weil sie für diese giftig ist und zu heftigen Vergiftungerscheinungen führen kann.

Inhaltsübersicht:

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Ist die Monstera giftig für Katzen?

Für Katzen sind alle Pflanzenteile der Monstera giftig. Der Pflanzensaft enthält mehrere Stoffe, die für die Katze giftig sein können:

  • Oxalsäure: Wirkt sich in großen Mengen negativ auf Herz-Kreislauf-System und die Gesundheit der Nieren aus.
  • Kalziumoxolat: Reizt die Schleimhäute und kann zu Geschwürde und Nierenschäden führen.
  • Resorcinol: Kann das Nervensystem schädigen.
  • Bitter- und Scharfstoffe: Sorgen für einen bitteren Geschmack zur Abwehr von Fressfeinden. 

Neugierig und verspielt wie sie sind, können Katzen dennoch Gefallen an den großen Blätter der Monstera finden. Wenn sie die Pflanze anknabbern oder fressen, gelangen die giftigen Stoffe in den Organismus der Katzen und können eine Vergiftung zur Folge haben.

Auch mit ihren Krallen können Katzen die Monstera öffnen, sodass der giftige Pflanzensaft dann beispielsweise durch das Putzen aufgenommen werden kann.

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Katzen sind sehr neugierig, erkunden ihren Lebensraum und können deshalb auch gifitge Pflanzen interessant finden.© Stock.Adobe.com/Irina
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Ist die Monstera Deliciosa giftig für Katzen?

Es gibt viele verschiedene Arten der Monstera, die auch als Fensterblätter bezeichnet werden. Neben der Monstera Deliciosa sind dabei besonders die Monstera Variegata, Monstera Adansonii, Monstera Acuminata und Monstera Obliqua sehr beliebt bei Pflanzenliebhabern.

Alle Monstera Arten enthalten aber die giftigen Stoffe in ihrem Pflanzensaft und sollten deshalb von Katzen ferngehalten werden. Auch die Monstera Deliciosa, deren Früchte zwar für Menschen essbar sind, ist deshalb gefährlich für Katzen. 

Auch für Menschen ist die Monstera giftig und Pflanzenteile sollten nicht verzehrt werden.
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Die Monstera Deliciosa ist eine von vielen Monstera Arten, die für Katzen giftig sind.© Stock.Adobe.com/Marina Kaiser
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Monstera: Symptome bei Vergiftung von Katzen

Die Symptomatik und wie gefährlich eine Vergiftung der Katze durch die Monstera ist, hängt von der verzehrten Pflanzenmenge ab.

Ein leichtes Anknabbern der Monstera führt bei Katzen meist noch nicht zu gesundheitlichen Beschwerden. Ganz verzehrte Pflanzenteilen können bei Katzen aber eine Reizung der Schleimhäute und Magenbeschwerden zur Folge haben. Bei regelmäßigem Verzehr können sogar Nierenschäden auftreten.

Bei einer Vergiftung der Katze durch Monstera können folgende Symptome auftreten:

  • Würgen und Erbrechen
  • Verstärktes Speicheln
  • (Blutiger) Durchfall
  • Schluckbeschwerden
  • Taumeln
  • Zittern
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Vergiftung der Katze durch Monstera: Was ist tun?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Katze Pflanzenteile der für sie giftigen Monstera gefressen hat, sollten Sie unverzüglich einen Tierarzt mit ihr aufsuchen. Ohne Hilfe kann die Vergiftung bei Katzen nämlich tödlich enden.

Nehmen Sie ein Stück der Blätter oder Wurzel mit zum Tierarzt, um eine angemessene Behandlung der Katze zu ermöglichen.

Wenn Sie die Katze beim Verzehr der Pflanze beobachten, entfernen Sie sämtliche Pflanzenteile aus dem Maul. Ansonsten sollte man als Katzenhalter aber vor allem Ruhe bewahren

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Wenn Sie bei Ihrer Katze Vergiftungserscheinungen feststellen, sollten sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.© Stock.Adobe.com/kseniaso

Katzenfreundliche Pflanzen als Alternative

Als Katzenhalter sollte auf die Monstera als Zimmerpflanze verzichtet werden, da sie giftig für Katzen ist. Andernfalls sollten Sie die Pflanze für die Katze unerreichbar platzieren.

Dennoch müssen Sie wegen Ihrer Katze nicht vollständig auf Zimmerpflanzen verzichten. Es gibt viele dekorative Zimmerpflanzen, die ungefährlich für Katzen sind und den gemeinsamen Lebensraum verschönern können.

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