Hund hat Blut im Urin: Deshalb verliert der Hund Blut

Wenn der Hund Blut im Urin hat, stimmt etwas nicht. Warum Ihr Hund Blut verliert und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Hund Blut im Urin
© stock.adobe.com/Karoline Thalhofer

Wenn Ihr Hund Blut im Urin hat, ist das erschreckend. Sie sollten jetzt aber Ruhe bewahren, auch wenn der Hund Blut verliert. Wichtig ist, dass Sie baldmöglichst einen Termin mit Ihrem Tierarzt vereinbaren, damit dieser Ihren Hund untersuchen kann. Denn Blut im Urin (in der Fachsprache Hämaturie) ist auch beim Hund nicht normal und deutet auf eine Krankheit hin.

Zeigt Ihr Hund weitere Symptome, wie starke Schmerzanzeichen, verweigert er Futter oder wirkt er abgeschlagen, sollten Sie sofort zum Tierarzt fahren.

Wir erklären, welche Diagnose der Tierarzt stellen kann, wenn Ihr Hund Blut im Urin hat.

Inhaltsübersicht 

Das könnte Sie auch interessieren
Hundekot_Aufmacher.jpg
Hundekot: Krankheiten schnell erkennen
Der Hundekot verrät, wie es Ihrem Hund wirklich geht. Wir verraten Ihnen, auf welche Auffälligkeiten Sie dringend achten müssen.

Hund verliert Blut: Ab wann ist Blut im Urin gefährlich?

Nur der Tierarzt kann sicher diagnostizieren, weshalb Ihr Hund Blut im Urin hat. Und das sollte schnellstmöglich passieren: Wenn der Hund auf diese Weise Blut verliert deutet das auf eine fortgeschrittene Krankheit hin, die dringend behandelt werden muss.

Achtung: Auch von Roter Beete oder anderen Früchten verfärbt sich der Urin des Hundes pink bis rötlich. Auch bei einer läufigen Hündin ist etwas Blut im Urin normal. Sind Sie unsicher, bringen Sie Ihren Hund zum Tierarzt.

Es können Organe, Geschlechtsorgane oder äußere Verletzungen schuld sein. Wir zeigen Ihnen, welche Krankheiten Blut im Urin beim Hund verursachen:  

  1. Hund hat Blut im Urin: Blasenentzündung
  2. Harnsteine verursachen Blut im Urin
  3. Verletzungen der Harnwege oder Geschlechtsorgane
  4. Probleme mit der Prostata beim Rüden
  5. Tumore oder Polypen in den unteren Harnwegen
  6. Nebenwirkungen von Medikamenten

1. Hund hat Blut im Urin: Blasenentzündung

Die häufigste Ursache, wenn der Hund Blut im Urin hat, ist eine Blasenentzündung. Sie ist anfangs zwar recht harmlos, doch sie kann schmerzhaft und gefährlich werden. Die Blasenentzündung beim Hund kommt meist von einer bakteriellen Infektion der Harnwege.

Die Blase kann bei dieser Infektion blutig verletzt werden – und der Hund verliert Blut. Ist es bereits so weit gekommen, ist die Blasenentzündung schon fortgeschritten und Ihr Hund muss dringend behandelt werden.

Manche Hunde sind anfälliger für eine Blasenentzündung als andere. Die Vitalpfoten-Kapseln mit Cranberry, Mannose und Brennnessel* sind ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel für Hunde. Sie sollen die Blasenfunktion stärken und anfälligen Hunden helfen.

Wenn der Hund deswegen Blut verliert, wird mit Schmerzmitteln (in schweren Fällen mit Entzündungshemmern) und Antibiotika (insofern ein bakterieller Infekt die Blasentzündung ausgelöst hat) behandelt. Außerdem gibt der Tierarzt dem Hund manchmal eine Infusion, mit einer Flüssigkeit, die ihn zum einen mit Nährstoffen versorgt und zum anderen dazu animiert, zu urinieren.

