Haltung

So viel kostet ein Kaninchen

Wer sich ein Kaninchen anschafft, muss auch mit laufenden Kosten für Futter und Einstreu rechnen. Ein zusätzliches Polster für Tierarztbesuche ist ebenfalls nicht zu vergessen. Wir haben zusammengestellt, mit welchen Anschaffungskosten Sie bei einem Kaninchen rechnen müssen und wie hoch die laufenden Kosten in der Regel ausfallen.

Kaninchen
Kaninchen sind anspruchsvolle Haustiere. © stock.adobe.com/cuhle-fotos.de

Kaninchen als Haustiere sind bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Für den Kauf von Kaninchen gibt es verschiedene Anlaufstellen. In den meisten Tierheimen warten viele Kaninchen auf ein neues Zuhause. Ganz wichtig bei der Anschaffung ist jedoch: Kaninchen sindkeine Einzelgänger! Sie brauchen Gesellschaft von Artgenossen und ausreichend Platz, um sich rundum wohlzufühlen. Tendenziell sollten immer gleich viele Männchen und Weibchen in einer Kaninchengruppe leben.

Einmalige Anschaffungskosten für Kaninchen

Bei der Tiervermittlung wird von Tierheimen in der Regel eine Schutzgebühr verlangt. Je nach Ort kann diese unterschiedlich hoch ausfallen, bewegt sich meist jedoch in einer Preisspanne zwischen 50,00 Euro (unkastrierte Häsin oder Rammler) und 70,00 Euro (kastrierte Häsin). Diese Kosten decken nur einen kleinen Betrag der Ausgaben, die das Tierheim in das Tier investiert hat.

Auch bei seriösen Züchtern bewegen sich die Preise in einer ähnlichen Höhe. Doch zusätzlich zur Anschaffung mindestens zweier Kaninchen fallen noch weitere Kosten an.

Kaninchen im Käfig

Viele Kaninchen werden im Tierheim abgegeben.   ©stock.adobe.com/ tomokifitness

So viel kostet die Erstanschaffung für das Kaninchenheim

Sollen bald Kaninchen in die eigenen vier Wände einziehen, gilt es erst einmal ein artgerechtes Zuhause für die Kaninchen zu schaffen. Kaninchen brauchen einen ruhigen Rückzugsort, geeignete Futter- und Wasserstellen und viel Platz für Auslauf.

Zukünftige Kaninchenhalter benötigen:

  • Transportbox (ca. 20 €)
  • Kaninchengehege (ab 100 €)
  • Heuraufe (ca. 5€)
  • Futternapf (ca. 3€)
  • standsicherer Trinknapf (ca. 3€)
  • mindestens ein Rückzugshäuschen pro Kaninchen (ca. 20€)
  • Einstreu (ca. 3€)
  • Einrichtung für das Gehege (Buddelkiste, Versteckmöglichkeiten)
  • Umzäunung für ein Innengehege (ca. 30€)
  • Toiletten (ca. 4€) 

Rechnet man alle nötigen Anschaffungen für ein Kaninchenheim zusammen, kommt man auf einmalige Kosten von etwa 250,00 Euro, um ein artgerechtes und schönes Kaninchenheim zu schaffen.

An Futtermitteln wird benötigt:

  • frisches Heu
  • Frischfutter/ Obst und Gemüse
  • Knabbereien wie Zweige von Obstbäumen
  • Nagersteine 

Kaninchen im Kräuterbeet

Die Futterkosten für Kaninchen sind überschaubar.  ©stock.adobe.com/Cora Müller

Diese laufenden Kosten entstehen für Kaninchen

Ist die Grundausstattung angeschafft und sind die Kaninchen in ihrem neuen Heim gut angekommen, entstehen natürlich regelmäßige Kostenfür frisches Futter und Einstreu. Diese Fixkosten der Kaninchenhaltung sind jedoch relativ gering.

Rücklagen für tierärztliche Untersuchungen

Tierärztliche Behandlungen fallen bei der Haltung von Kaninchen mehr ins Gewicht als die laufenden Kosten und dürfen nicht unterschätzt werden. Die gerade bei Häsinnen empfohlene Kastration kostet einmalig ca. zwischen 30 und 70 Euro. Dazu können Behandlungskosten für andere typische Kaninchenkrankheiten entstehen. Ebenfalls anfallende, regelmäßige Kosten sind:

Kaninchen beim Tierarzt

Auch Kaninchen müssen regelmäßig zum Tierarzt. ©stock.adobe.com/bmf-foto.de

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