Maltipoo

Das Beste aus zwei Rassen – so könnte man den Maltipoo wohl am ehesten beschreiben. Der kleine Mischlingshund ist ein aufgeweckter und familientauglicher Begleiter, der Eigenschaften des Maltesers und des Pudels vereint.

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Der Maltipoo ist ein aufgeweckter und loyaler Begleiter.© stock.adobe.com/annaav

Aus den USA hat es der Maltipoo bis nach Deutschland geschafft, und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das verdankt er nicht nur seinen bezaubernden Knopfaugen.

Typische Merkmale

Größe: 28 cm
Gewicht: 5 kg bis 10kg
Felllänge: Mittellang
Fellfarben: Schwarz, Weiß, Braun, Creme, Apricot
Ursprungsland: USA

Eigenschaften

Familientauglichkeit
Erziehbarkeit
Arbeitsbedürfnis
Aktivitätslevel
Pflegeaufwand
Menschenbezogenheit

Herkunft des Maltipoo

Der Maltipoo hat seinen Ursprung in den USA und wurde dort bereits in den 80er Jahren gezielt gezüchtet. Ganz nach dem Vorbild des Labradoodle, also der Mischung aus einem Labrador und einem Pudel, wollte man eine Rasse züchten, die ebenfalls für Allergiker geeignet ist. Dafür verpaarte man den Toy- oder Zwergpudel, dessen Fell kaum haart, mit dem Malteser. Während der Malteser als „Schoßhund“ der Antike gilt, vertritt der Pudel die Vorfahren der vielseitigen Gebrauchshunde. Aus dieser besonderen Mischung ist eine Rasse entstanden, die als lebensfroh, loyal und robust gilt. Der Maltipoo ist von der Fédération Cynologique International (FCI) als Rasse jedoch nicht offiziell anerkannt.

Aussehen des Maltipoo

Der Maltipoo zählt zu den Hybridhunden, ist also ein Mischling. Demnach existiert kein einheitlicher Rassestandard, der das Erscheinungsbild regelt. Dieses variiert nämlich bereits dahingehend, ob mit dem Malteser ein Toy- oder ein Zwergpudel verpaart wird. Mit einem Gewicht zwischen fünf bis zehn Kilogramm und einer Schulterhöhe von ca. 28 Zentimetern, zählt der Maltipoo zu den kleinen Hunden. Besonders charakteristisch ist das Teddy-ähnliche Aussehen, welches durch die dunklen Knopfaugen abgerundet wird. Die plüschigen Schlappohren liegen seitlich locker am abgerundeten Kopf an. Die Rute ist hoch angesetzt und wird von den kleinen Hunden meist aufgerichtet über dem Rücken getragen.

Fell und Farbe des Maltipoo

Da Malteser generell in Weiß vorkommen, ist die Fellfarbe des Maltipoo von dem Pudel abhängig. Diese kann dementsprechend Weiß, Schwarz, Braun, Creme oder Apricot ausfallen. Das Fell ist mittellang und kann leicht wellig sowie stark gelockt sein. Somit ist für jeden Geschmack und jede Vorliebe etwas dabei.

Charakter und Erziehung des Maltipoo

Aufgrund der unterschiedlichen Vorfahren des Maltipoo, gilt die Rasse als kleine Wundertüte. Das betrifft nicht nur die Optik, sondern auch das Wesen der Tiere. Welche Rasseeigenschaften dominieren, kann nicht vorhergesagt werden. Es entsteht jedoch eine würzige Mischung aus der Gelehrigkeit sowie der Intelligenz des Pudels und der Furchtlosigkeit sowie dem Temperament des Maltesers. Der Maltipoo gilt als verspielt, anhänglich, loyal und verhält sich Fremden gegenüber eher distanziert.

Auch wenn der Maltipoo einen der höchsten Werte auf der Niedlichkeits-Skala erzielt, sollte man sich davon bei der Erziehung nicht täuschen lassen. Der kleine Hund im Teddy-Look setzt seine Knopfaugen gerne zur Wunscherfüllung ein und weiß, wie er seinen Menschen um die Pfote wickeln kann. Damit der Maltipoo sich nicht zum Kläfferentwickelt, ist eine konsequente Erziehung von Beginn an notwendig. Ebenso eine gute Sozialisierung, da er bereits von Natur aus fremden Menschen und Hunden eher skeptisch begegnet.

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Der Maltipoo gilt als Wundertüte, da Charakter und Aussehen nie genau vorherbestimmt werden können.© stock.adobe.com/OlgaOvcharenko

Haltung des Maltipoo

Der Maltipoo ist ein recht unkomplizierter Hund, der seine Bezugsperson gerne überall hinbegleiten möchte. Das ist aufgrund seiner geringen Größe selten ein Problem. Somit ist er auch für ein Leben in der Stadt gut geeignet. Trotzdem braucht auch der Maltipoo seinen Auslauf, für ihn reichen jedoch kleinere Runden. Sein Drang nach Beschäftigung lässt sich auch mit gemeinsamen Spiel- und Trainingseinheiten stillen. Die Rasse gilt als sehr familienfreundlich und hat die positive Eigenschaft, keinen starken Eigengeruch zu haben. Man braucht also kein unangenehmes „hundeln“ zu befürchten.

Pflege des Maltipoo

Da der Maltipoo in seiner Erscheinung stark variieren kann, ist auch die Fellpflege von Hund zu Hund verschieden. Ähnelt das Fell eher dem Pudel, ist mit geringer Fellpflege zu rechnen. Ist das Fell jedoch länger und gelockt, ist die Pflege aufwendiger. In diesem Fall sollte der Hund täglich gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen. Es ist ratsam, nach jedem Spaziergang mit den Fingern durch das Fell zu gehen, um es von kleinen Ästen, Blättern und grobem Schmutz zu befreien. Ein regelmäßiger Besuch beim Hundefriseur ist in jedem Fall empfehlenswert. Wie bei allen Hunden gilt bezüglich Baden die Regel: So oft wie nötig, so wenig wie möglich.

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Kleine Spaziergänge und gemeinsame Spiele sind eine gute Beschäftigung für den Maltipoo.© stock.adobe.com/annaav
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