Hund bekommt Infusion
© stock.adobe.com/Dusko

2. Harnsteine verursachen Blut im Urin

Harnsteine können schuld daran sein, wenn Ihr Hund Blut im Urin hat. Sie sind sehr schmerzhaft: Die kleinen Kristalle verkeilen sich nämlich im Harntrakt beim Urinieren. Sie können dabei auch stecken bleiben. Unbehandelte Harnsteine beim Hund führen dazu, dass er irgendwann nicht mehr urinieren kann – was sehr gefährlich ist.

Harnsteine kommen häufig von einer falschen Ernährung. Hunde, die dauerhaft zu viel Kalzium, Phosphor und Magnesium zu sich nehmen, bekommen mit großer Wahrscheinlichkeit Harnsteine. Auch Hunde, die zu wenig trinken, sind gefährdet.

Der Tierarzt kann feststellen, ob Harnsteine es verursachen, dass Ihr Hund Blut im Urin hat. Er verschreibt die entsprechenden Medikamente. Außerdem sollten Sie mit ihm über eine spezielle Diät Ihres Hundes sprechen, damit es nicht mehr zu Harnsteinen kommt.

Sinnvoll ist dabei beispielsweise das Hundefutter Royal Canin Urinary*. Es enthält weniger Magnesium und vermeidet die erneute Bildung von Harnsteinen effektiv.

 

Hund frisst
© stock.adobe.com/o_lypa

3. Verletzungen der Harnwege oder Geschlechtsorgane

Es kann passieren, dass der Hund sich bei einem Unfall oder dem Deckakt die Harnwege oder Geschlechtsorgane verletzt. Auch so kann es passieren, dass der Hund Blut im Urin hat.

Diese Verletzungen müssen vom Tierarzt behandelt werden und der Hund Blut verliert.

Mit Schmerzmittel verschafft der Tierarzt Ihrem Hund erste Abhilfe, denn verletzte Harnwege oder Geschlechtsorgane sind meist sehr schmerzhaft. Auch Antibiotika werden oft gegeben, um zu vermeiden, dass sich die Wunde infiziert. Natürlich verarztet der Tierarzt auch die Wunde selbst, damit Ihr Hund kein Blut mehr verliert.

Hund beim Tierarzt wird hinten untersucht
© stock.adobe.com/Katy

4. Probleme mit der Prostata beim Rüden

Bei unkastrierten Rüden sind Probleme mit der Prostata sogar relativ häufig. Was genau mit der Prostata nicht stimmt, kann der Tierarzt durch Ertasten feststellen. Erkrankungen der Prostata verursachen nicht nur, dass der Hund Blut im Urin hat. Sie können auch sehr gefährlich werden.

Lassen Sie Ihren Hund deshalb unbedingt untersuchen, wenn Sie den Verdacht haben, dass er Probleme mit der Prostata hat und der Hund Blut verliert.

Hundebesitzer hat Gespräch mit Tierarzt
© stock.adobe.com/Seventyfour
Das könnte Sie auch interessieren
Kastration beim Hund
Gesundheit
Kastration beim Hund: Pro & Contra
Kastrieren oder nicht – das ist die Frage, vor der jeder nicht züchtende Hundebesitzer irgendwann steht. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Hier erfahren Sie mehr über die Vor- und Nachteile und den richtigen Zeitpunkt für diesen Eingriff.

5. Tumore oder Polypen in den unteren Harnwegen

Tumore und Polypen in den Harnwegen können schuld daran sein, dass der Hund Blut im Urin hat.

Tumore müssen nicht bösartig sein und Krebs bedeuten. Sie können auch gutartig sein.

Die Wucherungen, die durch Tumore und Polypen entstehen können, sind schuld daran, dass der Hund Blut verliert. Genauso kann es sein, dass sie bei Hunde-Senioren im ganzen Harntrakt und sogar in den Geschlechtsorganen auftreten.

Mit dem Ultraschall macht der Tierarzt eine Blasenspiegelung, um die Tumore ausfindig zu machen. Entweder werden diese mit Medikamenten behandelt oder werden operativ entfernt.

Ultraschall beim Hund
© stock.adobe.com/Yistocking

6. Nebenwirkungen von Medikamenten

Nimmt Ihr Hund aktuell oder dauerhaft Medikamente ein? Dann könnten diese den Urin verfärben. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Tierarzt: Er kann feststellen, ob Ihr Hund wirklich Blut verliert oder, ob die Medikamente den Urin verfärben.

