Siberian Husky

Ihre kecken Stehohren sind ebenso typisch wie die buschige Rute und das wunderschöne Gesicht. Siberian Huskys sind ansprechende Erscheinungen und brauchen ein sehr aktives Rudel, um rundum glücklich zu sein. Erfahren Sie hier alles über die Hunderasse Siberian Husky.

Siberian Husky
Siberian Husky im Rasseportrait.© Stock.adobe.com/sir_j

Siberian Huskys zählen unter Hundeliebhabern zu äußerst beliebten Rassehunden. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um den Siberian Husky.

Typische Merkmale

Größe: bis 60 cm
Gewicht: bis 28 kg
Felllänge: mittellang
Fellfarben: alle Farben, Unterwolle weiß
Ursprungsland: Sibirien

Eigenschaften
Familientauglichkeit
Aktivitätslevel
Erziehbarkeit
Pflegeaufwand
Arbeitsbedürfnis
Menschenbezogenheit

Herkunft des Siberian Husky

Der Siberian Husky stammt aus dem nördlichen Sibirien. Jahrhundertelang begleiteten Huskys die dort lebenden Nomadenvölker. Im Jahr 1909 nahm ein sibirischer Pelzhändler mit seinen Huskys an einem Schlittenhunderennen teil. Wurde er zuerst noch wegen seiner  kleinen Hunde (im Vergleich zu anderen Schlittenhunden) belächelt, belegte er bei diesem äußerst anspruchsvollen Rennen den dritten Platz. Bald begann in Alaska die gezielte Huskyzucht.

Der Siberian Husky ist heute ohne Frage die bekannteste der vier anerkannten Schlittenhunderassen, zu denen auch der Alaskan Malamute, der Samojede und der Grönlandhund zählen. Und das Ziehen eines Schlittens ist nach wie vor genau das, was einem Siberian Husky im Blut liegt. Dabei ist seine Ausdauer ebenso beeindruckend wie sein verhältnismäßig niedriger Energieverbrauch bei hoher körperlicher Leistung.

Aussehen des Siberian Husky

Beim Siberian Husky sind die kecken, aufrechtstehenden Ohren markant – ebenso wie die an eine Fuchslunte erinnernde, buschige Rute. Rüden sollten eine maskuline Ausstrahlung haben, ohne dabei grob zu wirken. Hündinnen punkten mit einem femininen, aber keinesfalls zu filigranen Äußeren. Beide bewegen sich mit fließenden Bewegungen dahin.

Blickt man einem Siberian Husky ins hübsche Gesicht, kann man sich in der Tiefe dieser polarsee-blauen Augen verliert. Wobei Huskys auch mit wunderschönen dunkelbraunen, zweifarbigen oder sogar mehrfarbigen Augen verzaubern.

Siberian Husky
Siberian Huskys haben einen starken Jagdtrieb.© stock.adobe.com/ksuksa

Fell und Farben des Siberian Husky

Die attraktiven Schlittenhunde hüllen sich in ein mittellanges, doppeltes Fell. Das Haar ist gerade, niemals harsch und mit weicher Unterwolle unterpolstert. Damit ist der Siberian Husky perfekt an das eisige Klima seiner Heimat angepasst. Zwei bis drei Haarwechsel pro Jahr sind möglich und die verlaufen relativ spektakulär. Am besten bürstet man das Haar in dieser Zeit regelmäßig und bläst das lose Fell mit einem Hundefön aus. Huskys kommen in allen Farben von Schwarz bis Reinweiß mit einer verblüffenden Vielfalt an teilweise einzigartigen Zeichnungen daher.

Charakter und Erziehung des Siberian Husky

Das Zusammenleben mit mehreren Artgenossen liegt dem rudelverbundenen Husky. Gibt es kein vierbeiniges Rudel, muss das zweibeinige herhalten. Eine enge Einbindung in die Familie ist unabdingbar für ein harmonisches Zusammenleben mit dem Siberian Husky, der ein ausgeprägtes Sozialverhalten zeigt. Fremden gegenüber verhalten sich rassetypische Huskys wenig misstrauisch und niemals aggressiv. Eine würdevolle Zurückhaltung ist hin- gegen durchaus charakteristisch für erwachsene Rassevertreter.

Freundlichkeit und Sanftmütigkeit sind ebenso charakteristisch für Siberian Huskys wie ihre Aufmerksamkeit und Kontaktfreude. Das gilt allerdings auch für ihre jagdliche Motivation. Ihre starke Ausprägung macht Spaziergänge ohne Leine zu einem unkalkulierbaren Risiko. Zudem erweisen sich die klugen Arbeitshunde als wahre Ausbrecherkönige. Der Gartenzaun sollte tollkühnen Kletterversuchen ebenso standhalten wie tiefgängig buddelnden Hundepfoten.

Die Erziehung des Huskys ist möglich, erfordert jedoch sehr viel Geduld und Konsequenz. Wobei ein Übermaß an Konsequenz wiederum auf ausgemachte Sturheit stößt. Es ist typisch für diese Rasse, Signale des Menschen auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Machen sie – aus Hundesicht gesehen – keinen Sinn, trifft der Husky seine eigenen Entscheidungen. Ohne Struktur und ausreichende Auslastung drohen Verhaltensauffälligkeiten wie zum Beispiel Zerstörungswut.

Haltung und Pflege des Siberian Husky

Huskys sind Hochleistungssportler – zumindest bringen sie alle Voraussetzungen dafür mit. Eine optimierte Ernährung entscheidet dabei natürlich ebenso über den Erfolg wie ein kluger Trainingsplan, der rassespezifische Eigenschaften respektiert. So sind sommerliche Temperaturen ebenso ungünstig fürs Training wie auch eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Was nicht bedeutet, dass jeder Liebhaber dieser Rasse unbedingt dem Schlittenhundesport frönen und in nordischen Ländern leben muss. Siberian Huskys sind durchaus anpassungsfähig. Wobei es zwei Anforderungen gibt, die keinen Kompromiss dulden: Körper und Kopf des Huskys brauchen tägliche Forderung, damit sich der Hund wohlfühlt. Und er braucht Gesellschaft.

Für die optimale Auslastung des Siberian Husky gibt es viele Möglichkeiten:

  • Wagenrennen
  • Skijörning
  • am Fahrrad oder Roller mitlaufen
  • ein Trike oder einen Jogger begleiten
  • Agility
  • Flyball
  • Obedience
Siberian Husky
Siberian Huskys sind ausdauernde Schlittenhunde.© stock.adobe.com/lightcatcherfoto
Gesundheits-Check für Huskys
Huskys sind eine robuste, langlebige Hunderasse. Bei der Zucht wird gezielt auf die Hüftgelenksdysplasie (HD) geachtet.

Häufiger beobachtet wird die zinkreaktive Hautkrankheit Dermatose. Offensichtlich führt eine genetische Veranlagung zu einer verminderten Aufnahme von Zink im Darm. Ohrmuscheln, Augenlider, Lippen und Kinn sind meistens am auffälligsten von den Symptomen betroffen. Haarausfall, Schuppen und Rötungen sind typische Anzeichen.

Eine weitere Krankheit, die bei Huskys häufiger beobachtet wird, ist die „von Willebrand Erkrankung“ (vWD). Die vererbbare Blutgerinnungsstörung kann sehr unterschiedliche Schweregrade haben. Langes Nachbluten bei Verletzungen oder OPs und wiederholte Blutungen (z. B. an Nase, Zahlfleisch, bei Läufigkeit etc.) sollten als Warnsignale gewertet und vom Tierarzt abgeklärt werden.
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