Das Hamsterheim vorbereiten

Noch bevor der Hamster einzieht, muss das Zuhause für den neuen Mitbewohner vorbereitet sein. Doch nicht nur die Einrichtung, auch der Standort des Hamsterheims will wohlüberlegt sein. Lesen Sie hier, worauf Sie dabei unbedingt achten müssen. 

Bevor der Hamster einzieht, muss sein Heim vorbereitet werden.
Bevor der Hamster einzieht, muss sein Heim vorbereitet werden.© johnnunn-stock.adobe.com

Bevor der Hamster einzieht, müssen Sie die Entscheidung treffen, ob das Hamsterheim ein Käfig oder ein Terrarium sein soll. Bei einem Käfig sollten die Stäbe waagrecht verlaufen. Hat der Käfig ein senkrecht verlaufendes Gitter, besteht die Gefahr, dass sich der Nager zwischen den Stangen einklemmt. Folgende Besonderheiten müssen Sie bei den Käfigen der verschiedenen Hamsterrassen beachten:

Absolut ungeeignet als Hamsterheim ist ein Aquarium: Alle Aquarien (auch mit Drahtabdeckung) sind so dicht gebaut, dass Hitze, verbrauchte Luft und Ammoniakgase sich darin stauen. Das kann für den Hamster schnell gefährlich werden!

Die richtige Größe für das Hamsterheim

Ob nun Käfig oder Terrarium, ein Hamster braucht viel Platz zum Laufen. Laut neuesten Forschungsstudien zur Hamster-Haltung beträgt die ideale Grundfläche für das Hamsterheim mindestens einen Quadratmeter. Es gilt: Je größer, desto besser! Die Mindesthöhe sollte 50 cm auf keinen Fall unterschreiten.

Auch wenn Hamster keine Klettertiere sind, schadet es nicht, wenn Sie zum Beispiel Rampen konstruieren. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, wie die Natural Living Brücke von Trixie*.

Verschiedene Ebenen im Hamsterkäfig zählen jedoch nicht zur benötigten Grundfläche und dürfen nicht im Mindestmaß eingerechnet werden.

Ein anderes Mittel zur Gestaltung des Käfigs ist der Einsatz von sogenannten Röhrensystemen. Schließlich leben die Hamster in freier Wildbahn auch in selbst gegrabenen Tunneln unter der Erde. Mit etwas handwerklichem Geschick könnten Sie so mehrere Käfige mit Röhren, zum Beispiel Abwasser-Plastikrohre aus dem Baumarkt, miteinander verbinden. So kann man dem Hamster die Schlafstätte, den Futterplatz und das "Sportstudio" mit Laufrad und Beschäftigungsmaterial in den verschiedenen Käfigen anbieten.

Die Grundbedürfnisse des Hamsters

Um das Hamsterheim richtig vorbereiten zu können, benötigen Sie Einstreu aus Hobelspänen. Dieses gibt es in jedem Zoofachhandel zu kaufen. Zusätzlich benötigen Sie folgende Einrichtungsgegenstände:

Generell sollten all diese Gegenstände bis auf das Hamster-Rad nicht aus Plastik sein. Hamster sind begeisterte Nager. An den Plastiksplittern können sie sich jedoch verletzen oder verschlucken. Das Hamster-Haus kann aus Holz sein, aber auch eine ausgehöhlte Kokosnuss oder ein Keramikblumentopf mit Abflussöffnung dürfen eingesetzt werden. Es sollte nur groß genug sein, damit der Hamster dort seine Vorräte verstauen kann. 

Das Futter kann man zwar in die Einstreu verteilen, um dem Hamster ein Beschäftigung zu bieten, aber es lässt sich auf diese Weise schlechter kontrollieren, wie viel der Hamster frisst. Außerdem ist eine Futterschale hygienischer. Diese sollte schwer und hoch genug sein, damit sie der Hamster weder umwirft noch mit Einstreu zuschüttet. Das Frischfutter sollte in einem separaten Futternapf angeboten werden. Auch wenn die Nager viel Flüssigkeit durch das Frischfutter aufnehmen, so brauchen sie dennoch täglich frisches Wasser. Am besten eignet sich eine Wasserflasche mit einem Kugelverschluss. 

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Im Hamsterheim muss es eine Trinkmöglichkeit geben.  ©Tatiana Morozov-stock.adobe.com

Ein Laufrad für den Hamster

Hamster legen in freier Wildbahn zum Teil enorme Wegstrecken zurück, wenn sie auf Futtersuche sind. Eine Forschungsgruppe aus Bern hat die Distanz gemessen, die ein Hamster in einer Nacht in seinem Laufrad zurücklegt: im Durchschnitt über 5 Kilometer! Das Laufrad ist also ein wichtiger Bestandteil der Käfigeinrichtung. Laut Forschungsergebnissen ist es auch weder gesundheitsschädlich noch löst es eine Sucht bei den Hamstern aus. Ganz im Gegenteil, die Nager entwickeln sogar einen vernünftigen Umgang mit diesem "Sportgerät".

Einige Kriterien sollte das Hamsterrad jedoch erfüllen. Diese sind von Rasse zu Rasse unterschiedlich:

In jedem Fall soll das Hamsterrad auf einer Seite geschlossen und zur anderen Seite hin durchgehend offen sein, um ein Einklemmen zwischen dem Ständer und der Achse zu vermeiden. Die Lauffläche sollte ebenfalls durchgehend geschlossen sein. Hamsterräder mit Metallsprossen können mit einem Juteband umspannt werden.

Dies ist jedoch nur die grundlegende Ausstattung des Hamsterheims. Damit sich der Nager wirklich wohlfühlt, sollte er noch weitere Spiel- und Sportmöglichkeiten angeboten bekommen. Das können zum Beispiel Rampen oder Tunnel, aber auch Äste oder Zweige sein.

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Hamster benötigen ein Laufrad in ihrem Heim.  ©atiwatphoto-stock.adobe.com​

Der richtige Standort für das Hamsterheim

In der Wildnis leben Hamster in verzweigten, unterirdischen Gängen zum Teil in einigen Metern Tiefe. Dort herrscht immer eine konstante Temperatur vor. Daher fühlen sie sich auch in einem Raum mit gleichbleibender Zimmertemperatur am wohlsten. Diese sollte im Bereich von 15 bis 25 Grad liegen. Zu niedrige wie auch zu hohe Temperaturen setzen dem Hamster stark zu. Außerdem sollten Sie folgendes beachten:

Checkliste: Hier steht das Hamsterheim richtig

  • gleichbleibende Zimmertemperatur
  • nicht direkt am Fenster oder an der Heizung
  • keine Zugluft, kein ständig helles Licht
  • keine zu hohe Luftfeuchtigkeit
  • rauchfreier Raum
  • ruhiger Raum, vor allem tagsüber (nicht Kinder- oder Wohnzimmer oder in der Nähe von Fernseher oder Stereoanlage)
  • Käfig auf Augenhöhe aufstellen (Anrichte, Tisch, Kommode)

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