Katzenkot: Was er über die Gesundheit der Katze verrät

Der Katzenkot verrät durch Farbe, Konsistenz, Form und Geruch einiges über den Gesundheitszustand der Katze. Lesen Sie hier, auf welche Veränderungen und Anzeichen Sie achten sollten. 

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Das verrät der Katzenkot über die Gesundheit der Katze.© Stock.adoibe.com/james joong

Auch wenn das tägliche Reinigen der Katzentoilette nicht zu den beliebtesten Pflichten des Katzenhalters zählt: Anstatt mit Schaufel und zugehaltener Nase gleich zur Entsorgung zu schreiten, sollten Sie sich immer die Zeit für einen prüfenden Blick nehmen. Krankheitssymptome und Fehler bei der Fütterung lassen sich an Farbe, Konsistenz, Form und Geruch des Katzenkots erkennen. 

So sollte das Häufchen aussehen

Das Katzenhäufchen einer gesunden Katze bei idealer Ernährung sieht folgendermaßen aus:

  • braun 
  • zu einem gleichmäßgen Würstchen geformt
  • fest, aber nicht zu fest in der Konsistenz

Ein charakteristischer Geruch liegt in der Natur der Sache, aber zu stark stinken sollte das Häufchen nicht. Katzenkot riecht generell sehr intensiv. Das hängt mit dem Abbau von Proteinen bzw. Aminosäuren zusammen, von denen die Katze als Fleischfresser viel zu sich nimmt. Kippt das Gleichgewicht der Darmflora, z. B. durch eine Erkrankung oder einen plötzlichen Futterwechsel, kann der Kotgeruch ungleich übler werden. 

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© Ein Herz für Tiere Media

Ist der Katzenkot zu weich? Durchfall bei Katzen erkennen 

An Durchfall leidet wohl jede Katze mindestens einmal in ihrem Leben. Erste Hinweise auf mögliche Ursachen von Durchfall können Konsistenz, Farbe und Geruch liefern: 

  • Teerig, schwarz, flüssig: Hinweis auf Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Bitte sofort zum Tierarzt! 
  • Puddingartig, stark stinkend: Indiz für eine Futtermittelintoleranz und/oder eine chronische Darmentzündung (IBD). 
  • Klebrig und mit viel beigemengtem Schleim: Zu wenig Ballaststoffe im Futter; kann auch auf Entzündungen im Dickdarm hindeuten. 
  • Weich, z. T. schaumig, fettig, mit Schleim: Es kann sein, dass ein Wurm- oder Giardienbefall vorliegt. In letzterem Fall stinkt der Kot meist auffällig stark und säuerlich, zudem sind Blutbeimengungen möglich. 
  • Klebrig, sehr fettig, mit stechendem Geruch: Der sogenannte Fettstuhl kann ein Hinweis auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse sein. 
Wenn der Durchfall länger als 24 Stunden andauert und sich Begleitsymptome wie Müdigkeit oder Fieber entwickeln, sollte man einen Tierarzt aufsuchen – vor allem, wenn ein Kitten oder eine ältere Katze betroffen ist.
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© Ein Herz für Tiere Media

Ist der Katzenkot zu hart? Verstopfung und ihre Folgen

Harter Kot und die damit verbundenen Schwierigkeiten beim Toiletten-Gang sind sehr schmerzhaft und können Katzen sogar so weit stressen, dass sie unsauber werden

  • Kleine Kotstücke, trocken und hart: Deutet auf Dehydration, chronische Verstopfung des Dickdarms (Megakolon) und/oder ein unpassendes Futter hin. 
  • Kleine Kotstücke, trocken und hart, mit vielen Haaren darin: Beim sogenannten „over-grooming“ putzt sich die Katze überdurchschnittlich viel und schluckt dabei eine Menge Haare ab. Die Gefahr, dass sich Haarballen und im späteren Verlauf Bezoare bilden, ist groß. 
  • Sehr dünne Würstchen, mit viel Mühe abgesetzt: Indiz für eine Verengung im Dickdarm, z. B. durch einen Tumor. 
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Bei Auffälligkeiten sollte ein Besuch beim Tierarzt erfolgen. © Stock.adobe.com/Leoniek

Kotprobe für Tierarzt sammeln – so geht’s 

Wenn der Tierarzt eine Kotprobe verlangt, sammeln Sie diese am besten über 3 bis 5 Tage in einer verschließbaren Box und lagern diese kühl. Die Probe kann nur vom Tierarzt auf bestimmte Wurmeier oder Giardien untersucht werden. 

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