Hund kriegt Tablette
© stock.adobe.com/annebel146

Hund verliert Blut: Begleitsymptome

Wenn Ihr Hund Blut im Urin hat, müssen Sie unbedingt zum Tierarzt. Falls Sie es schaffen, sollten Sie davor noch gleich eine Urinprobe für ihn mitnehmen. So kann der Tierarzt noch schneller herausfinden, warum Ihr Hund Blut verliert.

Außerdem sollten Sie sich notieren, ob Sie diese Begleitsymptome erkennen, wenn Ihr Hund Blut im Urin hat:

  • Der Hund hat Fieber.
  • Der Hund muss auffällig häufig urinieren.
  • Der Hund lässt Wasser in der Wohnung, obwohl er sonst stubenrein ist.
  • Der Hund geht auffällig selten urinieren.
  • Der Hund hat beim Urinieren eine angespannte Körperhaltung (Schmerzen beim Urinieren).
  • Der Hund zieht sich zurück und wirkt lustlos.
  • Der Hund hat starken Durst und trinkt viel mehr.
  • Der Hund leckt sich übermäßig im Genitalbereich.
  • Der Urin des Hundes riecht unangenehm oder anders als sonst.
Hund ist krank
© stock.adobe.com/irissca

Hund Blut im Urin: Hausmittel gegen das Leiden

Wichtig: Gehen Sie unbedingt zum Tierarzt, wenn Ihr Hund Blut im Urin hat. Erst, wenn er bereits behandelt wurde, können Sie auf ein paar Tipps und Hausmittel zurückgreifen, um ihm zusätzlich zu helfen.

Diese Hausmittel und Tipps helfen, wenn Ihr Hund Blut im Urin hat:

  1. Viel trinken: Ihr Hund sollte ausreichend Wasser zu sich nehmen. Wenn Ihr Hund trinkfaul ist, können Sie auch das Trockenfutter einweichen oder zum Nassfutter Wasser dazugeben.
  2. Blase immer rechtzeitig entleeren: Gehen Sie mit Ihrem Hund so oft raus, wie es nötig ist. Er sollte sich das Urinieren nicht verkneifen müssen.
  3. Warmhalten bei nasskaltem Wetter: Wenn es draußen nass und kalt ist, trocknen Sie Ihren Hund schnellstmöglich nach dem Spazierengehen ab. Zugluft und kalte Böden sind für ihn tabu.
  4. Alternative Behandlungsmethoden: Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, welche anderen Behandlungen es gibt (wie Akupunktur).
  5. Nahrungsergänzungsmittel: Passen Sie das Futter an die Bedürfnisse Ihres Hundes an, wenn er Urin im Blut hatte. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Tierarzt. Das Prins NatureCare Diet Dog Futter* ist beispielsweise speziell für eine gesunde Blase ausgelegt.
  6. Risikofaktoren meiden: Hunde mit Übergewicht, Diabetes oder Blasensteinen sind besonders gefährdet, Blut im Urin zu haben. Deswegen sollten Sie Ihren Hund fit halten und ihn regelmäßig beim Tierarzt vorstellen.
Hund pinkelt an Baum.
© stock.adobe.com/titipong8176734

Hund Blut im Urin: Fazit

Lassen Sie Ihren Hund regelmäßig vom Tierarzt untersuchen, damit er verschiedene Krankheiten rechtzeitig erkennt. Hat der Hund Blut im Urin, ist die Krankheit meist schon fortgeschritten und muss dringend behandelt werden.

Deswegen müssen Sie auch unbedingt mit Ihrem Tierarzt sprechen, wenn Sie feststellen, dass Ihr Hund Blut im Urin hat. Er findet die passende Behandlung für Ihren Hund.

In diesem Text verwenden wir sogenannte Affiliate-Links. Produkte, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, können Sie käuflich erwerben. Kommt der Kauf zustande, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr zum Thema Affiliate finden Sie hier.

"Ein Herz für Tiere" – Die neue Ausgabe jetzt am Kiosk
Aktuelle Meldungen aus der Tierwelt
Großer Haustierratgeber
Mensch & Tier
Wildes Tierleben
Spannende Unterhaltung
EHfT03_001.jpg