Joggen mit dem Hund: Tipps und Ausrüstung

Viele Hundebesitzer würden lieber mit dem Hund joggen. Hier finden Sie wichtige Tipps, wie Sie mit Hund joggen gehen und welche Ausrüstung Sie benötigen.

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Joggen mit Hund macht besonders viel Spaß.© AdobeStock/michaelheim

Das Joggen mit Hund ist eine wunderbare Möglichkeit, sich zu entspannen, etwas für die eigene Gesundheit zu tun und den Hund auszulasten. Lesen Sie hier, was Sie beim Joggen mit Hund beachten müssen und wie Sie mit dem Training beginnen. 

Inhaltsübersicht:

Ab wann kann man mit Hund joggen?

Grundsätzlich kann man mit jedem gesunden, erwachsenen Hund joggen gehen, wenn man ihn langsam an den Sport heranführt und dabei nicht überfordert. 

Nicht joggen sollte man jedoch mit Welpen. Kraft und auch Kondition reichen hier noch nicht aus. Ab einem Alter von einem Jahr (bei großen Hunderassen zwei Jahre) ist der junge Hund dann in der Regel körperlich weit genug, um mit zum Joggen zu kommen. 

Hundesenioren sind ebenfalls keine geeigneten Partner zum Joggen. Unternehmen Sie mit diesen lieber entspannte, kurze Spaziergänge. 

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Geeignete Hunderassen zum Joggen

Einige Hunderassen sind besonders geeignet für gemeinsames Laufen. Dazu zählen: 

Doch nicht jede Hunderasse ist geeignet, um regelmäßig weitere Strecken in höherem Tempo zu laufen. Dazu zählen:

  • kleine Hunderassen z.B. Dackel
  • Hunde mit kurzer Nase z.B. Mops
  • sehr große Hunderassen z.B. Bernhardiner
  • Hunde mit viel Fell, langem Rücken, hohem Körpergewicht
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Mit einem Bauchgurt haben Sie beim Joggen mit Hund die Hände frei.© AdobeStock/Soloviova Liudmyla

Joggen mit Hund: Training

Wenn Sie mit Hund joggen wollen, sollten Sie einige Grundregeln beachten:

  1. Lassen Sie das Joggen mit Hund langsam angehen, wenn Sie das gemeinsame Training gerade erst beginnen. Am besten lassen Sie sich vorher vom Arzt durchchecken und bringen auch den Hund vorsorglich zum Tierarzt, damit der seine Eignung fürs Joggen und anderen Ausdauersport prüft.
  2. Bevor sie gemeinsam loslaufen, sollten sie ein Stück gemütlich gehen. Der Hund braucht Zeit, um sich aufzuwärmen, zu schnüffeln und sich zu lösen. 
  3. Damit das Joggen mit Hund stressfrei funktioniert, muss der Hund bereits einen guten Grundgehorsam haben. Da unangeleinte Hunde beim Joggen gerne mal vorlaufen, sollten Sie ihn auch aus größerer Distanz abrufen können.
  4. Beim Joggen mit Hund sollte auch das Kommando "Fuß" sicher funktionieren. Ihr Hund sollte bei Ihnen bleiben, wenn Ihnen beim Joggen andere Menschen entgegenkommen. Versuchen Sie, ihm außerdem beizubringen, dass Fuß immer links von Ihnen bedeutet, bevor Sie mit Ihrem Hund joggen gehen. Wenn beiden klar ist, wohin der Hund soll, sind Sie vorbereitet und werden nicht übereinander stolpern.
  5. Joggen Sie mit Hund zu Beginn nur kurze Strecken und legen Sie immer wieder Pausen ein, in denen sich der Hund erholen kann. Strecke und Tempo sollten Sie nur langsam steigern. 
  6. Belohnen Sie den Hund nach jeder Laufeinheit.
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Beim Joggen: Wann wird es dem Hund zu anstrengend?

Achten Sie beim Joggen mit Hund unbedingt auf Erschöpfungssymptome. Manche Hunde haben so viel Freude am Laufen, dass sie sich ihre Erschöpfung gar nicht anmerken lassen und unbedingt mit ihren Menschen mithalten wollen. 

Wenn Ihr Hund folgende Anzeichen zeigt, ist ihm das Joggen zu anstrengend:

  • Hund bleibt zurück
  • Lefzen sind zurückgezogen
  • Hund hechelt stark, schnell, dauerhaft
  • Hund will nicht mehr laufen
  • Hund humpelt nach dem Joggen

Gefahren beim Joggen mit Hund 

Insgesamt birgt das Joggen mit Hund mehr Gefahren für den Hund als für den Halter. Bitte beachten Sie daher folgende Hinweise, wenn Sie mit Ihrem Hund joggen gehen:

Verlegen Sie das Joggen mit Hund im Sommer auf die kühlen Morgen- oder Abendstunden. Denn Ihr Hund verträgt Hitze viel schlechter als Sie.

Im Winter sollten Sie bei Minusgraden nicht mit Hund joggen gehen. Wärmen Sie den Hund unbedingt gut auf. 

Am besten Sie joggen mit Hund auf Gras, Feldwegen oder Waldboden. Auf Beton, Asphalt oder anderen harten Oberflächen kann Ihr Hund sich ernsthafte Verletzungen zuziehen, sich z.B. am aufgeheizten Asphalt die Pfoten verbrennen. 

Nehmen Sie beim Joggen mit Hund immer ausreichend Wasser mit. Das ist für den Hund ebenso wichtig wie für Sie selbst.

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Joggen mit Hund: Ausrüstung

Wenn Sie den Hund mit zum Joggen nehmen möchten, achten Sie unbedingt auf die richtige Ausrüstung. Für den Hund brauchen Sie: 

  • gut sitzendes, gepolstertes Y-Brustgeschirr
    zum Beispiel Hundegeschirr von rabbitgoo* mit Reflexstreifen, besonders atmungsaktiv und weich gepolstert
  • Trinkflasche für Hunde
    zum Beispiel Hundetrinkflasche von LumoLeaf* mit 800 ml Fassungsvermögen, besonders einfach zu tragen, an Bauchgurt oder Rucksack zu befestigen. 
  • Leckerlibeutel 
    zum Beispiel von Rudelkönig* mit praktischem Kotbeutelfach.

 

Für den Winter sollten Sie noch weitere Vorkehrungen treffen:

Hundejacke PfotenschutzReflektoren bei Dämmerung und Dunkelheit
zum Beispiel von Buddypuppy*zum Beispiel von Jodsen*zum Beispiel Blinklicht von Malker*

 

 

 

Weitere Outdoor-Aktivitäten für Hund und Halter

Neben dem Joggen mit Hund gibt es noch viele weitere Aktivitäten, die Hund und Halter fit halten und Spaß bereiten. Hier haben wir ein paar Ideen für Sie zusammengestellt:

Eine Fahrradtour mit Hund ist für erwachsene Hunde mit gesunden Gelenken und viel Bewegungsdrang eine sinnvolle Art der körperlichen Auslastung. Ihr Hund wird Sie gern begleiten. Damit der gemeinsame Ausflug sicher bleibt, lesen Sie unsere Tipps, bevor Sie Ihren Hund neben dem Fahrrad laufen lassen.

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 Beachten Sie: Reines Ausdauertraining allein wird den Hund nicht zufrieden stellen. Beschäftigen Sie ihn daher zusätzlich mit Gehorsamsübungen, Apportier- und Suchspielen oder anderen Aktivitäten, die auch das Hundehirn trainieren.

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