Die 7 größten Mythen über Hunde

Selbst echte Hundekenner glauben oft noch an diese Mythen, obwohl diese mittlerweile längst widerlegt sind. Erfahren Sie hier, welche Dinge Sie über Hunde niemals glauben sollten, auch wenn viele sie für wahr halten.

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Das steckt hinter den größten Mythen über Hunde.© stock.adobe.com/Krakenimages.com

Welpenschutz, Schweinefleisch, das schlechte Gewissen – über all diese Themen wird unter Hundehaltern heiß diskutiert. Vermeintliche Fakten halten sich dabei leider nach wie vor hartnäckig. Deswegen klären wir über die größten Mythen auf, die es rund um Hunde gibt.

1. Alle Hunde haben Welpenschutz

Oft wird behauptet, dass ein erwachsener Hund jeden Welpen toleriert und ihm gegenüber weniger feindselig ist. Das ist allerdings falsch, der Welpenschutz existiert so nicht bei Hunden.

Bei Wölfen konnte ein sehr begrenzter Welpenschutz nachgewiesen werden. Welpen des eigenen Rudels, die jünger als acht Wochen sind, genießen von älteren Tieren eine erhöhte Toleranz. Das heißt, die erwachsenen Wölfe lassen ihnen eher wildes Verhalten und Beißereien durchgehen. Wichtig: Bei fremden Wolfswelpen gibt es auch diesen begrenzten Welpenschutz nicht.

Das lässt sich auf Hunde übertragen. Seien Sie also vorsichtig: Gerade Hündinnen reagieren auf fremde Welpen oft feindselig. Sie als Halter sind verantwortlich dafür, einen Welpen vor fremden, älteren Artgenossen zu schützen.

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Der Welpenschutz ist bei Hunden sehr begrenzt.© stock.adobe.com/Christian Müller

2. Hunde regeln alles unter sich

Treffen zwei Hunde aufeinander, die sich nicht ausstehen können, müssen sie diese unangenehme Konfrontation nicht einfach durchstehen. Sie als Halter sind gefragt, Ihren Hund vor einer ernsthaften Auseinandersetzung zu schützen. Denn ein heftiger Konflikt unter Hunden kann durchaus zu gefährlichen Bissverletzungen führen.

Am besten vermeiden Sie solche unangenehmen Situationen. Achten Sie beim Gassigehen auf die Körpersprache des Hundes. Gibt er Ihnen zu verstehen, dass er keinen Kontakt möchte, sollten Sie den anderen Hund meiden. Wechseln Sie die Straßenseite oder gehen Sie einen anderen Weg entlang. Ihr Hund muss nicht jeden Kontakt zu Artgenossen wollen – zwingen Sie ihn also nicht dazu.

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Beide Hunde müssen den Kontakt wollen. © stock.adobe.com/DoraZett

3. Ein Hund auf der Couch hat keinen Respekt

Viele glauben, dass ein Hund den Respekt vor seinem Halter verliert, wenn er auf die Couch darf. Das ist falsch. Ob Ihr Hund Sie respektiert, hängt von ganz anderen Faktoren ab. Wenn Sie ihm Sicherheit geben, ihn konsequent und gleichzeitig liebevoll erziehen, ist das eine gute Basis dafür, dass Ihr Hund Sie ernst nimmt und Ihnen vertraut.

Natürlich können Sie selbst entscheiden, ob Ihr Hund auf das Sofa darf oder nicht. Im Idealfall weiß Ihr Hund, dass er Ihre Erlaubnis braucht, um auf die Couch zu springen.

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Sie entscheiden, ob der Hund auf die Couch darf.© stock.adobe.com/Halfpoint

4. Hunde haben ein Gewissen

Eine Studie von Alexandra Horowitz vom Barnard College zeigte, dass Hunde vermutlich kein schlechtes Gewissen haben können. Die Tiere spüren den Verdruss des Besitzers und verhalten sich dementsprechend unterwürfig, wenn sie etwas angestellt haben. Dieses Verhalten interpretieren wir oft fälschlicherweise als schlechtes Gewissen.

Hunde sind laut Forschern zwar nicht dazu fähig, Schuldgefühle zu empfinden. Doch die Tiere kennen eine Menge anderer Emotionen.

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Hunde haben kein schlechtes Gewissen.© stock.adobe.com/Irina

5. Alte Hunde lernen nichts mehr

Hunde lernen ein Leben lang. Zwar lernen sie im Welpenalter besonders schnell dazu, doch auch einem alten Hund kann man noch neue Tricks beibringen. Da die betagten Tiere allerdings etwas mehr Zeit benötigen, sollten Sie geduldiger beim Training sein.

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Auch alte Hunde können noch etwas lernen.© stock.adobe.com/Mary Swift

6. Hunde dürfen niemals Schweinefleisch fressen

Ihr Hund darf durchaus Schweinefleisch fressen, aber niemals roh. Das liegt am sogenannten Aujeszky-Virus: Es löst eine immer tödliche Infektion aus, die mit Erbrechen und Durchfall einhergeht. Schweinefleisch sollte deshalb immer vollständig durchgekocht werden, bevor Sie es dem Hund anbieten. Durch die Hitze wird das Virus unschädlich gemacht.

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Nur Rindfleisch darf roh verfüttert werden.© stock.adobe.com/exclusive-design

7. Schwanzwedeln heißt immer Freude

Wedelt der Hund mit der Rute, heißt das in erster Linie eines: Erregung. Ob diese positiv oder negativ ist, hängt von der Wedelrichtung ab. Eine italienische Studie hat gezeigt, dass ein eher nach links gerichtetes Schwanzwedeln auf negative Gefühle schließen lässt. Wedelt der Hund eher nach rechts, freut er sich wirklich.

Es gibt einige Mythen, die auch unter erfahrenen Hundehalter nach wie vor kursieren. Wichtig ist, dass Sie wissen, welche Fakten über Hunde wirklich stimmen und welche Sie besser nicht glauben sollten.

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