Wann muss der Stubentiger zum Tierarzt?

Eine Katze kann eine richtige kleine Diva sein, doch wenn es ernst wird, dann leidet sie still. In der Natur ist das sinnvoll, doch den Katzenhalter lässt es ratlos zurück. In welchen Fällen muss eine Katze auf jeden Fall zum Tierarzt?

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Katzen verstecken ihre Schmerzen gut vor dem Menschen. © Stock.adobe.com/S.Kobold

Katzen geben uns mit ihrem Verhalten häufig Rätsel auf. Doch gerade beim Thema Krankheit und Schmerzen kann dies zum Problem werden. Katzen verstecken diese nämlich so gut vor uns, dass wir die Anzeichen erst bemerken, wenn die Katze schon übe einen längeren Zeitraum große Schmerzen hat. Lesen Sie hier, worauf Sie achten müssen. 

1. Dauerhaft kein Appetit – das ist ein Warnzeichen!

Wenn die Katze ein neues Futter nicht mag, ist das noch kein Grund zur Sorge, doch wenn sogar das Lieblingsleckerli verschmäht wird, sollten Katzenhalter hellhörig werden. Natürlich, ein Freigänger hat unter Umständen mehrere Dosenöffner und hat sich beim Nachbarn schon den Bauch vollgeschlagen, doch bei Wohnungskatzen ist diese ein besonders auffälliges Anzeichen..

Appetitlosigkeit kann auch auf das Verschlucken eines Fremdkörpers oder auf eine hartnäckige Verstopfung hinweisen. In einem solchen Fall kann ein Darmverschluss auftreten, und die Katze muss umgehend zum Tierarzt. 

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Wenn die Katze das Lieblingsfutter verschmäht, stimmt etwas nicht. © Stock.adobe.com/OFC Pictures

2. Gewichtsabnahme kann auf eine schlimme Krankheit hinweisen

Wenn eine Katze nicht gerade auf Diät ist, um sein Idealgewicht wieder zu erreichen, ist der Verlust von Gewicht immer ein Warnsignal. Dass sehr alte Katzen abbauen ist normal, doch bei jungen Katzen kann etwa ein Tumor der Grund sein. Krebs zehrt energisch an den Energiereserven des Tieres, kann jedoch bei einer frühzeitigen  Diagnose meist erfolgreich entfernt werden. Umso wichtiger, dass der Tierarzt schnell aufgesucht wird.

Auch katzentypische Leiden wie FIP, Leukose aber auch Diabetes können sich durch Gewichtsverlust äußern.

Diabetes-Futter für Katzen

Stellt sich heraus, dass die Katze wirklich an Diabetes erkrankt ist, ist eine Futterumstellung unausweichlich. Damit Sie so reibungslos wie möglich auf Diabetiker-Futter umsteigen können, sollten Sie sich schon im Voraus über mögliche Marken informieren. Eine Auswahl an Futter für Katzen mit Diabetes finden Sie hier:

3. Durchfall und Erbrechen sind bei einer Katze nicht normal!

Die Verdauung läuft bei den geliebten Stubentigern meistens recht geschmeidig ab. Hat die Katze mit Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung zu kämpfen, kann das die unterschiedlichsten Gründe haben, von einer Vergiftung über Leukose und FIP bis hin zu einem Darmverschluss durch einen Fremdkörper oder den Befall mit Parasiten.

Diese können durchaus auch bei Wohnungskatzen auftreten, denn als Halter bringt man sie etwa unter den Schuhsohlen mit nach Hause. Daher sollte auch hier schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

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Durchfall und Erbrechen sollten ernst genommen werden. © Stock.adobe.com/Lightspruch

4. Wenn das Atmen schwer fällt

Auch Katzen können sich erkälten und haben dann mit den typischen Symptomen wie einer verstopften Nase oder einem Druck auf der Lunge zu kämpfen. Besitzer sollten wenn sie erkältet sind auf keinen Fall ihre Katze anhusten, denn die Viren und Bakterien, die den Menschen befallen, machen auch vor Katzen nicht Halt. Genau wie beim Menschen kann ein nicht auskurierter grippaler Effekt auch bei Katzen zu einer Schwächung des Herzens führen. Dann ist die dauerhafte Gabe von Medikamenten nötig.

Wenn die Katze also Schnupfen oder Husten hat oder hörbar atmet, dann ist der zügige Gang zum Tierarzt unausweichlich. Mit den passenden Medikamenten wird den Bakterien der Garaus gemacht oder das Immunsystem so gestärkt, dass es den viralen Infekt erfolgreich ausstehen kann.

5. Mundgeruch ist mehr als nur lästig

Dauerhafter Mundgeruch kann auf Probleme mit den Zähnen hindeuten, jedoch ebenso auf eine Krankheit des Magens, der Nieren oder Diabetes. Zahnschmerzen sind auch für eine Katze belastend, und die regelmäßige Entfernung von Zahnstein sollte zur Pflege des Tieres selbstverständlich dazu gehören.

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Die Ursache für Mundgeruch sollte abgeklärt werden. © Stock.adobe.com/denisval

6. Die Katze ist auffallend lethargisch und still

Natürlich ist jeder Stubentiger anders, und ein gemütlicher Perser ist ohnehin deutlich ruhiger als eine gesprächige Siamkatze. Eine deutliche Änderung des Verhaltens weist jedoch in vielen Fällen auf eine Erkrankung hin.

Eine Katze, die sich plötzlich zurückzieht, unter dem Schrank hockt oder sich versteckt, hat sicherlich ein ernstes Problem. Eine ansonsten immer flauschige Katze, die bei Berührung auf einmal aggressiv wird, könnte unter Schmerzen leiden. Solche Änderungen bedürfen der Klärung durch einen Tierarzt.

7. Schönes Fell wird strohig und struppig

Am Fell lässt sich der Gesundheitszustand einer Katze ebenfalls ablesen. Wenn sich die Haut oder die Behaarung verändern, stumpf und glanzlos, struppig und strohig, verklebt oder verfilzt werden, dann kann eine Krankheit, eine Mangelernährung oder der Befall mit Parasiten dahinterstecken.

Manche Katze, die Schmerzen hat, schafft es nicht mehr, sich richtig zu säubern und vernachlässigt die tägliche Katzenwäsche. Unter dieser Situation leidet die reinliche Katze natürlich extrem, denn das ausgiebige Putzen gehört zu ihrem Tag. Es ist wichtig, dann einen Tierarzt aufzusuchen und mögliche Ursachen abzuklären.

Fazit: Wer seine Katze kennt, weiß, wann sie leidet. Besteht der Verdacht auf eine Krankheit, fährt man lieber einmal mehr zum Arzt, als einmal zu wenig.
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